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Abi-Noten über Landesschnitt

Turbo-Gymnasium startet als Modellversuch im Schuljahr 2003/2004

Von Franz-J. Filipp

Mit dem kommenden Schuljahr beginnt am Fürstenberg-Gymnasium in Donaueschingen die konkrete Planung für die Umsetzung des so genannten Turbo-Abiturs nach acht Schuljahren - ein Jahr früher als es das Kultusministerium in Baden-Württemberg ab 2004 generell an den allgemein bildenden Gymnasien vorsieht.

Wie Oberstudiendirektor Rudolf Strasser - seit einem Jahr neuer Schulleiter - im Gespräch mit dem Schwarzwälder Bote erklärt, sei der entsprechende Antrag von der Stadt Donaueschingen als Schulträger und vom Oberschulamt in Freiburg bereits genehmigt und liege dem Kultusministerium zur Prüfung vor.

Wichtige Inhalte der Reform sind dabei vor allem die Förderung neuer Lernkulturen durch das selbständige, projektorientierte Arbeiten der Schüler. Nicht zuletzt sollen Schüler dadurch ihren Neigungen entsprechend eigene Schwerpunkte neben den Kernkompetenzfächern Deutsch, Mathematik und Fremdsprache mit so genannten Neigungs- und Profilfächern setzen. Erste Prüfungen in der gymnasialen Oberstufe werden 2012 sein. Somit dürften in Donaueschingen auch die ersten Erfahrungswerte auch ein Jahre früher zu erwarten sein, als an den übrigen Schulen. "Wir sind für den anstehenden Schritt gut versorgt", skizziert er die personelle Ausstattung. Für den ebenfalls geplanten Ergänzungsbereich mit einer Informatik-AG sei allerdings abzuwarten, ob sich letztendlich Engpässe ergeben werden.
Oberstudiendirektor Strasser sieht hierbei auch einen gewissen Modellcharakter für das Gymnasium. Der Donaueschinger Schulleiter zeigt sich zuversichtlich, dass die Ziele der Umsetzung der neuen Bildungsstandards am Fürstenberg-Gymnasium mit derzeit 1074 Schülern erreicht werden. Mit einem Notendurchschnitt im jüngsten Abitur von 2,2 gegenüber 2,4 im langjährigen Landesmittel könne sich die Bildungseinrichtung im unmittelbaren Vergleich durchaus sehen lassen, wie Strasser für die 101 Abiturienten in diesem Jahr betont.

Ein Schnitt, der sich seit 1991 konstant wie ein roter Faden durch die Statistik ziehe. Damit hätten nicht nur 75 Prozent des Jahrgangs der fünften Klasse (135) nach neun Jahren ihr angestrebtes Ziel am Fürstenberg-Gymnasium erreicht, sondern auch über ein Drittel der Schulabgänger eine Eins vor dem Komma. Auch die Konstanz in der Übergangsquote im Vergleichszeitraum dokumentiere eine lineare Entwicklung der jährlichen Schülerzugänge und damit Zuspruch der Eltern. Für das kommende Schuljahr wurden 1077 Schüler angemeldet.

Nach den internen Berechnungen ergebe sich für die vergangenen vier Jahre ein Übergangstrend von 26,7 Prozent, für die letzten fünf Jahren von 27,2 und für die zurück liegenden zehn Jahre gar von 27,3 Prozent. Trotz der Mitte der 70-er Jahre initiierten Oberstufenreform und mindestens weiteren 15 Folgereformen habe sich die umfassende Neugestaltung der Bildungspläne nicht negativ in Donaueschingen ausgewirkt.

Dokumentation aus dem Schwarzwälder Boten / Lokalredaktion Donaueschingen  
 Datum:  5-7-02

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