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Damit bekommt nun
eine eineinhalb Jahre alte Geschichte ihren
glanzvollen Abschluss, und Donaueschingen kann
wieder einen neuen Akzent setzen in seiner noch
relativ jungen Partnerschaft mit dem Land in
Fernost.
Hubert Stinner, Musiklehrer am Fürstenberg-Gymnasium
und Leiter mehrerer Chöre, kündigte gestern in
einem Pressegespräch ein
"Deutsch-Japanisches Chorkonzert" in der
Aula des Gymnasiums an. Beginn ist 19.30 Uhr.
Neben dem Kinderchor aus Kishiwada, in der Nähe
von Osaka gelegen, werden auch der Schulchor des Fürstenberg-Gymnasiums
und das Vokalensemble Schwarzwald-Baar zu hören
sein.
Stinner, der ja vor wenigen Jahren mit dem
Kammerchor der Baar auf einer vielbeachteten
Konzertreise in Japan unterwegs war und die
Deutsch-Japanische Gesellschaft Donaueschingen mit
Walter Lwowski an der Spitze haben die Fäden geknüpft.
Alles begann vor eineinhalb Jahren. Damals fragte
Takuro Matsuo, der Leiter des Kinderchors aus
Kishiwada, wegen eines Konzertauftritts in
Donaueschingen an und erhielt auch gleich eine
Zusage.
Hinter den Kulissen liefen die Vorbereitungen
schon eine ganze Weile. So soll aus dem einfachen
Konzert eines japanischen Kinderchores am Ende ein
großes Konzert mit mehreren Chören werden und
ein Schulprojekt, an dem nochmals rund 50 Schüler
mit ihren Lehrern Hubert Stinner, Hubert Kaiser,
Karl Ackermann und Walter Lwowski beteiligt sind.
Eine Schülergruppe befasste sich mit Origami, der
japanischen Kunst des Papierfaltens und stellte
500 fantasievolle Papiertiere her, die den
Konzertbesuchern als Geschenk überreicht werden
sollen.
Unter Walter Lwowskis Regie soll japanisches Essen
zubereitet werden. Karl Ackermann will Leben und
Werk des japanischen Dichters Saito lebendig
werden lassen, der ja schon in den 20-er Jahren zu
einem Besuch an der Donauquelle weilte.
Und schließlich baut eine Gruppe unter Anleitung
von Volkmar Weber, gelernter Zimmermann und
Bauingenieur, einen "Torii", einen
japanischen Torbogen, der eigentliche
Eingangsbereich in japanischen Tempeln: Das
Deutsch-Japanische Chorkonzert soll, so die Idee,
im japanischen Ambiente stattfinden. Der
japanische Chor ist seit Jahren auf
internationalem Parkett unterwegs und kann
Auftritte in Prag, Leningrad oder Spanien
vorweisen.
In Donaueschingen wollen die jungen Sänger aus
Kishiwada neben japanischen Liedern auch mit
typisch deutschen Kinderliedern glänzen.
"Obwohl wir wissen, dass sie von Schubert
oder Brahms und anderen deutschen Komponisten
sind, werden sie von uns mit so viel Liebe
gesungen, als seien es in Japan entstandene
Werke", verspricht Chorleiter Takuro Matsuo.
Unter Hubert Stinners Leitung proben der Schulchor
des Gymnasiums und das Vokalensemble
Schwarzwald-Baar schon seit Weihnachten intensiv
am Programm. Von Kinderliedern über Madrigale und
Kompositionen Hubert Stinners erklingen auch
afrikanische Songs und Gospels.
Von Manfred Beathalter
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