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Feste Größe in der Musiklandschaft

In den zehn Jahren seines Bestehens hat sich der Kammerchor der Baar etabliert / Keine Nachwuchssorgen

Auftritt des Kammerchors  bei der 50- Jahr-Feier des Verein der Freunde des FG im Nov.2000
Foto: Kern

Donaueschingen (me) Ein Chorexperiment mit bemerkenswerter Entwicklungsgeschichte ist "rund" geworden: Auf zehn Jahre Existenz schaute der Kammerchor der Baar am Freitagabend in seiner Mitgliederversammlung zurück. Was als Schulchor-Versuch seine Wurzeln im Fürstenberg-Gymnasium hatte, entwickelte sich zu einer beachteten kulturellen Unternehmung, der mit seinen Aufführungen Baaremer Akzente setzt und mittlerweile auch Auslandserfahrung sammelte.
Welles Rückschau
Josef Welle, wiedergewählter erster Vorsitzender, würdigte in der Mitgliederversammlung im Fürstenberg-Gymnasium das hohe Niveau, das der gemischte Chor unter Leitung des Dirigenten und Chorkomponisten Hubert Stinner erreicht habe. Kontinuität auch in der Zusammensetzung des Vorstandes, dessen Arbeit an diesem Abend von den Mitgliedern mit positiven Voten belohnt wurde.
Welle lobte rückblickend die Begeisterung, das Engagement und das Gemeinschaftsgefühl der Sänger, die sich dem feinen und schwierigen a-cappella-Gesang verschrieben hätten. "Der Chor hat hohes Ansehen erworben und wird inzwischen zu hochkarätigen Veranstaltungen eingeladen", stellte der Vorsitzende nicht ohne Stolz fest. Das heute aus Schülern, Studenten und Erwachsenen zusammengesetzte Ensemble sei 1991 als Oberstufenchor des Donaueschinger Gymnasiums gegründet worden. Der Chor habe in der Vergangenheit großartige Akzente gesetzt. Viele musikalische Werke von der Renaissance bis zur Moderne seien einstudiert und teilweise in Kooperation mit dem Männergesangverein Allmendshofen, dem Schulchor des Gymnasiums und dem Vokalensemble Schwarzwald aufgeführt worden, sagte Welle mit Blick auf ein Jahrzehnt intensiver Arbeit.
Chorleiter Hubert Stinner will weiter streng darauf achten, dass der Jugendchor-Charakter bewahrt und die Anzahl der Erwachsenen klein gehalten werde. Die natürliche Fluktuation durch Abgänge nach dem Abitur werfe nur minimale Probleme auf. Sie seien durch Rekrutierung jüngerer Schüler und permanenten Neuaufbau durchaus zu lösen. Stinner: "Wir haben jetzt einen gewissen Stand erreicht, den sollte man halten."
Sängerzahl steigt
Die Zahl der Mitglieder sei in der vergangenen Saison um zehn auf 58 Personen gestiegen und davon seien 42 unter 27 Jahre alt, berichtete Welle. In 52 Proben und zwei Probenwochenenden sei ein Repertoire mit größeren oratorischen Werken erarbeitet worden, das auch 2001 einige Konzert-Höhepunkte erlaube. Mitgewirkt werde unter anderem beim Jubiläumskonzert des MGV Allmendshofen im Juni, beim Bodensee-Chorfest in Friedrichshafen, bei den Hüfinger Kinder- und Jugend-Chortagen und beim Benefiz-Weihnachtskonzert in St. Johann in Donaueschingen.
Aktionen - auch zur Werbung aktiver und passiver Mitglieder - seien die Präsenz des Chors im Internet, die Einrichtung eines Archivs und eine neu gestaltete Broschüre zur Information der Bevölkerung, meinte Welle. Die Einführung des Euro zu Beginn des nächsten Jahres veranlasste den Vorstand, die Mitgliedsbeiträge von der Versammlung von 30 Mark auf 20 Euro anheben zu lassen.
Im neu gewählten Vorstand bleiben als zweiter Vorsitzender Volkmar Weber, als Schriftführerin Beate Proske und als Beisitzerinnen Melanie Weber und Nicole Maier. Simone Messmer löst die langjährige Kassiererin Doris Huber ab, die vom Vorsitzenden für die zeitaufwendige Tätigkeit geehrt wurde.
Kontakt:
Josef Welle ( tel. 0771/898490), Hubert Stinner ( tel. 0771/8979407), Beate Proske ( tel. 0771/8968908).

Dokumentation aus der Badischen Zeitung > Datum<  Lokalausgabe Donaueschingen