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21.10.2002 
Spannende Märchen
Schüler des Fürstenberg-Gymnasiums auf Entdecker-Reise
Donaueschingen

Auch in diesem Herbst waren die Jugendliteratur-Veranstaltungen am Fürstenberg-Gymnasium ein voller Erfolg. Mit Unterstützung der Sparkasse Donaueschingen, Ricosta-Kinderschuhe, dem Oberschulamt und nicht zuletzt den Eltern der Klassen 5 und 6, die mit ihren Spenden die Veranstaltungen ermöglicht haben, ging die Veranstaltung über die Bühne.

Nachdem der Auftakt der diesjährigen Frederick-Veranstaltungen, die Harry-Potter-Zaubernacht, aus terminlichen Gründen schon am 13. September stattfinden musste, waren die Fünft- und Sechstklässler nun gespannt auf den Märchenerzähler Gidon Horowitz und auf den Jugendbuchautor Kai Meyer.

Gidon Horowitz (Bild) ist am Fürstenberg-Gymnasium kein Unbekannter, besuchte er die Schule doch nun schon zum dritten Mal und fasziniert jedes Mal aufs Neue die Kinder durch seine lebhafte und lustige Erzählweise. Saskia bemerkte: "Wenn man die Augen schloss, dann konnte man sich genau vorstellen, was er erzählte." Verblüfft waren viele auch, dass er die Märchen, die die Kinder selbst auswählen durften, nicht etwa vorlas, sondern wirklich frei vortrug.

Was allerdings Gidon Horowitz verblüffte und freute, war, dass auch unter den Kindern einige begabte Erzählerinnen waren, die ihnen bekannte Märchen erzählten. Alle Geschichten waren nicht in den bekannten Märchensammlungen zu finden und boten deshalb etwas Neues. Besonders gut kam bei vielen das von Gidon Horowitz selbst erfundene Märchen von der Familie Krummwurm an.

So bedauerten die Kinder, dass sie nach einer Stunde wieder in den Schulalltag eintauchen mussten; sie hätten sich gerne noch länger von der Zauberkraft, die auch heute noch von Märchen ausgeht, gefangen nehmen lassen.

Zum Abschluss der Frederick-Woche waren die Klassen 6b und 6d des Fürstenberg-Gymnasiums in die Donaueschinger Stadtbibliothek eingeladen, um den Jugendbuchautor Kai Meyer persönlich kennen zu lernen. Kai Meyer las aus "Die Fließende Königin" und "Das Steinerne Licht", beides Bände einer Roman-Trilogie, deren drittes Buch "Das Gläserne Wort" erst vor kurzem erschienen ist. Die Schüler ließen sich von Kai Meyer, der als Meister der magischen Realismus bezeichnet wird, in eine phantastische Welt entführen und lauschten gebannt, bis sie am Schluss noch einige Fragen zur Arbeitsweise des Autors stellen konnten. Besonders beeindruckte er mit der Bemerkung: "Ideen kommen wie Tagträume. Wenn man sie gleich aufschreibt - auf Zettel, in Schulhefte und Notizbücher - kommen immer neue Ideen hinzu." Wenn dann alle Ideen geordnet sind und das Konzept steht, braucht allerdings auch ein sehr diszipliniert arbeitender Autor wie Kai Meyer etwa drei Monate, bis ein Jugendbuch mit 250 bis dreihundert Seiten geschrieben ist.

Nicht nur Silvia und Alexandra, sondern auch Jens und Marc meinten: "Gut vorgetragen, spannende Geschichten - wir wollen mehr von Kai Meyers Büchern kennen lernen." Die Donaueschinger Bibliothek hat vorgesorgt und hält nicht nur die Titel der Trilogie, sondern auch andere Bücher des Autors zum Ausleihen bereit. Übrigens schreibt Kai Meyer, dessen Titel "Die Fließende Königin" für den Deutschen Bücherpreis 2003 nominiert wurde, nicht nur für Jugendliche, sondern auch für Erwachsene, so etwa historisch-phantastische Bestseller wie "Die Alchimistin" und "Das Haus des Dädalus".



Dokumentation aus dem Südkurier  > 21.10.2002 <      Lokalausgabe Donaueschingen

Hinweis:
An dieser Stelle veröffentlichen wir Presseberichte die sich mit unserer Schule befassen. Für die jeweiligen Inhalte sind wir nicht verantwortlich, auch geben diese nicht unbedingt unsere Meinung wieder.

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