| Neues
Betreuungsmodell am Gymnasium
Eltern führen Mittagsaufsicht
Die Ganztagsbetreuung für Schüler ist in aller Munde.
Bloß woher das Geld dafür nehmen? Am Fürstenberg-Gymnasium startet, aus der Not geboren, ein Projekt, das die Eltern von Fünftklässlern in die Nachmittagsaufsicht einbindet.
VON
DOROTHEA SCHWARZ
Donaueschingen - Not macht bekanntlich erfinderisch - so auch am Fürstenberg-Gymnasium, wo heuer mit dem achtjährigen Gymnasium begonnen wurde: Die Konzentration der Fächer zwingt nun auch die jüngsten zu drücken. Doch bei über 150 Fünftklässlern drohte der obligatorische Aufenthaltsraum "Glaskasten" aus allen Nähten zu platzen, so dass Klassenzimmer als Aufenthaltsräume über die Mittagszeit geöffnet wurden.
Auch die 5e von Klassenlehrer Bernd Heinowski hielt sich in einem der Klassenzimmer auf, dabei kam es aber zu kleineren Raufereien, so dass der engagierte Pädagoge Handlungsbedarf sah-. "In den ersten Wochen entstehen Verhaltensweisen die sich die komplette Schulzeit durchziehen, die einen haben Narrenfreiheit, die anderen Schulangst, dem muss sofort entgegen gewirkt werden". Eine Mittagsbetreuung der Sextaner stand außer Frage - allein die Personalfrage stand zur Debatte.
So regte der Gymnasiallehrer am ersten Elternabend an, dass jeweils ein Elternteil am Montagnachmittag die Betreuung der 29 Schüler übernehmen sollte. Bis Januar ist die Mittagsbetreuung durch Elternteile der 5e nun geregelt.
Mit Mittagessen
Seitens der Schule wurde eine Fluraufsicht durch eine Lehrkraft veranlasst, daneben soll es zwei Stillarbeitsräume geben. Zusätzlich können die Schüler das Angebot der Karl-Wacker-Schule wahrnehmen und für 3,70 Euro dort zu Mittag essen - bis beim Roten Kreuz ein Mittagstisch eingerichtet ist.
Rektor Rudolf Strasser gab diese Woche grünes Licht für das Pilotprojekt am Fürstenberggymnasium, das sich noch sehr nach Zukunftsmusik anhört, doch gleichzeitig einen Übergang zur notwendigen Ganztagsbetreuung signalisiert.
!-- -- TEXTANFANG>
|