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 "Ich war ein schlechter Schüler -
 ich musste Lehrer werden" 

Studienrat Rüdiger Schell feiert das 40. Dienstjubiläum 
Ende Juli geht der Pauker in den Ruhestand 




Donaueschingen (suzy). "Ich war ein furchtbar schlechter Schüler", schmunzelt Rüdiger Schell. Und genau deshalb sei er auch Lehrer geworden. Der Studienrat des Fürstenberg-Gymnasiums feierte sein 40. Dienstjubiläum. Allerdings nur in kleinem Rahmen, schließlich "geht und fällt die Schule nicht, nur weil ich schon 40 Jahre lang Lehrer bin." 

Die Lieblingsfächer von Studienrat Rüdiger Schell sind Gemeinschaftskunde und Geschichte. Oft sitzt er noch nach Schulschluss über seinen Büchern.
Foto: Spieldenner



Der 64-Jährige erinnert sich noch genau an die Schulzeit: "Wir wurden früher von den Lehrern ziemlich rumgeschubst", sagt er. "Und das musste doch einmal anders gemacht werden." 

Doch wie hat die Laufbahn zum Pauker eigentlich angefangen? Da muss Schell nicht lange überlegen. Sein Studium in Geschichte, Deutsch und wissenschaftlicher Politik absolvierte er in Freiburg, Heidelberg und München. Nach dem Staatsexamen 1966 kam er durch sein Referendariat nach Donaueschingen. 

"Eigentlich habe ich nie darauf spekuliert hier zu bleiben." Und doch kam es so. Der Gengenbacher (bei Offenburg) kandidierte mit 29 Jahren für den Gemeinderat und wurde zum Stadtrat gewählt. Außerdem hatte er zwischenzeitlich auch geheiratet. "Und dann blieb man halt da." Auch die Arbeit im Fürstenberg-Gymnasium gefällt ihm. "Wir waren eine kleine, verschworene Gemeinschaft", blickt er zurück. Mit "wir" meint er das Lehrerkollegium. Junge Lehrer, die "mit mir zusammen alt geworden sind." 1983 wurde er zum Studienrat gewählt. Fortan hieß es auch zusätzlich Prüfungen in zwei auswärtigen Schulen abzunehmen. So hat er seither bis zu 900 Schüler geprüft. Auch an der Ausbildung von Referendaren ist er beteiligt. "Ja, meinen Beruf hat man mir immer mit einem Prickeln angereichert." 

Doch bei der Frage, was denn seine Lieblingsfächer sind, wird er kurz still: "Eigentlich mag ich ja alle, aber Geschichte und Gemeinschaftskunde sind mir dann doch die Liebsten." So sei sein Wissen in der Kommunalpolitik immer für den Unterricht dienlich gewesen. Schließlich war der 64-Jährige nicht nur stellvertretender Oberbürgermeister und 17 Jahre lang Fraktionssprecher der SPD im Gemeinderat, er sitzt auch seit 32 Jahren im Kreistag. 

Die schönen Erinnerungen der vergangen 40 Jahre trägt Rüdiger Schell in seinem Herzen. Denn bald hat es sich ausgepaukt. "Ich muss in Rente", trauert der Pauker. Und das schon im Juli. 

Dokumentation aus dem Schwarzwälder Boten / Lokalredaktion Donaueschingen  
 Datum:  25.01.03

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