Donaueschingen
(me) Ein Chorexperiment mit bemerkenswerter
Entwicklungsgeschichte ist "rund" geworden:
Auf zehn Jahre Existenz schaute der Kammerchor der
Baar am Freitagabend in seiner Mitgliederversammlung
zurück. Was als Schulchor-Versuch seine Wurzeln im Fürstenberg-Gymnasium
hatte, entwickelte sich zu einer beachteten
kulturellen Unternehmung, der mit seinen Aufführungen
Baaremer Akzente setzt und mittlerweile auch
Auslandserfahrung sammelte.
Welles Rückschau
Josef Welle, wiedergewählter erster Vorsitzender, würdigte
in der Mitgliederversammlung im Fürstenberg-Gymnasium
das hohe Niveau, das der gemischte Chor unter Leitung
des Dirigenten und Chorkomponisten Hubert Stinner
erreicht habe. Kontinuität auch in der
Zusammensetzung des Vorstandes, dessen Arbeit an
diesem Abend von den Mitgliedern mit positiven Voten
belohnt wurde.
Welle lobte rückblickend die Begeisterung, das
Engagement und das Gemeinschaftsgefühl der Sänger,
die sich dem feinen und schwierigen a-cappella-Gesang
verschrieben hätten. "Der Chor hat hohes Ansehen
erworben und wird inzwischen zu hochkarätigen
Veranstaltungen eingeladen", stellte der
Vorsitzende nicht ohne Stolz fest. Das heute aus Schülern,
Studenten und Erwachsenen zusammengesetzte Ensemble
sei 1991 als Oberstufenchor des Donaueschinger
Gymnasiums gegründet worden. Der Chor habe in der
Vergangenheit großartige Akzente gesetzt. Viele
musikalische Werke von der Renaissance bis zur Moderne
seien einstudiert und teilweise in Kooperation mit dem
Männergesangverein Allmendshofen, dem Schulchor des
Gymnasiums und dem Vokalensemble Schwarzwald aufgeführt
worden, sagte Welle mit Blick auf ein Jahrzehnt
intensiver Arbeit.
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Chorleiter
Hubert Stinner will weiter streng darauf achten, dass
der Jugendchor-Charakter bewahrt und die Anzahl der
Erwachsenen klein gehalten werde. Die natürliche
Fluktuation durch Abgänge nach dem Abitur werfe nur
minimale Probleme auf. Sie seien durch Rekrutierung jüngerer
Schüler und permanenten Neuaufbau durchaus zu lösen.
Stinner: "Wir haben jetzt einen gewissen Stand
erreicht, den sollte man halten."
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Sängerzahl steigt
Die Zahl der Mitglieder sei in der vergangenen Saison
um zehn auf 58 Personen gestiegen und davon seien 42
unter 27 Jahre alt, berichtete Welle. In 52 Proben und
zwei Probenwochenenden sei ein Repertoire mit größeren
oratorischen Werken erarbeitet worden, das auch 2001
einige Konzert-Höhepunkte erlaube. Mitgewirkt werde
unter anderem beim Jubiläumskonzert des MGV
Allmendshofen im Juni, beim Bodensee-Chorfest in
Friedrichshafen, bei den Hüfinger Kinder- und
Jugend-Chortagen und beim Benefiz-Weihnachtskonzert in
St. Johann in Donaueschingen.
Aktionen - auch zur Werbung aktiver und passiver
Mitglieder - seien die Präsenz des Chors im Internet,
die Einrichtung eines Archivs und eine neu gestaltete
Broschüre zur Information der Bevölkerung, meinte
Welle. Die Einführung des Euro zu Beginn des nächsten
Jahres veranlasste den Vorstand, die Mitgliedsbeiträge
von der Versammlung von 30 Mark auf 20 Euro anheben zu
lassen.
Im neu gewählten Vorstand bleiben als zweiter
Vorsitzender Volkmar Weber, als Schriftführerin Beate
Proske und als Beisitzerinnen Melanie Weber und Nicole
Maier. Simone Messmer löst die langjährige
Kassiererin Doris Huber ab, die vom Vorsitzenden für
die zeitaufwendige Tätigkeit geehrt wurde.
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Kontakt:
Josef Welle ( tel. 0771/898490), Hubert Stinner ( tel.
0771/8979407), Beate Proske ( tel. 0771/8968908). |