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Zivildienst in 3000 Metern Höhe 

Björn Wehinger fiebert Peru entgegen 



Bräunlingen. Mit dem Finger ging er bereits auf die Reise. Auch in Gedanken war Björn Wehinger schon oft in Peru. Ab August wird der Bäunlinger dort ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) absolvieren. 

Mehr in Südamerika als beim bevorstehenden Abitur seien derzeit seine Gedanken, gibt der Abiturient am Fürstenberg-Gymnasium in Donaueschingen zu. Anstelle eines Zivildienstes bekam er bei der Erzdiözese Freiburg die Stelle für ein FSJ in dem Peruanischen Dorf Chiuchin. Die Zweihundert-Seelengemeinde liegt auf fast 3000 Metern Höhe mitten in den Anden. "Das wird auch eine körperliche Umstellung", weiß der Erdkunde-Leistungskursler bereits.

Bei einem Vorbereitungsseminar in Heidelberg wurde er auf die wichtigsten Dinge hingewiesen: Er muss sich gegen Hepatitis A und B sowie gegen Typhus und Gelbfieber impfen lassen. In der Hauptstadt Lima droht Gefahr durch Straßenkriminalität und überhaupt müsse man die Hygiene in dem südamerikanischen Staat peinlich genau unter die Lupe nehmen.

Das Jahr in Peru gilt als Zivildienstersatz. "Ich wollte den Zivildienst eben so sinnvoll wie möglich nutzen", begründet er seine Motivation. Wehinger freue sich besonders auf die Leute und die Kultur der Eingeborenen und auf die Jugendlichen, mit denen er zu tun haben wird. 

Als Hausmeister und Freizeitgestalter wird er sich in dem Internat "Albergue Escolar" um Schüler der Sekundarstufe kümmern. 

Damit er mit den jungen Peruanern zurechtkommt wird er auf eigene Kosten einen Spanischkurs belegen. "Ich bin mal gespannt, ob ich da wirklich genug lerne, um mich in Peru verständigen zu können." Dies musste er auch in seiner achtseitigen Bewerbung zusichern. Darin überzeugte er, dass er durch sein Engagement in der Jugendarbeit der Ministranten und des Turnvereins geeignet ist für den Job. 

Kurz vor Weihnachten bekam er die Zusage, dass er unter etwa 30 Bewerbern ausgewählt wurde. Nun packt er in Gedanken schon den Koffer, in den er mit Sicherheit seinen Fotoapparat und ein Fernglas mitnehmen wird - die Ausrüstung die der begeisterte Naturwissenschaftler für einen geplanten Ausflug in den Regenwald braucht. 

Dokumentation aus dem Schwarzwälder Boten / Lokalredaktion Donaueschingen  
 Datum:  23-1-03

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