Mit
dem kommenden Schuljahr beginnt am Fürstenberg-Gymnasium
in Donaueschingen die konkrete Planung für die
Umsetzung des so genannten Turbo-Abiturs nach acht
Schuljahren - ein Jahr früher als es das
Kultusministerium in Baden-Württemberg ab 2004
generell an den allgemein bildenden Gymnasien
vorsieht.
Wie Oberstudiendirektor Rudolf Strasser - seit einem
Jahr neuer Schulleiter - im Gespräch mit dem Schwarzwälder
Bote erklärt, sei der entsprechende Antrag von der
Stadt Donaueschingen als Schulträger und vom
Oberschulamt in Freiburg bereits genehmigt und liege
dem Kultusministerium zur Prüfung vor.
Wichtige Inhalte der Reform sind dabei vor allem die Förderung
neuer Lernkulturen durch das selbständige,
projektorientierte Arbeiten der Schüler. Nicht
zuletzt sollen Schüler dadurch ihren Neigungen
entsprechend eigene Schwerpunkte neben den
Kernkompetenzfächern Deutsch, Mathematik und
Fremdsprache mit so genannten Neigungs- und Profilfächern
setzen. Erste Prüfungen in der gymnasialen Oberstufe
werden 2012 sein. Somit dürften in Donaueschingen
auch die ersten Erfahrungswerte auch ein Jahre früher
zu erwarten sein, als an den übrigen Schulen.
"Wir sind für den anstehenden Schritt gut
versorgt", skizziert er die personelle
Ausstattung. Für den ebenfalls geplanten Ergänzungsbereich
mit einer Informatik-AG sei allerdings abzuwarten, ob
sich letztendlich Engpässe ergeben werden.
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Oberstudiendirektor
Strasser sieht hierbei auch einen gewissen
Modellcharakter für das Gymnasium. Der Donaueschinger
Schulleiter zeigt sich zuversichtlich, dass die Ziele
der Umsetzung der neuen Bildungsstandards am Fürstenberg-Gymnasium
mit derzeit 1074 Schülern erreicht werden. Mit einem
Notendurchschnitt im jüngsten Abitur von 2,2 gegenüber
2,4 im langjährigen Landesmittel könne sich die
Bildungseinrichtung im unmittelbaren Vergleich
durchaus sehen lassen, wie Strasser für die 101
Abiturienten in diesem Jahr betont.
Ein Schnitt, der sich seit 1991 konstant wie ein roter
Faden durch die Statistik ziehe. Damit hätten nicht
nur 75 Prozent des Jahrgangs der fünften Klasse (135)
nach neun Jahren ihr angestrebtes Ziel am Fürstenberg-Gymnasium
erreicht, sondern auch über ein Drittel der Schulabgänger
eine Eins vor dem Komma. Auch die Konstanz in der Übergangsquote
im Vergleichszeitraum dokumentiere eine lineare
Entwicklung der jährlichen Schülerzugänge und damit
Zuspruch der Eltern. Für das kommende Schuljahr
wurden 1077 Schüler angemeldet.
Nach den internen Berechnungen ergebe sich für die
vergangenen vier Jahre ein Übergangstrend von 26,7
Prozent, für die letzten fünf Jahren von 27,2 und für
die zurück liegenden zehn Jahre gar von 27,3 Prozent.
Trotz der Mitte der 70-er Jahre initiierten
Oberstufenreform und mindestens weiteren 15
Folgereformen habe sich die umfassende Neugestaltung
der Bildungspläne nicht negativ in Donaueschingen
ausgewirkt. |