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Wenn Vokabellernen plötzlich viel Spaß macht

Achtklässler des Fürstenberg-Gymnasiums verbringen zwei Wochen in Millau

Donaueschingen. 

Was lange währt, bringt doch immer wieder auch neue Eindrücke und Erlebnisse.
Dies erleben augenblicklich 22 Schülerinnen und Schüler der verschiedenen achten Klassen des Fürstenberg-Gymnasium, die seit dem vergangenen Montag zu einem 14-tägigen Austauschaufenthalt an der Partnerschule in Millau / Südfrankreich verweilen. 
(Es ist bereits der 27. Austausch.)


Neben der Teilnahme am schulischen Leben des Collège Marcel Aymard haben die deutschen Partnerschüler auch Gelegenheit, viele Besonderheiten der Stadt Millau und Umgebung kennenzulernen. So eine Besichtigung der riesigen Baustelle des Viaduktes, welches in unmittelberer Nähe zur Stadt das tiefe und breite Tal des Tarn mit fast 2,5 km überspannen soll, als aufwendigstes und imposantestes Teilstück der geplanten Autobahn A 75 zwischen Bezier - Clermont-Ferrand und Paris.
Mit einer maximalen Höhe von 343 m über dem Tal wird es die höchste Brücke der Welt sein, vielleicht auch bei Baukosten von 310 Millionen Euro eine der teuersten Brücken. Entworfen wurde das gigantische Bauwerk vom englischen Architekten Lord Norman Foster (ebenfalls Planung Neugestaltung des dt. Reichstag in Berlin). 

Das Staunen der Schüler war groß, bei einer Führung das Ausmaß dieses gigantischen Bauwerkes zu erfahren; zu erkennen, dass selbst der Eiffelturm an Höhe von dieser Brücke übertroffen wird und ca. 500 Arbeiter dabei sind, dieses Bauwerk voranzutreiben. Noch wachsen derzeit erst die mächtigen Pfeiler in die Höhe, doch das Ziel ist auf den Tag genau definiert: am 10. Januar 2005 soll die Brücke eingeweiht werden. Grund zur Freude für die Autofahrer, welche mehrere Stunden Fahrtzeit einsparen und für die Stadt Millau, die damit vom Durchgangsverkehr erheblich befreit wird.
Der Aufenthalt in Millau findet in diesem Jahr bereits im März statt und brachte - allen bedenken zum Trotz - seit Beginn alle Tage Sonne und Wärme zur Freude der Teilnehmer nach dem jüngst erlebten schneereichen Baaremer Winter mit sich. Zusammen mit den Begleitlehrern Désirée Wittkowski und Eberhard Kern haben die Schüler aus Donaueschingen ein reichhaltiges Tagesprogramm, erfahren das unterschiedliche Leben an einer französischen Schule, wie auch in der Partnerfamilie und nicht zuletzt in einer Sprache, die es zu erlernen und zu erweitern gilt. Da freuen sich die Lehrer, zu sehen wie das Vokabellernen bei den Schülern sich von der Pflicht zum Bedürfnis wandelt, wo jedes erlernte Wort doch vor Ort so nützlich sein kann und sich die Kontakte mit den französischen Partnern von Tag zu Tag intensivieren. Mit diesen zusammen finden während des Aufenthaltes auch zwei Ausflugsfahrten statt, wovon eine bereits in den nahegelegenen Ort Roquefort führte, wo die Besichtigung der weiträumigen Höhlenkeller einer der Käseproduzenten das Interesse an diesem hier weltberühmten Schimmelkäse weckte und einer nachfolgenden Fahrt über die Hochebene des Larzac mit seiner weiten Schafweidelandschaft und den spärlich gestreuten und urtümlichen Dörfern vielfältige Eindrücke dieser besonderen Landschaft hinterließen.
Nach dem nun folgenden Wochenende in der Gastfamilie sind in der kommenden Woche weitere Aktivitäten geplant. Alle freuen sich auf eine Fahrt ans Meer in die Camarque, gemeinsam mit den französischen Partnern, doch was das Baden angeht ist die Freude sicherlich etwas zu früh geraten.... 
Am Freitag der kommenden Woche soll die Rückfahrt nach Donaueschingen erfolgen,
und im Juni werden die Partner dann zum Gegenbesuch nach Donaueschingen erwartet.

Dokumentation aus dem Schwarzwälder Boten / Lokalredaktion Donaueschingen  
 Datum:  16-3-03  Bilder (teilw.ergänzt) : E.Kern

Hinweis:
An dieser Stelle veröffentlichen wir Presseberichte die sich mit unserer Schule befassen.
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Die Veröffentlichung des Artikels geschieht mit freundlicher Genehmigung des Schwarzwälder Boten.

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