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Dass sie
damit durchaus einen Themenkomplex gewählt hatte,
der die Jugendlichen, besonders die Mädchen,
stark beschäftigt, wurde in der lockeren Runde
der Klasse schnell klar. Aufmerksam folgten die
Schüler den Ausführungen Teuberts, erzählten
von eigenen Erfahrungen und Geschichten, die sie
in Zeitschriften, Büchern oder Fernsehen gelesen
oder gesehen hatten.
Eingeladen wurde Teubert von der Deutschlehrerin
der Hälfte der Klasse 7d, Carmen Saile. "In
einem fächerübergreifenden Thema »Gesundheitsgefährdung
durch Drogen« kamen wir auch zu den Bereichen
Gewalt, Beschaffungskriminalität, und als ich
vorgeschlagen habe, die Grauzone einzuladen, waren
die Schüler einstimmig dafür", erzählt
Saile. Im Deutschunterricht lesen die Schüler
auch ein Jugendbuch zum Thema Drogen.
Teubert nutzte die Möglichkeit gerne, um die
Beratungsstelle der Grauzone vorzustellen. In der
Stadtmühle hat die Grauzone ihr Büro. Die
Beratungsstelle hilft Betroffenen, eine Therapie
aufzunehmen, begleitet zum Arzt oder zur Polizei.
Darüber hinaus bietet die Grauzone
Selbstsicherheits-Kurse für Mädchen an, in denen
neben Selbsthilfe-Übungen auch das Nein-Sagen
gelernt wird.
Jugendliche informieren sich
In der 7d versuchte Teubert zunächst den Begriff
der Gewalt in körperliche und seelische Gewalt
aufzuteilen und zu definieren, und auf Formen der
sexuellen Gewalt einzugehen. "Über 90
Prozent der Missbrauch-Fälle kommen im Familien-
oder Bekanntenkreis vor", so die Fachfrau.
Deshalb versuchte sie den Jugendlichen klar zu
machen, deutlich zu sagen, wenn sie etwas nicht
wollen. "Vertraue deinem Gefühl!", gab
sie den Schülern mit auf den Weg.
Von Andrea Vetter
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