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Den "Stoßlüftern" winkt eine Belohnung 

Umweltprojekt am Fürstenberg Gymnasium will Energiebewusstsein bei Schülern und Lehrern fördern 

Donaueschingen 


Donaueschingen - Die Fenster sind geöffnet und die Heizkörper laufen auf Hochtouren. Das ist ein "Horrorszenario" für die Mitglieder der Initiative, die am Donaueschinger Fürstenberg Gymnasium Aufklärung in Sachen Energie- und Umweltbewusstsein betreiben wollen. Gestern läuteten Schüler und Lehrer ein auf Dauer angelegtes Umweltprojekt ein. 


Energiesparmanager bilden zukünftig in jeder Klasse der Stufen fünf bis elf ein Energiespar-Team, das auf den sorgsamen Einsatz von Energie achten soll. Der Gruppe obliegt beispielsweise die Regulierung der Heizkörper und die Kontrolle der Beleuchtung. "Einige Mitschüler fassen das Projekt vorerst noch als Scherz auf", sagt eine Energiemanagerin der Klasse 10b, Ann-Sophie Allmaier: "Ich hoffe aber, dass alles durchgesetzt wird". In den ersten Projektwochen müssen sich die Schüler zum Beispiel an das Stoßlüften gewöhnen. Anstatt einige Fenster kontinuierlich gekippt zu lassen, was hohe Heizkosten verursacht, werden alle Fenster fünf Minuten lang ganz geöffnet und dann wieder geschlossen. Die Energiemanager müssen ihren Mitschülern die Vorteile dieser Methode nahe bringen. Die Arbeit des Energiespar-Teams soll sich für die ganze Klasse auszahlen. Drei Lehrer und die Mitglieder der Umwelt AG bewerten die Leistungen einer Klasse nach einem Punktesystem. Eine Rangliste wird einmal im Monat veröffentlicht. Die bestplatzierte Klasse erhält einen Preis. Dieser Wettbewerb soll alle Schüler - nicht nur die Energiespar-Teams - motivieren, den Energieverbrauch zu reduzieren. Energiemanagerin Stephanie Riegger aus der Klasse 10e bringt es auf den Punkt: "Letzter wollen wir nicht sein." 

Wer weniger heizt, spart Geld. Die Maßnahmen werden sich positiv auf den Kontostand der Schule und den Haushalt Donaueschingens niederschlagen. Zwischen Gymnasium und Stadt besteht eine Vereinbarung nach der ein Großteil des eingesparten Betrages als Belohnung an die Schule geht. Dieses Geld steht für neue Energiespar-Projekte zur Verfügung. Laut Norbert Kleikamp, einem der betreuenden Lehrer, liegen erste Zahlen über den Erfolg der Sparmaßnahmen noch vor Weihnachten vor.

Kleikamp will auch seine Kollegen auf das Umweltprojekt einschwören: "Ohne Lehrer geht es nicht." Dass auch bei Lehrkräften Informationsbedarf besteht, weiß Andre Kollmer aus der Klasse 9c: "Wenn die Sonne scheint, sollen wir den Rolladen zu machen und das Licht anschalten."


Dokumentation aus dem Südkurier  > 21-11-2002<      Lokalausgabe Donaueschingen

Hinweis:
An dieser Stelle veröffentlichen wir Presseberichte die sich mit unserer Schule befassen. Für die jeweiligen Inhalte sind wir nicht verantwortlich, auch geben diese nicht unbedingt unsere Meinung wieder.

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