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"Als ich am
1. August hier meinen Dienst angetreten habe, war
ich zunächst ganz allein", erzählt
Strasser. Die Schüler waren gerade in die
Sommerferien entlassen worden, und so würden sich
die ersten Wochen relativ ruhig gestalten, dachte
sich Strasser. Doch weit gefehlt, denn die
Handwerker, waren mit den restlichen Arbeiten für
den Anbau vollauf beschäftigt. "Da fiel das
Arbeiten nicht immer ganz leicht, aber auch das
haben wir geschafft und können uns nun über den
gelungenen Anbau freuen". Eingelebt hat sich
der Rottweiler in der Donaustadt sehr gut, erzählt
er.
Nachdem die räumlichen Nöte für die nächsten
Jahre gelindert sind, werden die Umstrukturierung
der Oberstufe und das achtjährige Gymnasium
Rudolf Strasser und seine Kollegen in den nächsten
Monaten beschäftigen.
"Für die Umstrukturierung der Oberstufe ist
es ganz wichtig, dass die Schüler richtig beraten
werden und die für sie richtigen Fächerkombinationen
wählen", betont der Rektor, der in seiner
Zeit am Leibniz-Gymnasium in Rottweil als
Oberstufenberater langjährige Erfahrung mit nach
Donaueschingen bringt. "Es liegt mir dabei am
Herzen, dass die Berater mit jedem Schüler
einzeln Gespräche führen, in denen Stärken und
Schwächen individuell angesprochen und Fächerkombinationen
zusammengestellt werden", erläutert Strasser
das Vorgehen.
Dass ihm seine neue Aufgabe in der Donaustadt viel
Freude bereitet, ist ihm leicht anzumerken, denn
in puncto Ideen und Planungen kann sich Rudolf
Strasser kaum bremsen: Dass seine Schüler gut auf
die Neuerungen vorbereitet sind, liegt ihm
besonders am Herzen. "Es dauert seine Zeit,
bis auch die Kollegen umfassend informiert
sind", sagt Strasser, denn an der Schule, die
derzeit von 1070 Schülern besucht wird, sind 79
Lehrer beschäftigt.
Das Angebot an der Schule ist groß.
Altsprachlich, neusprachlich und
naturwissenschaftlich können die Schüler ihre
Ausbildung ausrichten. Mehr Wert soll künftig auf
die allgemeinen Kenntnisse gelegt werden. Darauf
zielt die Neustrukturierung der Oberstufe ab.
Deutsch, eine Fremdsprache sowie Mathematik sind
verpflichtend für alle Schüler. Dazu werden sie
dann zusätzlich so genannte Profil- und Neigungsfächer
wählen, die mit gleicher Stundenzahl unterrichtet
werden. Dabei besteht die Möglichkeit,
individuelle Schwerpunkte zu setzen. Gestärkt
werden soll in jedem Fall die Bedeutung der
Naturwissenschaften in der Oberstufe.
Wenn das achtjährige Gymnasium eingeführt wird,
werden auch die Lehrpläne erneuert. Das bedeutet
Arbeit. Viel Neues kommt also auf Lehrer und Schüler
in den nächsten Monaten und Jahren zu. Gute
Organisation und umfassende Information aller
Beteiligten hat Rudolf Strasser sich zum Ziel
gesetzt.
Von Stefanie Langer (sb)
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