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Ein neuer Akzent in Sachen Partnerschaft

Verbindungen zwischen Japan und Donaueschingen werden mit Projekt am 21. Juli gestärkt



Donaueschingen. Die Verbindungen zwischen Japan und Donaueschingen werden weiter verstärkt: Das Fürstenberg-Gymnasium hat am Sonntag, 21. Juli, den Kinder- und Knabenchor aus Kishiwada zu Gast und macht aus dem Konzertabend gleich ein großes Japan-Projekt mit zahlreichen Beteiligten.

Damit bekommt nun eine eineinhalb Jahre alte Geschichte ihren glanzvollen Abschluss, und Donaueschingen kann wieder einen neuen Akzent setzen in seiner noch relativ jungen Partnerschaft mit dem Land in Fernost.

Hubert Stinner, Musiklehrer am Fürstenberg-Gymnasium und Leiter mehrerer Chöre, kündigte gestern in einem Pressegespräch ein "Deutsch-Japanisches Chorkonzert" in der Aula des Gymnasiums an. Beginn ist 19.30 Uhr. Neben dem Kinderchor aus Kishiwada, in der Nähe von Osaka gelegen, werden auch der Schulchor des Fürstenberg-Gymnasiums und das Vokalensemble Schwarzwald-Baar zu hören sein.

Stinner, der ja vor wenigen Jahren mit dem Kammerchor der Baar auf einer vielbeachteten Konzertreise in Japan unterwegs war und die Deutsch-Japanische Gesellschaft Donaueschingen mit Walter Lwowski an der Spitze haben die Fäden geknüpft. Alles begann vor eineinhalb Jahren. Damals fragte Takuro Matsuo, der Leiter des Kinderchors aus Kishiwada, wegen eines Konzertauftritts in Donaueschingen an und erhielt auch gleich eine Zusage.

Hinter den Kulissen liefen die Vorbereitungen schon eine ganze Weile. So soll aus dem einfachen Konzert eines japanischen Kinderchores am Ende ein großes Konzert mit mehreren Chören werden und ein Schulprojekt, an dem nochmals rund 50 Schüler mit ihren Lehrern Hubert Stinner, Hubert Kaiser, Karl Ackermann und Walter Lwowski beteiligt sind.

Eine Schülergruppe befasste sich mit Origami, der japanischen Kunst des Papierfaltens und stellte 500 fantasievolle Papiertiere her, die den Konzertbesuchern als Geschenk überreicht werden sollen.

Unter Walter Lwowskis Regie soll japanisches Essen zubereitet werden. Karl Ackermann will Leben und Werk des japanischen Dichters Saito lebendig werden lassen, der ja schon in den 20-er Jahren zu einem Besuch an der Donauquelle weilte.

Und schließlich baut eine Gruppe unter Anleitung von Volkmar Weber, gelernter Zimmermann und Bauingenieur, einen "Torii", einen japanischen Torbogen, der eigentliche Eingangsbereich in japanischen Tempeln: Das Deutsch-Japanische Chorkonzert soll, so die Idee, im japanischen Ambiente stattfinden. Der japanische Chor ist seit Jahren auf internationalem Parkett unterwegs und kann Auftritte in Prag, Leningrad oder Spanien vorweisen.

In Donaueschingen wollen die jungen Sänger aus Kishiwada neben japanischen Liedern auch mit typisch deutschen Kinderliedern glänzen. "Obwohl wir wissen, dass sie von Schubert oder Brahms und anderen deutschen Komponisten sind, werden sie von uns mit so viel Liebe gesungen, als seien es in Japan entstandene Werke", verspricht Chorleiter Takuro Matsuo.

Unter Hubert Stinners Leitung proben der Schulchor des Gymnasiums und das Vokalensemble Schwarzwald-Baar schon seit Weihnachten intensiv am Programm. Von Kinderliedern über Madrigale und Kompositionen Hubert Stinners erklingen auch afrikanische Songs und Gospels.


Von Manfred Beathalter

 

Dokumentation aus dem Schwarzwälder Boten / Lokalredaktion Donaueschingen  
 Datum:  14-7-02

Hinweis:
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