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Hoch gesungen

Fürstenberg-Gymnasiasten 
geben Konzert über den Wolken


Die Chorreise von 35 Sängern des Fürstenberg-Gymnasiums nach La Réunion bleibt keine Einbahnstraße: Das Akkordeonorchester des französischen Übersee-Departments hat einen Gegenbesuch in Donaueschingen für den 16. und 17. Juli 2003 zugesagt.


"Unser Besuch wurde auf der Insel sehr dankbar aufgenommen", so Chorleiter Hubert Stinner. In allen Städte sei man vom Bürgermeister empfangen worden, der musikalische Funke sei auf die Bevölkerung übergesprungen. Der Chor präsentierte Musik aus sechs Jahrhunderten, die Renner seien jedoch neben Mozarts "Bona Nox" auch Champs Elyssées und die Inselhymne »Petit Fleur fané" gewesen. 
Anlass für die Reise auf die Insel im Indischen Ozean war ein Jugendchortreffen des Schwarzwaldgau-Sängerbunds, der bei der vierten Auflage dieses Ereignisses eine besonders exklusiven Ort ausgewählt hatte. Die Sänger des Fürstenberg-Gymnasiums wurden von Mitgliedern einiger anderer Chöre aus der Region unterstützt. Am letzten Tag gab der Chor in Cilaos auf 1500 Meter Höhe einem spontanen Beitrag zu einem Taufgottesdienst. "Das ist unser höchst gelegenes Konzert gewesen", so Hubert Stinner. Doch er sollte sich täuschen: Die Gruppe war derart gesangesfreudig, dass sie noch auf dem Rückflug der Air France nach Paris über dem Mittelmeer auf 11000 Metern Höhe ein spontanes Konzert gab, für das eigens der Chef-Pilot aus dem Cockpit kam und sich unter die Zuhörer mischte. (sas)



So hoch sangen sie noch nie: Sänger des Fürstenberg-Gymnasiums bei einem spontanen Konzert in 11000 Meter Höhe an Bord eines Flugzeugs der Air France.


Stimmgabel sorgt bei Konzertreise für Aufregung

Flug der Fürstenberg-Gymnasiasten nach La Reunion mit besonderer "Zoll-Episode" - Auftritte kommen prima an

Weit weg von zuhause beginnt sich die 45-köpfige Sänger-Gruppe des Fürstenberg-Gymnasiums bei ihrer Konzertreise auf der Tropeninsel La Réunion einzuleben. Vieles dort ist anders, doch vieles auch gewohnt. Schließlich ist man ja "nur" in Frankreich. Doch Landschaft, Klima und nicht zuletzt die Menschen zeigen sich in anderen Farben als in Europa. 
Auf La Réunion beginnt gerade der Sommer, die Temperaturen steigen an und sind, gerade in der Hauptstadt und im Westen schon drückend.

Das Programm ist gleichfalls eine bunte Mischung und Langeweile kann für die Reiseteilnehmer keinesfalls aufkommen. Nahezu jeden Tag ein Konzert, Busfahrten und Besichtigungen, auch Baden im Meer war - ganz zur Freude der Teilnehmer - an einem Nachmittag angesagt. Besichtigt wurde eine Zuckerrohrverarbeitende Fabrik, wo das Hauptprodukt der Insel, "la canne", der Zuckerrohr, in einer riesigen Anlage zu Zucker verarbeitet wird. Da dampfte und roch es recht kräftig und streng in einem Gewirr von Leitungen und Kesseln. Auch stand der aktive Vulkan "La Fournaise" auf dem Besuchsprogramm. 2300 Meter über dem Meer zeigten sich die Temperaturen angenehm kühl, die Ausblicke erhaben und die Mondlandschaft rund um den (derzeit nicht) feuerspeienden Krater beeindruckend. Ein Besuch in einem der bedeutensten Vulkan-Museen rundete diese Erkundungstour ab.

Fünf Konzerte wurden bisher gegeben, zum Beispiel ein kleines A Capella-Konzert in der Methiothek der Stadt St. André. Die Sänger plazierten sich in dem schönen Gebäude auf der Galerie rundum, der Dirigent im Zentrum - eine verzaubernde visuelle und akustische Atmosphäre. Auch kam es zu einem Empfang im Rathaus von Bras-Panon, einer Nachbarstadt von St.André, gemeinsam mit einer anderen deutschen Schülergruppe. Der Empfang war überragend. Vor zahlreichen geladenen Gästen begrüßte der Bürgermeister die Anwesenden und betonte die Bedeutung der Begegnungen und des kulturellen Austausches zwischen Deutschland und dieser fernen Region des Nachbarlandes Frankreichs, das ja ebenfalls, obwohl geographisch Afrika zugehörend, ein Teil Europas ist. Nach den offiziellen Worten folgte ein reiches Kulturprogramm: Musik- und Tanz-Folklore wurden den Gästen dargeboten. Als die Musikgruppe das "Nationallied der Insel" , das Lied "P'tit fleur fané" anstimmte und die Musikanten, die Gastgeber und weiteren Gäste feststellten, dass die sangeskräftige Chorgruppe aus Donaueschingen den kreolischen Text des Liedes lautstark, fehlerfrei und vielstimmig mitsingen konnte und dabei die Hüften schwang - das Lied ist Teil des Chorrepertoires geriet die Stimmung schier "aus dem Häuschen".

Kleine Anekdote am Rande: Die Stimmgabel des Sangesmeisters machte Geschichte auf dieser Reise. Bei der Gepäckkontrolle zum Flug in Paris wurde sie beinahe beschlagnahmt. Ein langer spitzer Gegenstand mit eigenartiger Form in seinem Handgepäck war dem Sicherheitspersonal am Durchleuchtungsmonitor aufgefallen, der Chorleiter wurde beiseite genommen und musste dieses seltsame und vielleicht gefährliche Objekt vorzeigen. Nach Demonstration der Klangesfunktion dieser Metallgabel ließ man ihn dann ziehen ...


Dokumentation aus dem Südkurier  > Sept-Okt./2002<      Lokalausgabe Donaueschingen

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