FG-Schüler erkunden
europäische Metropolen
Zwölftklässler auf Studienfahrt in München, Paris,
London, Prag und Neapel
Ein Jahr vor dem Abitur hat sich die Schule für die Schüler
der Jahrgangstufe 12 am Fürstenberg-Gymnasium noch mal von
ihrer schönsten Seite gezeigt: mit Klassenfahrten. Dabei
wurde auch dieses Jahr wieder Ziele ausgesucht, die zum
jeweiligen Leistungskurs (LK) passten.

Die Studienfahrt des LK Erdkunde ging in Begleitung der
Lehrer Eberhard Kern und Annemie Binder zum Golf von Neapel. Tägliche
Ausflugs- und Besichtigungsfahrten standen auf dem Programm:
Besuch der fast 2000 Jahre alten römischen Ruinenstadt
Pompeji, Abstieg in die (räumliche) "Unterwelt" von
Neapel, ein riesiges Höhlenlabyrinth, geschaffen im
Untergrund der Stadt. Unglaubliche Hitze, kombiniert mit
Wasser-, Kohlensdioxid- und stinkenden Schwefeldämpfen
erlebten die Studienfahrer auf den Phlegräischen Feldern am
Golf von Neapel, einem postvulkanischen Gebiet. Hier ließ
"Mutter Erde" eindrucksvoll grüßen.
Den Deutsch-LK führte die Studienfahrt nach Prag. Die
Schüler erkundeten mit ihrem Tutor Heinowski, und einer
tschechischen Reiseleiterin die Stadt. Dabei begaben sie sich
auf die Spuren Kafkas, bestiegen den Hradschin mit der Inneren
Burg und dem Veitsdom und beobachteten die berühmte
astronomische Uhr am Rathausturm. Vervollständigt wurde das
Programm durch eine nächtliche Schifffahrt auf der Moldau und
einem Ausflug zur Burg Karlsstein, dem ehemaligen
Aufbewahrungsort des deutschen und böhmischen Kronschatzes.
Neben diesem eher unterhaltsamen Teil informierte sich die
Gruppe im früheren Ghetto und Durchgangslager Theresienstadt
über das unmenschliche Schicksal tausender von Juden und
politischen Gefangenen. Außerdem besuchten die Schüler die
Gedenkstätte von Lidice, einem Dorf, das 1942 in einem Akt
der Vergeltung von SS-Truppen vollständig ausgelöscht und
dessen Bevölkerung größtenteils umgebracht worden war.
Für die 24 Schüler der zwei Englisch-LKs ging's für
eine Woche nach London. Zahlreiche Besichtigungen der berühmten
Sehenswürdigkeiten der Weltstadt standen auf dem Programm:
das Westminster Abbey ebenso wie das House of Parlament und
die Königliche Residenz im Buckingham Palace. Das berühmte
Wachsfigurenkabinett von Madame Tussaud wurde natürlich nicht
ausgelassen. Eine besondere "Delikatesse" war eine
Einführung in die Shakespearesche Aufführungspraxis durch
einen Schauspieler. Nach siebenstündiger Zugfahrt kam der LK
Bildende Kunst an seinem Ziel in Paris an. Natürlich
wurde fast jeder Tag der Kunst gewidmet: Etwa im Centre
Pompidou, im Musée Rodin der Bildhauerei Auguste Rodins, im
Musée du Louvre die Kunst der vergangenen Jahrhunderte von
der Antike bis zum 19. Jahrhundert. Ein Ausflug nach
Versailles, die Architektur Louis XIV und die Gartenkunst des
17. Jahrhunderts verschafften den zukünftigen Abiturienten
bleibende Eindrücke. Freie Zeit im Pariser Stadtleben, die
Erfahrung Eiffelturm, der Besuch des Friedhofs Pierre La
Chaise und der Satellitenstadt La Défense, Montmartre mit
Sacré Cour, Notre Dame und eine Seinerundfahrt rundeten den
Aufenthalt in Paris ab. Den Mathematik-LK verschlug es
bei der Studienfahrt nach München. Stadtrundgang mit
Besteigung des Turms der Frauenkirche bei hervorragender Sicht
auf die nähere und weitere Umgebung sowie eine Visite des
Olympiageländes, der Besuch der eindrucksvollen KZ-Gedenkstätte
Dachau - das sind schon fast obligatorische Programmpunkte.
Die Bavaria Filmstudios durften natürlich ebenso wenig
fehlen, wie eine Führung durch die Feuerwehrhauptwache. Der Höhepunkt
war natürlich der Besuch des Deutschen Museums. Die Schüler
konnten sich dabei auf ihre Interessengebiete frei
konzentrieren, doch die meisten nahmen auch den Hinweis auf,
dass auch die mathematische Abteilung beachtet werden sollte.
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