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Mehr Raum für individuelle Förderung

Rudolf Strasser sieht viele Chancen im achtjährigen Gymnasium/Planung bereits begonnen 


Donaueschingen (las). Keinesfalls als ein Projekt für Eliteschüler sieht Rudolf Strasser, Schulleiter des Fürstenberg-Gymnasiums das achtjährige Gymnasium, im Gegenteil: Er bezeichnet es als Chance, da durch viele Freiräume auch individuell Förderung möglich wird. 


Pflicht für alle Gymnasien wird es zwar erst im Jahr 2004, doch das Fürstenberg-Gymnasium legt bereits in neuen Schuljahr mit dem achtjährigen Gymnasium, dem so genannten "G8" los. 

Das achtjährige Gymnasium, so betont der Schulleiter ausdrücklich, sei keinesfalls eine Einrichtung für Eliteschüler. Ein Gymnasium für Hochbegabte gebe es in Schwäbisch Gmünd. "Wir kochen auch weiterhin mit Wasser und bleiben wie bisher ein Allgemeinbildenes Gymnasium", so der Schulleiter. 

Die Schulzeit wird künftig nicht nur kürzer, auch die Lehrpläne wird es in der bisherigen Form nicht mehr geben, sonder so genannte Bildungsstandards. Zwei Drittel dieser Standards werden zentral für das Land Baden-Württemberg festgelegt, ein Drittel kann die Schule selbst auswählen. Hier entsteht dann mehr Flexibilität. Künftig werde es voraussichtlich auch die Möglichkeit geben, mit der Stundenzuteilung anders umzugehen als bisher, da es einen Stundenpool gibt. Das heißt, dass eine gewisse Anzahl an Stunden auf die jeweiligen Klassen verteilt werden müssen, aber wie, das könne die Schule selbst festlegen. "Die Zahl am Ende muss eben stimmen", erklärt Strasser. So könne man auch bei schwächeren Klassen besser reagieren. Ist die Leistung in Mathematik nicht so gut, könne arrangiert werden, dass die Wochenstundenzahl beispielsweise um eine Stunde hochgesetzt werde. 

Die Schüler müssen künftig aber bei weniger Schuljahren nicht weniger pauken, denn weniger Stunden werden es nicht. 36 Wochenpflichtstunden stehen auf dem Programm. Das bedeute, dass die Klassen auch mehr als einmal nachmittags die Schulbank drücken müssen. 

"Ich würde das ganz ganz vorsichtig als Tendenz zur Ganztagsschule bezeichnen", erläutert Strasser. Welche organisatorischen Maßnahmen noch notwendig werden, werde sich in den nächsten Jahren zeigen. Auch der Schulträger müsse sich hier über kurz oder lang Gedanken machen. Die Entwicklung ist nach Ansicht Strassers aber sehr langsam und es gebe keinen sofortigen Handlungsbedarf. Auch räumlich und in Richtung Betreuung müsse man sich Gedanken machen .

Man könne künftig über andere Formen des Unterrichts nachdenken. Doppelstunden wären vor allem bei projektbezogenem Arbeiten sinnvoll. "Vielleicht kommen wir irgendwann weg von diesem 45 Minuten Takt", plant Rudolf Strasser. Doch vorerst bleibt bei der Stundeneinteilung alles so wie es ist. Zu Organisieren gebe es noch genug. 

Dokumentation aus dem Schwarzwälder Boten / Lokalredaktion Donaueschingen  
 Datum:  18-12-02

Hinweis:
An dieser Stelle veröffentlichen wir Presseberichte die sich mit unserer Schule befassen.
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