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Klassik, Jazz und viel Applaus

60 Schüler aller Altersstufen des Fürstenberg-Gymnasiums boten ansprechendes Programm

Sie können wirklich stolz auf sich sein, die Schüler des Fürstenberg-Gymnasiums und ihre Lehrer. Denn was am Sonntag in der Aula des Gymnasiums musikalisch geboten wurde, ging über das übliche Schülerkonzert-Niveau weit hinaus. Die Musiklehrerinnen Sabine Derdus und Desiree Wittkowski hatten gemeinsam mit ihrem Kollegen Helmut Stark ein ansprechendes und abwechslungsreiches Programm zusammengestellt.
Unter dem Motto "Klassik und Jazz" zeigten über 60 Schüler aller Alterstufen, was sie in den Musik-AG's ihrer Schule in den beiden letzten Jahren gelernt haben.



Das Schulorchester unter der Leitung von Sabine Derdus spielt erst seit einem Jahr zusammen. 30 Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 15 Jahren haben sich zusammengetan, um das gemeinsame Musizieren im Orchester zu lernen. Mitmachen darf jeder, egal welches und wie lange das Instrument schon gespielt wird. So ist eine ungewöhnliche Orchesterbesetzung entstanden, in der nicht nur Geigen, Celli, Querflöten, Blockflöten, Klarinetten und Xylophon, sondern zum Beispiel auch ein Saxophon vertreten ist.


Innerhalb eines Jahres hat es Sabine Derdus geschafft, die jungen Orchestermitglieder zu einer wirklich beachtlichen musikalischen Leistung zu befähigen. Denn nicht nur leichte Schülerstücke standen auf dem Programm. 



In kleinerer Besetzung spielte das Schulorchester auch zwei Stücke aus Henry Purcells "Spielmusik zum Sommernachtstraum" und sogar einen Mozart: Die Orchesterleiterin hat das Allegro aus der Serenade in C-Dur für das Schulorchester umgeschrieben und den jungen Musikern damit einiges abverlangt. Und alle haben diese Aufgabe mit kindlicher Bravour gemeistert. Zur Belohnung gab es nicht nur reichlich Beifall, sondern auch eine strahlende Lehrerin. Die Klassiker der Popmusik im Anschluss waren für das Orchester dann fast ein Kinderspiel.



Helmut Stark brachte mit seiner 7. Klasse ein etwas ungewöhnliches Musikensemble auf die Bühne: Zu sehen und zu hören waren 17 Xylophone, die nach einer anmutigen "Chaconne" als zweites Stück Scott Joplins "The Entertainer" vorführten und damit das Publikum beinahe zum Mitpfeifen animierten: Schließlich ist die Melodie allen als Filmmusik aus "Der Clou" und der Zeichentrickserie "Tom und Jerry" bestens bekannt.

Fotos (ergänzt) © E.Kern

Désirée Wittkowski brachte mit ihrer Combo, die schon fast Bigband-Ausmaße annahm, den Jazz ins Spiel-Programm. Die 12 jungen Leute aus den Klassen 8 bis 12 proben seit 2 Jahren in dieser Formation zusammen und wirken schon reichlich professionell. Kein Wunder, schließlich spielen alle in mehreren Ensembles gleichzeitig. Sechs Jazz-Standards brachte das Bläserensemble, verstärkt durch Schlagzeug und E-Gitarre und E-Bass, zu Gehör und die Zuhörer zum Staunen. Besonders mit einer Improvisation, in der eine Melodie vorgegeben und darüber in wechselnder Besetzung improvisiert wurde, zeigten die Combo-Mitglieder, wieviel Swing und Pep in ihnen steckt.
Aus der Schülerband ist inzwischen übrigens eine Lehrer-Schüler-Band geworden: Denn neben Desiree Wittkowski als Leiterin der Combo hat sich inzwischen auch ein Lehrer-Kollege in die Band "eingeschlichen".
Außer den drei verschiedenen Ensembles traten auch drei junge Solisten auf - eine schöne Idee, die zur Kurzweiligkeit des Programms entscheidend mit beitrug. 

Als junges Geigentalent präsentierte sich der 12-jährige Igor Samsonow. Er spielte den ersten Satz aus Antonio Vivaldis Konzert für Violine in a-moll so souverän, dass es eine Freude war. Mit einer Mischung aus Können, Temperament und Selbstbewusstsein überzeugte der junge Geiger sein Publikum und genierte sich erst, als er den donnernden Applaus entgegennehmen sollte. 

Auch der angehende Pianist Constantin Keller, der das Fantaisie-Impromptu op. 66 von Frederik Chopin für seinen Solovortrag ausgewählt hatte, machte einen sehr guten Eindruck. Der 18-Jährige überzeugte mit seinem weichen und einfühlsamen Spiel.



Als dritter Soloauftritt war die 10.Klässlerin Iris Gojowczick mit dem Saxophon zu sehen und zu hören. Auch sie zeigte sich als Könnerin auf ihrem Instrument und spielte mit Schwung und Einfühlungsvermögen einen Walzer von Michael Petrenko.
Begeisterter Applaus aus den vollen Zuschauerreihen - in der ersten Reihe saßen auch der amtierende und der ehemalige Schulleiter - belohnte die jungen Musiker am Ende des "Klassik und Jazz"-Konzertes für ihre tolle Leistung.
Und als handfeste Belohnung gab es auch noch einen gut gefüllten Spendentopf, der in den nächsten Tagen in Pizza und Eis für alle Mitwirkenden umgesetzt wird. 

Beatrice Scherzer


Dokumentation aus dem Südkurier  >  11-6-02<      Lokalausgabe Donaueschingen
01/02 © PROJEKT INTERNET am FÜRSTENBERG-GYMNASIUM DONAUESCHINGEN

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