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Kinoatmosphäre im Jugendbistro

Hobbyfilmer zeigt seine Werke / Veranstalter vom großen Zuspruch begeistert



Donaueschingen (av). Kinoatmosphäre herrschte am vergangenen Samstag Abend im Jugendbistro in der Stadtmühle. Der junge Amateurfilmer Frank Schönewerk zeigte drei Kurzfilme und einen Videoclip und konnte damit das überwiegend junge Publikum begeistern.

Henry Probst Links), Leiter des Kreismedienzentrums, das auch die Vorführtechnik gestellt hatte, führte professionell durch den Abend. Probst und das Publikum nutzten in den Pausen zwischen den Filmen die Chance, Fragen zum Entstehungsprozess und dem Inhalt an Frank Schönewerk (rechts) zu stellen.

Die Stühle im Bistro waren bis auf den letzten Platz belegt, selbst auf Sofa und Boden hatten die interessierten Zuschauer Platz genommen. "Es hat mich total gefreut, dass so viele Freunde von mir von weit her extra für heute Abend gekommen sind, aber es waren auch einige da, die ich überhaupt nicht kannte", zeigte sich der Filmer vom Zuspruch von allen Seiten begeistert. Auch Julia Birk, Leiterin des Bistros im Jugendhaus sprach von einem vollen Erfolg.

"Das war eine der gelungensten Veranstaltungen die wir je hatten", zeigte sie sich enthusiastisch über die lockere Atmosphäre beim Kinoerlebnis. Im Vorfeld konnten die Veranstalter überhaupt nicht einschätzen, wie viele Personen zu dem bislang einmaligen Ereignis kommen würden. "Wir hatten bei manchen Konzerten schon weniger Zuschauer", resümierte Birk jedoch die äußerst erfreulichen Besucherzahlen.

Inhaltlich wurde mit den vier chronologisch nach Entstehungszeit gezeigten Machwerken ein weiter Bogen gespannt. Ging es im ersten Kurzfilm "Der Wendepunkt", den Schönewerk nach seinem Abitur vor drei Jahren gemeinsam mit einem Schulkollegen angefertigt hatte, darum, wie es wäre, das Abitur zu verschlafen, handelte der zweite Film von einer umfassenderen Thematik.

In 35 Minuten wurde eine Reihe lose verknüpfter Geschichten erzählt, durch die ein einzelner individueller Blickwinkel auf das Leben aufgehoben wurde. Märchenhaft wurde es in "Dezemberreigen", dessen Hauptdarsteller der Sänger der Band "Traumfänger" ist, mit der Schönewerk sein letztes Projekt, einen Videoclip, abdrehte. "Ich finde es bemerkenswert, wie man an diesen Filmen den Erfahrungsfortschritt, sowohl inhaltlich als auch technisch, sehen kann", staunte Probst. Er lobte auch die Qualität der Filme, und überreichte dem Hobby-Filmemacher zum Schluss noch eine digitale Aufnahmekassette für seine Kamera, um ihn zum Weitermachen zu ermutigen.


Fragmente aus dem Fließenden

Hobbyregisseur Frank Schönewerk lädt zur Kurzfilmnacht ins Jugendhaus ein

Donaueschingen (sb). Wer innovative junge Filme sehen möchte, der muss nicht unbedingt nach Hollywood schielen. Auch auf der Baar entstehen interessante Werke dieser Art, wie der Donaueschinger Hobbyregisseur Frank Schönewerk beweist. Vier seiner Kurzfilme sind am Samstag, 8. Dezember, ab 20 Uhr im Donaueschinger Jugendhaus im Rahmen der »Screenshots-Kurzfilmnacht« zu sehen.

In Kooperation mit der Stadtjugendpflege und dem Kreismedienzentrum stellt der 22-jährige Donaueschinger eine Auswahl seines bisherigen Schaffens vor. Die dargebotenen Werke haben gemeinsam, dass sie sich allesamt schon für die Wettbewerbsprogramme nationaler und internationaler Film- und Videofestivals qualifizieren konnten und somit unter anderem in Berlin, Hamburg und München gezeigt wurden.

In den Filmen sind Hobbyschauspieler aus der Region zu sehen, die Schönewerk größtenteils noch aus seiner Zeit in der Theater-AG des Fürstenberg-Gymnasiums kennt. Die Themen, die der junge Filmemacher dabei aufgreift sind vielfältig. Handelte der 1999 entstandene Streifen »Der Wendepunkt« noch von der Frage, was wohl passiere, wenn man die Abiturprüfung verschlafen würde, wandte sich Schönewerk ein Jahr später in »Fragmente aus dem Fließenden« dem Leben in der Kleinstadt zu, wobei eine überspitzte Farce entstand, in der ein Bogen von schlichten Liebeleien über die Ängste des Alltags bis hin zu Tod und Gewalt gespannt wird. »Jeder von uns erlebt stets nur einen kleinen Teil des Ganzen. Aber was wäre, wenn man einmal in alle diese Leben hineinsehen könnte, hineinsehen in diese Fragmente aus dem Fließenden?«, so fragt der Autor im Epilog seines Werkes und entlässt den Zuschauer daraufhin in eine Bilderflut mit Interpretationsspielraum.

Mystisch geht es hingegen im 2001-er-Kurzfilm »Dezemberreigen« zu, in dem zwei Mädchen im finsteren Wald einem seltsamen Fremden begegnen. Sie verstricken sich in eine Geschichte, in der nichts so ist, wie es zunächst scheint. Den Abschluss des Abends wird der brandneue Videoclip der in der Region sehr bekannten Rockband »Traumfänger« bilden. Die visuelle Umsetzung des Songs »Auf der Suche« fand bei ersten Vorführungen sehr positive Resonanz. Da das Lied von einem Vampir erzählt, wurde auch das Video entsprechend finster umgesetzt und bei Nacht und Fackelschein gedreht.

Bei der Veranstaltung wird der Hobbyfilmer persönlich anwesend sein und Fragen gerne beantworten, während das Team des Jugendbistros dafür sorgen will, dass niemand durstig bleibt.

Dokumentation aus dem Schwarzwälder Boten / Lokalredaktion Donaueschingen  
 Datum:  6-12-01

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