Japan als Schul-Experiment
Fürstenberg-Gymnasium:
Neue Japan-AG holt erstmals auch andere Schulen ins Boot
Donaueschingen (mp) Die Städtepartnerschaft zwischen Donaueschingen und Kaminoyama in Japan blüht in der jungen Donaueschinger Generation verstärkt auf. Am Fürstenberg-Gymnasium haben sich jetzt erstmals nach fünf Jahren insgesamt 20 Schüler aus den Klassen 9 und 12 in einer Japan-AG zusammengefunden. Der Clou: Gastschüler aus anderen Schulen sind erstmals zur Teilnahme willkommen, gab jetzt der zuständige Lehrer Hubert Kaiser bekannt.
Junges Interesse an Japan
Die Begeisterung über die Städtepartnerschaft mit Kaminoyama stand Oberbürgermeister Bernhard Everke am Vortragsabend im Rathaus über den japanischen Dichter Saito Mokichi ins Gesicht geschrieben. Von der Deutsch-Japanischen Gesellschaft organisiert, lobte der erste Mann der Stadt insbesondere die Anwesenheit von interessierten Schülern im Anschluss der Veranstaltung.
Das Interesse der anwesenden jungen Leute hat einen guten Grund: Am Fürstenberg-Gymnasium gibt es seit kurzer Zeit eine Japan-AG - die erste nach fünf Jahren Zwangspause, weil Lehrermangel für den ausgefallenen freiwilligen Unterricht herrschte.
Ein spannendes Unterfangen steht nun Lehrern und Schülern gleichermaßen bevor. Zwanzig Schüler aus den Klassen 9 und 12 treffen sich 14-tägig zum Kulturaustausch. Jeweils donnerstags zwischen 14.15 und 16 Uhr erkunden dann die jungen Leute die fernöstlichen Welt in allen Facetten.
Wie der zuständige Lehrer Hubert Kaiser erklärte, reichen die Inhalte der Arbeitsgemeinschaft von einem "Mini-Sprachkurs", den voraussichtlich Yuko Gölte aus Aufen geben wird, über das Entdecken der kulinarischen Welt in gemeinsamen Kochaktionen bis hin zu Informationen über Politik und japanischem Schulwesen.
Nicht die Vermittlung von grauer Theorie, sondern das gemeinsame Erleben der anderen Kultur stünde im Mittelpunkt, machte Kaiser deutlich. Dazu gehören Ausflüge, wie am kommenden Donnerstag etwa, zur Memorial-Tafel an der Donau oder auch ins Rathaus genauso, wie möglicherweise Gastbesuche nach Kaminoyama.
Eine Aussicht, die die Herzen der Schüler im Vorfeld bereits höher schlagen lässt. Allerdings: Alle zwei Jahre nur kommen zwischen acht und zehn Schüler in den Genuss die Partnerstadt Kaminoyama in Japan zu bereisen.
OB Everke geriet ins Schwärmen: "Seit Jahren rege ich das an, und freue mich ganz besonders über das neue Angebot." Die Donaueschinger Schüler könnten erheblich von der Lebenserfahrung der Schulkollegen aus Japan profitieren. "Der Sinn für das Schöne wird geschärft, Bescheidenheit erfahren, und die jungen Leute werden sehr viel lernen", gibt sich Everke überzeugt.
Geplant ist, dass auch Schüler anderer Schulen in die Arbeitsgemeinschaft des Fürstenberg-Gymnasiums aufgenommen werden sollen. "Für die älteren Schüler stehen auch mal außerplanmäßige Aktionen auf dem Programm", so Lehrer Kaiser.
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Dokumentation aus dem Südkurier
> 13-10-2003< Lokalausgabe
Donaueschingen
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