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Finnland-Jazz zum Gymnasiums-Jubiläum 

Ex-Donaueschinger Sid Hille und sein "Platypus Ensemble" 
spielen zum 225. des Fürstenberg-Gymnasiums 



Aus Finnland weht ein frischer Jazzwind mit Donaueschinger Wurzeln: Eine der von Publikum und Kritik am meisten geschätzten Gruppen ist das in Helsinki ansässige "Platypus Ensemble". Der ursprünglich aus Donaueschingen stammende Pianist und musikalische Leiter des Quartetts, Sid Hille, hat drei der renommiertesten finnischen Jazzmusiker von Rang um sich geschart. Am 14. November kann man das Quartett im Donaueschinger Fürstenberg-Gymnasium erleben - als Jubiläumsveranstaltung zum 225-jährigen Bestehen der Schule.

Saxophonist Manuel Dunkel und Schlagzeuger Teppo Mäkynen sind vielfach mit Preisen ausgezeichnete junge Meister ihres Fachs, der Kontrabassist Ari-Pekka Anttila gehört seinerseits zu den meistgesuchten Bassisten Skandinaviens. Hille selbst hatte schon zu Studienzeiten im holländischen Utrecht die Aufmerksamkeit und das Wohlwollen der Jazzkritik auf sich lenken können. 

Mit der Gründung des "Platypus Ensemble" und insbesondere dessen neuer CD "Gestalt" hat das Lob international einen neuen Höhepunkt erreicht. Der Name ist Programm: "Platypus" ist das australische Schnabeltier, eine Mischung aus Säugetier und Reptil, das zur Zeit seiner Entdeckung von Seiten der Naturwissenschaft als eine biologische Unmöglichkeit betrachtet wurde. 

Musikalisch vereinen Sid Hilles Kompositionen Blues- und Jazztradition mit Kontrapunkt einerseits und freier Improvisation andererseits; dabei bewahrt die Musik ihren persönlichen Charakter, ohne sich in eine Schablone pressen zu lassen.

Zentral steht, wie es in der Musik auch sein soll, die Kommunikation zwischen den Musikern. Im Sinne Beethovens, der seinerzeit das Streichquartett mit der Konversation vierer intelligenter Menschen verglich. Moderner europäischer Jazz mit deutlicher skandinavischer Prägung; hier und da mag der eine oder andere das besondere Licht des weiten nordischen Himmels heraushören, die taghellen Mittsommernächte oder aber die glasklaren Nächte Lapplands bei 35 Grad minus. Auch ohne bildhafte Assoziationen steht die Musik des "Platypus Ensemble" für sich selbst, während Spielfreude und Intensität von den Gesichtern der vier Musiker strahlt.


Dokumentation aus dem Südkurier  > 23-10-2003<      Lokalausgabe Donaueschingen

Hinweis:
An dieser Stelle veröffentlichen wir Presseberichte die sich mit unserer Schule befassen. Für die jeweiligen Inhalte sind wir nicht verantwortlich, auch geben diese nicht unbedingt unsere Meinung wieder.
Die Veröffentlichung des Artikels geschieht mit freundlicher Genehmigung des Südkurier.

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