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Sexuelle Gewalt beschäftigt Schüler

Anja Teubert von Grauzone besucht Siebtklässler



Donaueschingen. Die 7d des Fürstenberg-Gymnasiums bekam gestern vormittag Besuch: Anja Teubert von der Grauzone in Donaueschingen behandelte mit den Jugendlichen das Thema "sexuelle Gewalt".

Dass sie damit durchaus einen Themenkomplex gewählt hatte, der die Jugendlichen, besonders die Mädchen, stark beschäftigt, wurde in der lockeren Runde der Klasse schnell klar. Aufmerksam folgten die Schüler den Ausführungen Teuberts, erzählten von eigenen Erfahrungen und Geschichten, die sie in Zeitschriften, Büchern oder Fernsehen gelesen oder gesehen hatten.

Eingeladen wurde Teubert von der Deutschlehrerin der Hälfte der Klasse 7d, Carmen Saile. "In einem fächerübergreifenden Thema »Gesundheitsgefährdung durch Drogen« kamen wir auch zu den Bereichen Gewalt, Beschaffungskriminalität, und als ich vorgeschlagen habe, die Grauzone einzuladen, waren die Schüler einstimmig dafür", erzählt Saile. Im Deutschunterricht lesen die Schüler auch ein Jugendbuch zum Thema Drogen.

Teubert nutzte die Möglichkeit gerne, um die Beratungsstelle der Grauzone vorzustellen. In der Stadtmühle hat die Grauzone ihr Büro. Die Beratungsstelle hilft Betroffenen, eine Therapie aufzunehmen, begleitet zum Arzt oder zur Polizei. Darüber hinaus bietet die Grauzone Selbstsicherheits-Kurse für Mädchen an, in denen neben Selbsthilfe-Übungen auch das Nein-Sagen gelernt wird.

Jugendliche informieren sich

In der 7d versuchte Teubert zunächst den Begriff der Gewalt in körperliche und seelische Gewalt aufzuteilen und zu definieren, und auf Formen der sexuellen Gewalt einzugehen. "Über 90 Prozent der Missbrauch-Fälle kommen im Familien- oder Bekanntenkreis vor", so die Fachfrau.

Deshalb versuchte sie den Jugendlichen klar zu machen, deutlich zu sagen, wenn sie etwas nicht wollen. "Vertraue deinem Gefühl!", gab sie den Schülern mit auf den Weg
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Von Andrea Vetter

Dokumentation aus dem Schwarzwälder Boten / Lokalredaktion Donaueschingen  
 Datum:  28.6.02

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