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"Torii" erinnert an Choraustausch 

Übergabe des Freundschaftssymbols mit einem Konzert gefeiert 

Vor malerischer Kulisse präsentieren sich alle Beteiligten vor dem "Torii"-Bogen:
Schüler des Fürstenberg-Gymnasiums (links), der japanische Chor Bishou (Mitte)
Hubert Stinner und der MGV Allmendshofen. Foto (ergänzt): E.Kern

Donaueschingen (kd) "Am Brunnen vor dem Tore steht ein Lindenbaum", sang der Allmendshofener Männergesangverein am Wochenende anlässlich einer Feierstunde - der Lindenbaum neben dem Rathaus hat schon ein paar Jahre auf dem Buckel, das "Torii" (zu deutsch Tor) ist neu und wurde jetzt im feierlichen Rahmen übergeben. Als Vertreter der Stadt war Ernst Rothweiler dabei und für das Fürstenberg-Gymnasium kam Rektor Rudolf Strasser ins alte Allmendshofener Rathaus.

Im Rahmen von Projektwochen wurde der "Torii-Bogen" von Schülern des Fürstenberg-Gymnasiums gebaut. Anlässlich der feierlichen Übergabe am Sonntagvormittag gab der MGV Allmendshofen unter der Leitung von Hubert Stinner mehrere deutsche Volkslieder zum besten. Uraufführung hatte das Lied "Einkehr" von Max Rieple. Vertont wurde dieses Stück von Chorleiter Hubert Stinner. Der japanische Frauenchor "Bishou" hatte zuvor einige typisch japanische Volkslieder präsentiert. Für ihren Auftritt ernteten die acht Damen viel Beifall.

Wegen der schlechten Witterung wurde im Probelokal konzertiert. Der neue Torbogen, ganz in Holz gearbeitet, befindet sich direkt neben dem Rathaus. Dieser "Torii" steht für den Regen Choraustausch zwischen Donaueschingen und Japan. Anlässlich eines Besuchs aus Japan wurde bereits vor sechs Jahren die Idee geboren, ein Denkmal mit Symbol-Charakter für die deutsch-japanische Freundschaft zu entwickeln. Zur Geschichte erläutetet der Präsident der deutsch-japanischen Gesellschaft, Walter Lwowski, den japanischen Torbogen. Überlichterweise trennen solche Bögen den profanen vom sakralen Teil einer Garten- oder Tempelanlage. Häufig werden seine tragenden Pfeiler vor oder hinter steinernen Brücken aufgestellt und sind im oberen Drittel mit einem einfachen doppelten Querholz zu einem Durchgang verbunden. Orte hinter einem solchen Bogen gelten als heilig. So gesehen ist das Allmendshofener Rathaus aus japanischer Sicht als heilig anzusehen, was der Vorsitzende des MGV Martin Schorpp mit einem Lächeln anmerkte und nun hofft, dass seine 60 "Sängerknaben" vor der Probe immer den kleinen Umweg durch den "Torii"-Bogen nehmen, denn schließlich soll ein solcher Gang Glück bringen. Nach dem Konzert stießen die geladenen Gäste noch auf die gelungene Umsetzung des "Torii" an.


Dokumentation aus dem Südkurier  > 29-9-2003<      Lokalausgabe Donaueschingen

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Die Veröffentlichung des Artikels geschieht mit freundlicher Genehmigung des Südkurier.

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