Serien-Diebe am Pausenhof
Schüler sind genervt
Donaueschingen (sam) Am Donaueschinger Fürstenberg-Gymnasium
sorgen Seriendiebe für notorischen Ärger unter den Schülern.
Objekt der Begierde der Langfinger sind die Fahrradtachos. Wer
in die Schule radelt, seinen Drahtesel parkt und dann
vergisst, den Tacho noch schnell in die Jackentasche zu
stecken, der ist in der Regel wenige Stunden später der
Gelackmeierte.
Offenkundig ist, dass die Tachodiebe immer erst nach der großen
Pause zuschlagen. Bei den betroffenen Schülern selbst wird
derzeit diskutiert, ob nicht stichprobenartige Kontrollen ab
der vierten Stunde Sinn machen würden. Auch ein Thema ist, ob
die Fahrräder nicht gänzlich anders platziert werden könnten.
Bislang stehen die Räder in einem schlecht einsehbaren
Bereich. Wäre der Fahrradabstellplatz beispielsweise vor der
Hausmeisterloge auf dem Schulhof, dann, so vermuten Fürstenberg-Gymnasiasten,
würden die Tachodiebe sich nicht mehr zu ihren regelmäßigen
Beutezügen entschließen.
Faktisch und entschieden gewehrt haben sich die Schüler
bislang noch nie gegen diesen notorischen Serien-Diebstahl.
Gerade in den Sommermonaten ist die Tacho-Verlustquote teils
enorm hoch. Was wiederum kein Wunder ist: Wer in die Schule
radelt und im Geiste noch einmal die Chemieformeln Revue
passieren lässt, der denkt eben dann letztlich schnell mal
nicht mehr daran, nach dem Abstellen des Rades noch den
eigenen Tacho mitzunehmen.
Viele Schüler ärgern sich über die Sache mit dem Tachoklau
massiv. Klar ist, wenn wieder an den Rädern die kleinen
Lenkrad-Computer abmontiert werden, dann wird Anzeige bei der
Polizei erstattet. Schließlich kostet ein solches Gerät
runde fünfzig Mark, was bei vielen Schülern in etwa der
monatlichen Taschengeldquote entspricht.
!-- -- TEXTANFANG>
|
Dokumentation aus dem Südkurier
> 06-12-01< Lokalausgabe
Donaueschingen
|