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Ein wesentlicher
Aspekt ist dabei die Rekrutierung von Arbeitskräften,
die zunehmend nicht mehr die Voraussetzungen
mitbringen, die in der Wirtschaft gefragt sind.
Die Anforderungen der Märkte und Kunden an sein
Unternehmen stiegen immer schneller, würden immer
komplexer, so Benedikt Lenhart, Personalleiter bei
IMS Gear. Um erfolgreich am Markt bestehen zu können,
sei nicht nur Wissen gefragt, sondern in erster
Linie die soziale Kompetenz der Mitarbeiter. Die
wird bestimmt durch die Lern- und Veränderungsbereitschaft,
durch die Fähigkeit sich auszutauschen und
richtig zu handeln. Doch gerade hier macht Lenhart
Defizite bei Schulabgängern und jungen
Auszubildenden aus. Die Bedeutung der sozialen
Kompetenz für den späteren Beruf sei nur
unzureichend bekannt.
Um das zu ändern, so Lenhart, brauche es die
lokale Kooperation zwischen Schule, Wirtschaft und
Eltern. Der Beitrag von IMS Gear besteht darin,
Projekte im Umfeld Schule, Gesellschaft und
Wirtschaft anzustoßen. Als Anreiz für die
Schulen sollen die drei besten Projekte prämiert
werden. Dazu stiftet das Unternehmen den
Schulprojekt-Preis, der mit 3000 Euro dotiert ist.
Lenhart ist überzeugt, dass die Projektarbeit ein
gutes Instrument sei, um neben der fächerübergreifenden
Stoffvermittlung benötigtes Wissen zur Sozial-
und Handlungskompetenz einzuüben. Die
Projektarbeit werde in den Schulen vernachlässigt.
Lediglich an den Hauptschulen wurde der Einstieg
bereits gefunden und in diesem Schuljahr die
Projektprüfung eingeführt.
Unter Projekt versteht Lenhart eine für die Schülergruppe
neuartige und komplexe Aufgabe mit einer klaren
Zielsetzung. Die Projektleitung soll von den Schülern
entwickelt werden, Lehrern oder Eltern ist
lediglich die Rolle des Coachs zugedacht. Teil des
Wettbewerbs ist auch die Dokumentation und persönliche
Präsentation der Projektarbeit Anfang Juni 2003.
Der Wettbewerb richtet sich an Schüler ab der fünften
Klasse in allen Schularten der Region um die
Unternehmensstandorte in Eisenbach und
Donaueschingen. Angeschrieben wurden neben den
Schulleitungen auch die Vorsitzendenden der
Elternbeiräte.
Dass auch die Eltern gezielt angesprochen werden,
hat für Lenhart seine Berechtigung. Schließlich
gehe es auch darum, die Eltern näher an die
Schule heranzubringen, wobei auf die Inhalte
abgestellt wird. Lenhart sieht es als Aufgabe der
Eltern, mehr zu leisten für die Entwicklung der
Schulklasse, und zwar nicht eben nur im geselligen
Bereich. Auch die Eltern sollen einen Beitrag
leisten, dass die Schulen auf die sich ständig
verändernden Anforderungen an Arbeitsplätze
reagieren.
Von Olaf Nopper
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