Schüler proben
Jubiläums-Theater
AG am FF-Gymnasium führt zum 225-Jährigen Schulbestehen
Stück von Nestroy auf
Donaueschingen - 225 Jahre Fürstenberg-Gymnasium ist für 14 Schüler der Theater-AG Anlass, einen Teil ihrer Ferien zu opfern. Sie proben intensiv an dem Stück "Die schlimmen Buben in der Schule". Mit dieser Posse von Johann Nepomuk Nestroy wollen die jungen Schauspieler ihren Beitrag zum Schuljubiläum
leisten.
In dem Stück geht es um Lehrer Wampl, der sich sich vergeblich bemüht, seinen aufsässigen und faulen Schülern Wissen
einzutrichtern. Außerdem ist er stets besorgt, seine Stellung in der Schlossschule zu verlieren, die aber ohnehin bald geschlossen werden soll. Die Schule wurde seinerzeit von der Baronin von Wolkenfeld gegründet, doch der Baron war stets der Meinung, die Schlosskinder könnten auch die Stadtschule besuchen. Währenddessen freut sich der nichts ahnende Wampl auf den Besuch des Gutsverwalters Herrn von Wichtig. Stanislaus, der Sohn des Gutsverwalters, soll trotz seiner mangelhaften Leistungen als Bester bei einem Leistungswettbewerb abschneiden. Doch Stanislaus selbst möchte am liebsten der Schule verwiesen werden.
Als Belohnung für die Prämierung seines Sohnes zeigt Wichtig Wampl einen Brief, den er absenden
will. Von diesem Brief hofft Wampl, es befinde sich die Genehmigung für seine vor zwölf Jahren beantragte Zulage darin. Der Zwang, dem dummen Stanislaus einen Preis geben zu müssen, bringt Wampl kurzzeitig in Konflikt mit
seinem Gerechtigkeitssinn. Gemeinsam mit Nettchen, seiner Tochter, überlegt
er, wie die als Preise ausgesetzten Bücher verteilt werden sollen. Als abschreckendes Beispiel soll der Gassenjunge Willibald keinen Preis bekommen.
Zum Entsetzen von Wampl eröffnet Wichtig ihm, daß Baron von Wölkenfeld persönlich in einer Stunde ein Examen abnehmen wolle. Jede unbeantwortete Frage oder falsche Antwort habe Wampl persönlich zu verantworten. In seiner Not ruft Wampl nach Franz, der ihm aus der
Klemme helfen soll. Franz ist der Aufseher der Schule und in Nettchen verliebt. Tatsächlich er eine Idee: Die Reihenfolge der Fragen und der aufzurufenden Schüler wird festgelegt. Jeder Schüler erhält einen Zettel mit der passenden Antwort, den er in seine Mütze legen und auf diese Weise ablesen kann. Aus Dankbarkeit verspricht
Wampl Franz die Hand seiner Tochter. Willibald, der den Plan gehört hat, beschließt, den Plan von Wampl und Franz zu durchkreuzen und stiftet dabei ein heilloses Chaos.
Aufführungen sind in der Woche des Schuljubiläums: Montag bis Donnerstag, 17. bis 20. November jeweils 20 Uhr in der Aula des Fürstenberg-Gymnasiums. Erwachsene sieben Euro, Jugendliche drei Euro. Karten sind ab Montag, 10. November, im Vorverkauf im Sekretariat erhältlich oder an der Abendkasse.
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