Donaueschingen (los) Bei der in der Baaremer
Öffentlichkeit mit Spannung erwarteten Wiederbesetzung der
Schulleiter-Stelle am Donaueschinger Fürstenberg-Gymnasium
zeichnet sich jetzt ein klarer Vorsprung eines Bewerbers ab.
Nach Informationen der Zeitung hat das Freiburger
Oberschulamt aus den ursprünglich acht gesammelten
Bewerbungen zwar noch drei Kandidaten in die engere Wahl
gesiebt, "enttarnt" aber bereits ganz nachdrücklich
seinen Favoriten. Insider der Schulbürokratie gehen deshalb
davon aus, dass der seit Juli 1973 am Rottweiler
Leibnitz-Gymnasium unterrichtende Studiendirektor und
stellvertretende Schulleiter Rudolf Strasser im Sommer neuer
Chef am Fürstenberg-Gymnasium wird, nachdem Manfred Glunk am
16. Juli in den Ruhestand verabschiedet worden ist.
Die Entscheidung dieser auch für den Schulträger Stadt und
die breite Öffentlichkeit bedeutsamen Stellenbesetzung trifft
jeweils souverän und unabhängig vom obligatorischen
"Anhörungsrecht" von Gemeinderat und Schulkonferenz
das Stuttgarter Kultusministerium, baut aber dabei fast immer
auf die Empfehlung des Oberschulamtes. Als "besonders gut
geeignet" taxiert diese Freiburger Ministerial-Fachbehörde
den Rottweiler Pädagogen nicht nur wegen seiner
|
"umfassenden Kompetenz und Erfahrung als
stellvertretender Schulleiter", sondern auch wegen seiner
"allgemein anerkannten Eigenschaften und Fähigkeiten der
Menschenführung, Sachlichkeit und Fairness bei Durchsetzung
einzuhaltender Pflichten". An seiner jetzigen Wirkungsstätte
genieße der Bewerber "unbestrittene Autorität",
heißt es in einer Bewertung weiter. Und ebenfalls gewürdigt
wird in der "Personalstudie" ein vielfältiges
gesellschaftliches und kulturpolitisches Engagement Strassers
in Rottweil, wo der Lehrer für Geschichte, Sozialkunde und
Deutsch beispielsweise Vorstandsmitglied des Freundeskreises
Rottweiler Musiktage und im Forum Kunst oder Mitglied des Münsterchores
ist.
Verhaltener schäumt da schon die Empfehlung des
Oberschulamtes für die beiden weiteren in die engere Wahl
gezogenen zwei Donaueschinger Bewerber, über die man den
Gemeinderat und die Schulkonferenz auch noch entscheiden lässt
und die damit zumindest theoretisch auch für die
Glunk-Nachfolge in Frage kommen könnten. Die seit 1981 am Fürstenberg-Gymnasium
lehrende Oberstudienrätin Ursula Kiefer findet sich auf
dieser Empfehlungsliste und ihr Kollege Wolfgang Menz, der
schon seit 1979 am "FG" unterrichtet und für das
Oberschulamt offenbar den zweiten Platz der amts-internen
Empfehlung hält.
|