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Les voilà - sie sind da!

Was lange währte wurde endlich gut: die 25 jungen Partnerschüler der kleinen französischen Insel La Réunion im Südlichen Indischen Ozean sind in Donaueschingen eingetroffen.

 

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Nachdem im vergangenen Oktober kurz vor dem Abflug nach Europa die Reise wegen der Ereignisse des 11.September aus Sicherheitsgründen abgesagt wurde, durften die jungen Fanzosen nun ihren langersehnten Besuch auf der Baar verwirklichen. Nach einem Nachtflug von St.Denis, der Hauptstadt des fernen Überseedépartements, nach Paris und von dort gleichfalls mit Flieger nach Straßburg, trafen alle dann am Samstag per Bus wohlerhalten am Fürstenberg-Gymnasium ein. Mit gespannter Erwartungsfreude waren bereits alle deutschen Partner mit Eltern auf dem Schulhof versammelt.

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Schulleiter Rudolf Strasser begrüßte bei einer kleinen Willkommensfeier im Gymnasium die Anwesenden und würdigte die Aufnahmebereitschaft der hiesigen Partnerfamilien, wie auch das Engagement der begleitenden Lehrer und Lehrerinnen, auf französischer Seite Frau Britta Stelzer und Frau Mireilla Ramin, vom Gymnasium Frau Gabriele Rottenecker, Frau Désirée Wittkowski und Herr Eberhard Kern. Nach einem ersten Wochenende in der jeweiligen Partnerfamilie erwartet die jungen Réunionaisen ein umfangreiches Programm für den 17- tägigen Aufenthalt: Fahrten an den Bodensee, nach Schaffhausen, nach Rottweil in den Schwarzwald und nach Freiburg sollen eine andere Landschaft zur Erfahrung bringen, und der Besuch von Unterrichtsstunden bei ihren Partnern in den 8. bzw. 9. Klassen das etwas andere Schulleben in Deutschland. Besonders spannend wird zu Wochenbeginn der Aufenthalt auf der Schwenninger Eisbahn - ein wahrlich ungewohnte Fortbewegungsfläche für die jungen Gäste aus den Tropen. Gleichfalls spannend wird aber auch der 'Begegnungsabend' in der Aula des Gymnasiums in der 2. Aufenthaltswoche mit umfangreichem Programm für Partner, Eltern und weiteren geladenen Gästen.

Erstmals waren im März 1999 Schüler des Collège de Cambuston in St.André auf die Baar gereist. Diese erfolgreiche Begegnung - an ein Austausch ist derzeit noch nicht gedacht - hat nunmehr eine Erweiterung erfahren: eine weitere Schule, das Collège des Gebirgsortes Salazie auf der Vulkansinsel nimmt mit der halben Schülerzahl teil. Man mag es kaum glauben, doch auf diesen fast 10 000 km von uns entfernten Schulen lernen die Schüler auch die deutsche Sprache. So liegt es auch nahe, deren Ursprungsland näher kennenzulernen und diese Sprache dort anzuwenden.
La Réunion ist eine Insel von der Größe des Saarlandes und liegt zusammen mit Mauritius östlich von Madagaskar. Als ein Teil Frankreichs gehört die tropische Insel mit rund 600 000 Einwohnern zur Europäischen Gemeinschaft und auch zu "Euroland". Mit 3 Stunden Zeitverschiebung (uns vorweg) gabs dort sogar am 1.1. den EURO zuerst und , kaum einer hat bemerkt es: La Réunion ist auf allen Euroscheinen rückseitig aufgezeichnet, wenn auch etwas versteckt. Wer sucht - der findet es! Auf der Insel findet sich eine gut funktionierende multikulturelle Gesellschaft. Hier leben vielfältige ethnische Gruppen, wie Kreolen, Europäer, Inder, Chinesen und Afrikaner, Menschen unterschiedlichen Ursprungs und doch alle Franzosen, unterschiedlicher Hautfarbe, Kulturen und Religionen, friedlich nebeneinander. Entsprechend "bunt" ist die Schülerschar, die nun auf die Baar reiste, und sicherlich werden sie am Gymnasium schon äußerlich viel Aufmerksamkeit erwecken. Weit weg von zuhause, zum ersten Mal von der kleinen Insel weg im fernen Europa, mit 14/15 Jahren ganz auf sich alleine gestellt - für viele eine aufregende Herausforderung , die es nun zu bewältigen gilt. Doch der herzliche Empfang bei der Partnerverteilung im Gymnasium signalisierte deutlich - "Ihr seid Freude, seid herzlich willkommen !"



Dokumentation aus dem Südkurier  > 09-03-02<      Lokalausgabe Donaueschingen

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