Franzosen müssen ihren Besuch
absagen
Politische Lage den Verantwortlichen zu unsicher
Die für Anfang Oktober vorgesehene Begegnung zwischen 25
Schülern des Fürstenberg-Gymnasiums und ihren Partnern aus dem französischen
Übersee-Département La Réunion wurde kurzfristig abgesagt und wird zum vorgesehen
Termin nicht stattfinden.
Eine Woche vor dem Abflug der franz. Schüler erreichte eine e-mail von der
Deutschlehrerin und frz. Reiseleiterin die Donaueschinger Organisatoren des geplanten
Treffens mit der Absage.
" es tut mir schrecklich leid, aber wir haben heute bescheid vom recteur de
l'académie bekommen, dass er die schülerreisen ausserhalb des départements wegen der
internationalen lage im moment nicht verantworten kann...........
das heisst also : wir können nicht kommen....
ihr könnt euch sicher vorstellen, wie sauer und traurig und enttäuscht wir sind, ich
weiss auch nicht, was ich noch dazu sagen soll....... "
Die Académie von La Réunion (entspricht dem Oberschulamt ) hat , wohl in Anbetracht der
politisch-militärischen Lage im nördlichen Indischen Ozean sowie der Sicherheitslage im
Flugverkehr, diese Entscheidung gefällt.
Schüler und Lehrer am Gymnasium zeigen sich nunmehr sehr betroffen , wo es nun auch gilt
, diese Tatsache nicht nur hinzunehmen, sondern auch die gesamten vielfältigen
Programmvorbereitungen für die jungen Gäste aus den Tropen zu stornieren .
Beide Seiten standen diesem Ereignis mit großer Erwartung gegenüber. Die französischen
Jugendlichen, die erwartungsfroh vor ihrer ersten großen Reise ins Ausland standen , die
Koffer schon halb gepackt und Gastgeschenke vorbereitet haben, sehen sich nun, zusammen
mit ihrern deutschen Partnern mitbetroffen von den Terroranschlägen in Amerika.
Direktor Rudolf Strasser vom Gymnasium reagierte prompt und schickte sofort ein Schreiben
an seine Kollegin und Kollege der beiden Partnerschulen auf La Réunion, in welchem er
seine Betroffenheit ausdrückte, verbunden aber mit dem Wunsch, dass die Begegnungsreise
doch noch in diesem Schuljahr realisiert werden kann.
So stehen derzeit zwischen den Organisatoren, Frau Britta Stelzer aus St. André und Herrn
Eberhard Kern vom Fürstenberg-Gymnasium bereits Ersatztermine zur Diskussion.
Im kommenden März könnte somit die Begegnung, bei der die frz. Schüler bei deutschen
Partnerfamilien aufgenommen werden, stattfinden. So kann die Zeit im Vorfeld rege dazu
benutzt werden, mit Briefe- und e-mail-schreiben die Kontakte zwischen den Partnern
aufrecht zu erhalten und zu intensivieren.
Und nicht zuletzt drücken jetzt alle Beteiligten die Daumen, dass sich bis zum neuen
Reisetermin die weltpolitische Situation entspannen wird - und dies nicht nur wegen der
Partnerschaft.
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