Lebendiger
Unterricht und Wissensvermittlung vor Ort
Der
Geowissenschaftliche Tag lässt Steine erzählen
Wissenschaftlich geleitete Geologie-Exkursion durch die
Wutachschlucht
Rutschig
und nass – und trotzdem Spaß. Mit bangen Blicken auf
den verhangenen Baaremer Himmel starteten 21 Oberstufenschülerinnen
und -schüler vom Fürstenberg-Gymnasium am
Geowissenschaftlichen Tag zu einem der zahlreichen
Projekte dieser Veranstaltung, einer Geologischen
Wanderung durch die Wutachschlucht.
Doch der Himmel hielt nicht was er versprach – der Regen
blieb zur Genugtuung aller aus.

Die Schüler des
Leistungskurses Erdkunde und des Grundkurses Geologie mit
Lehrer Eberhard Kern hatten die Ehre , von einem
besonderen Kenner der Materie, Professor Wolfgang Frisch
vom Institut der Geologie an der Universität Tübingen an
diesem Tag geleitet zu werden und aus erster Hand
umfassendes Wissen über diese landesweit bekannte
Schlucht zu erfahren. Es war gewissermaßen eine Reise
durch die Erdgeschichte, denn die Wutach durchschneidet
auf ihrem Weg vom Hochschwarzwald in den Rhein das gesamte
Deckgebirge unserer südwestdeutschen Landschaft bis
hinunter in das kristalline Grundgebirge, dem Granit und
Gneis.
In der
Lotenbachklamm wurden die letzteren Gesteine vorgefunden
und von den Teilnehmern fleißig mit dem mitgebrachten
Geologenhammer bearbeitet und inspiziert.
Dass
jede Gesteinsart eine eigene Geschichte erzählen lässt
und von einer
Erdzeit Zeugnis gibt, welche in ihrem Alter das
Vorstellungsvermögen eines jeden jedoch überfordert. Wer
kann sich schon Millionen Jahre vorstellen.
Gesteine, entstanden in einer Zeit als unser Kontinent
noch unter dem Äquator lag,
andere,
die von einem Wüstenklima zeugen und solche , in denen
unser Kontinent nichts anderes als Meersboden war. Steine
können reden und Zeugnis geben, mehr als dem normalen
Betrachter es scheint, erfährt ein jeder bei dieser
Gelegenheit. Nach mehreren Stationen im Verlauf der
Exkursion gelangt
die Gruppe mit dem Bus bei Aselfingen an den dortigen
Dorfbach, welcher sich im Oberlauf als eine
Fossilienschatzgrube erweist.
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Fleißig
wird das Bachbett mit dem Geologenhammer im grauen
Schiefergestein des Lias
(unterer Jura) durchsucht, Steinplatte um Steinplatte
gedreht und gewendet, worauf der Erfolg nicht lange auf
sich warten lässt. Muscheln, Ammoniten, Belemniten
(Donnerkeile) lassen sich, wenn auch meist nur in Bruchstücken,
dafür aber in unterschiedlichsten Größen finden und
werden geborgen. Manche der Fossilien funkeln zudem noch
im sogenannten „Katzengold“ und wirken wie Schmuckstücke
in der Hand des Betrachters.
Zurück im Gymnasium, trifft die Gruppe noch rechtzeitig
am Nachmittag zur dortigen Präsentation aller Projekte
ein. Rasch wird eine Diaschau mit den angefertigten
Digitalbildern der verschiedenen geologischen Stationen
angefertigt und zusammen mit den Fossilien auf einem Präsentationstisch
dem zahlreichen Publikum in der Aula und der kritischen
Jury vorgeführt.
Lebendiger
Unterricht und Wissensvermittlung vor Ort – Eindrücke ,
welche den Schülern diesen Tag wohl länger in Erinnerung
verbleiben lässt als viele der Schultage in gymnasialen
Alltagsleben.
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