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Schülerbeförderung läuft nicht rund
Seit dem Fahrplanwechsel kommen Schüler zu spät / Unzufriedenheit an den Schulen / Stadtverwaltung schafft Verbesserungen
DONAUESCHINGEN (wur). Atemlos hasten Schüler vom Bus ins Schulgebäude, andere kommen zu spät, weil der erste Bus zu voll war und sie auf den nächsten warten mussten: Die Schülerbeförderung läuft in den ersten Wochen des Schuljahres alles andere als rund, an den Donaueschinger Schulen wächst die Unzufriedenheit über Unpünktlichkeit und Störungen im Unterricht.
Dabei ist es gar nicht der neue Ringzug, der Sorgen in Sachen Schülerbeförderung macht. Die Kurse diverser Buslinien sind zeitlich schlecht aufeinander abgestimmt. So schlecht wie dieses Jahr lief es noch nie", klagte gestern der Leiter der Eichendorff-Schule, Reinhard Zatschler. Allzu häufig entließen die Schulbusse Kinder und jugendliche allzu knapp vor dem Gong. Die jungen Passagiere eilen in die Klassenzimmer und stören dort als Verspätete den Unterricht. Ärgerlich sei das, aber den Kindern nicht anzurechnen. Gerade den eingeschüchterten Kleinen müsse man das klarmachen, so Zatschler.
Am Fürstenberg-Gymnasium - Anteil an auswärtigen Schülern 60 Prozent werden die Meldungen über. verspätete Busse im Sekretariat gesammelt und regelmäßig an die städtische Schulverwaltung weitergeleitet. Gleiches gilt für die Realschule. Einhelliger Tenor: Bei bestimmten Linien klappt es seit dem Fahrplanwechsel überhaupt nicht.
Die Beschwerden landen auf dem Tisch von Hans Engesser. Der Sachbearbeiter in der städtischen Schulverwaltung sprach gestern von Einzelproblemen bei den Busbeförderungen.' Diese träten im Prinzip bei jeder Fahrplanumstellung auf. Geänderte Schülerzahlen, andere Busgrößen und differierende Haltepunkte müssten erst vernetzt werden. Einzelne Probleme seien schon abgearbeitet. So habe ein Schülerbus von Neudingen über Pfohren nach Donaueschingen für Ärger gesorgt. Der biete jetzt, als zweiter Bus, wieder einen Ausstieg an,
der Eichendorff-Schule. Gebessert habe sich auch die Verbindung aus Fürstenberg nachdem dieser Bus, aus Blumberg Kommend, keine Berufsschüler mehr mitnehmen muss.
Zum Ärgernis gerieten bislang auch die Umstiege am Donaueschinger Busbahnhof. Dort sorgte eine neue Linienführung auf der "Verteilstrecke" entlang der Schulen für Entlastung. So sind die Realschüler aus Hubertshofen und Wolterdingen neuerdings pünktlicher, weil
ein neuer Zwischenstopp am Rathaus eingerichtet wurde. Reibungslos funktioniere zwischenzeitlich, nach Schwächen in den ersten Tagen, der Anschlussbus für die Bräunlinger Schüler und auch die Hüfinger kämen mit den Regionalbuslinien aus Blumberg, Bonndorf und Neustadt reibungslos mit.
",Die Pfohrener und Neudinger kamen zu spät, die Schüler aus Aasen haben es gerade noch geschafft", lautete gestern Zatschlers Freitagsbilanz. Obwohl er immer wieder mit kleineren Rückschlägen rechnet, glaubt er, dass Engessers Anstrengungen fruchten.
Zumal die Ringzug-Verbindungen aus dem Süden zu funktionieren scheinen. Eine Ausnahme bildete am Donnerstagmorgen eine Panne in Bräunlingen. Einer von zwei Waggons fiel kurz nach sieben aus, etliche Schüler mussten auf den nächsten Zug warten und kamen zu spät in den Unterricht. Ein Ersatzfahrzeug hatte sich zwar von Immendingen aus auf den Weg nach Bräunlingen gemacht, bekam aber von der Deutschen Bahn keine Durchfahrtserlaubnis.
Geduld ist weiterhin angesagt, was die Inbetriebnahme der Ringzug-Haltepunke Donaueschingen und Grüningen angelangt. Momentan, so der Hauptamtsleiter des Landratsamtes, Georg Seiler, fehle zum Baustart nur noch eine Genehmigung des Eisenbahnbundesamtes. Am 17. Oktober sollen die Haltepunkte nach hiesiger Planung dann in Betrieb gehen, die Bahn spricht vom 13. Dezember. „Irgendwo dazwischen" vermutet Seiler den tatsächlichen Start.
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Dokumentation aus der Badischen Zeitung
> 27-09-03< Lokalausgabe Donaueschingen
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Die Veröffentlichung dieses Artikels erfolgt mit freundlicher
Genehmigung der Badischen
Zeitung

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