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Alle 83 schaffen das "Mörder"-Abi 

Umstrittene Neue Gymnasiale Oberstufe fordert keine "Opfer


Jetzt darf gefeiert werden: Am Fürstenberg-Gymnasium ist gestern die erste Abiturprüfungen zu Ende gegangen, bei der die strengen Richtlinien der Neuen Gymnasialen Oberstufe zum Einsatz gekommen waren. Die Schüler sind sich sicher, das schwerste Abitur aller Zeiten, ein wahres "Mörder"-Abitur, bewältigt zu haben. Dennoch: Alle 83 zur Prüfung zugelassenen jungen Frauen und Männer können sich über die "Allgemeine Hochschulreife" freuen. 

Donaueschingen 
VON HOLGER NIEDERBERGER 


Donaueschingen - Groß war die Unsicherheit bei Eltern und Schülern, ob bei den verschärften Anforderungen mehr Schüler "auf der Strecke bleiben", als in den Vorjahren. Immer wieder wurde auch der Vorwurf erhoben, die aktuellen Abiturienten würden von Kultusministerium und Oberschulamt als "Versuchskaninchen" für neue pädagogische Konzepte missbraucht. So werden Oberstufenschüler jetzt für jeweils vier Stunden pro Woche in den Kernfächern Deutsch, Mathematik und in einer Fremdsprache unterrichtet. Diese Fächer sind Teil der schriftlichen Abiprüfung. Damit erhöht sich die Zahl der Fächer bei der Abiturprüfung von bislang vier auf fünf, denn neben den Kernfächern wird ja auch noch mündlich geprüft und Wissen aus dem Profil- beziehungsweise Neigungsbereich abgefragt. Neu sind ebenfalls die so genannten "Besonderen Lernleistungen" in Form von Seminaren oder der Teilnahme an einem Wettbewerb. Doch die bei der Diskussion über die Neue Gymnasiale Oberstufe geschürten Ängste sind, zumindest was das Fürstenberg-Gymnasium anbelangt, unbegründet. Rektor Rudolf Strasser wollte gestern den Notendurchschnitt zwar noch nicht nennen, deutete aber an, dass sich dieser nicht wesentlich im Vergleich zum Vorjahr verändert habe.

Zur Diskussion über die neuen Richtlinien merkte Hubert Bernnat, Rektor des Hans-Thoma-Gymnasiums in Lörrach und Prüfungsvorsitzender am Fürstenberg-Gymnasium gestern in der Aula an: "Der Weg zum Abitur ist schwerer geworden. Aber das ist so gewollt." Er beglückwünschte alle 83 Schüler dazu "eine wichtige Wegstrecke im Leben" gemeistert zu haben. Jetzt sollten die Schüler ihren Lernerfolg genießen und ihn feiern - ehe sie in zwei bis drei Wochen dann eine gewisse Leere verspürten. Denn das FG sei über neun Jahre zu einem Stück Heimat geworden. Und die ginge jetzt verloren. Auch Rektor Strasser gratulierte bei einem von der SMV organisierten Sektempfang. Er forderte "seine" Schüler auf, bei denen Danke zu sagen, die ihren Beitrag zum erfolgreichen Schulabschluss geleistet hätten: den Eltern.

Als Jahrgangs-Abschiedsgeschenk hat der Abijahrgang 2004 eine Bank spendiert. Und zwar eine "Denk(mal)Bank", auf der alle Schüler mit ihren Handabdrücken verewigt sind - der aus Hollywood bekannte Walk of Fame in seiner Donaueschinger Variante. Eine Arbeitsgruppe hatte die Realisierung der am Fürstenberg-Gymnasium traditionellen "Lebewohl-Gabe" in die Hände genommen. Überhaupt brachten sich viele Schüler in den vergangenen Wochen in die verschiedensten Abi-Projekte ein. Einige kümmerten sich um T-Shirts mit aufgedruckten Wortspielereien ("Abi-Tours - Futour"), andere kümmerten sich um die Abizeitung, die in einer Auflage von 300 Stück gedruckt und gestern auf dem Pausenhof verkauft wurde. Wieder andere planen den Abiball, der am Freitag um 18 Uhr mit einem Sektempfang in der Donauhalle beginnt. Bei diesem Anlass wird Rektor Strasser auch die Namen derjenigen bekannt geben, die als Jahrgangsbeste die Goldene Uhr des Fürstenhauses erhalten. Der Abiball ist von langer Hand vorbereitet. Schon das ganze Jahr über organisierten die Schüler im Delta Partys, um die Kosten für die zentrale Abifeier stemmen zu können. Zu dem Festreigen zählt neben dem Abistreich (wir berichteten am 12. Juni) und dem Abiball auch ein Fußballspiel zwischen Schülern und Lehrern heute um 19 Uhr auf dem DJK-Platz.

Folgende Schüler haben am Fürstenberg-Gymnasium 
die "Allgemeine Hochschulreife" erworben: 

Sara Bauer, Melanie Bausch, Annalena Becker, Yvonne Benakli, Michaela Beyrle, Holger Biehler, Eva Böhm, Roman Buller, Daniel Burger, Philipp Butkus, 
Oliver Charles, Daniela Effinger, Tatjana Eichinger, Elias Frei, Tim Frese, 
Miriam Funaro, Jürgen Geiges, Manuela Gfell, Sebastian Gieser, Heiko Götz, 
Armin Grunow, Jana Gutenkunst, Kathrin Häring, Henriette Hättich, 
Christina Heitz, Patrick-Christian Heizmann, Manuel Hirt, Benedikt Hopfinger, Susanne Huß, Annika Isak, Lena Jucho, Marina Käfer, Sarah Kaiser, 
Heidi Kammerer, Tobias Keller, Hatto Knittel, Dominik Kramer, Sophie Krank, Manuel Lamm, Ann-Kathrin Laumann, Andreas Lautemann, Fabian Ledwon, Amelie Lwowski, Franziska Maier, Michael Meßmer, Boris Miller, Nadine Muller, Martina Neininger, Sabrina Reich, Waldemar Röhrig, Martin Rombach, 
René Rothweiler, Carolin Ruthig, Britta Schey, Michael Schlegel, 
Nadine Schöndienst, Alexander Schorpp, Danjela Schubert, Diedrich Schüle, Anne-Katrin Schuler, Sabrina Schütz, Carolin Seifried, Dominik Siebel, 
Selina Siegel, David Sigwarth, Kai-Hendrik Sommerwerk, Marius Steiert, 
Volker Stocker, Alexander Straub, Daniel Stroh, Katharina Taichrib, 
Nadine Theurich, Marcel Tondorf, Ellen Uhrhan, Martina Veit, Benedikt Vogt, Eike-Henrik Wagner, Thomas Wagner, Silvio Waimer, Sebastian Wildt, 
Martina Wölfle, Sabrina Wölfle, Stefanie Worgull.


Dokumentation aus dem Südkurier  > 30-6-2004<      Lokalausgabe Donaueschingen

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Die Veröffentlichung des Artikels geschieht mit freundlicher Genehmigung des Südkurier.

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