Chorreise ins 9000 Kilometer
ferne "Südeuropa"
Jugendchortreffen des
Schwarzwaldgau Sängerbundes im französischen Überseedepartement
Réunion / Planungen laufen
Donaueschingen (dj). Ein gutes Jahr ist seit
der Idee und den ersten unverbindlichen Gesprächen bereits
vergangen. Inzwischen aber nimmt die für Herbst 2002 geplante
Jugendchorreise ins über 9000 Kilometer ferne Réunion
konkrete Formen an, wie der Jugendchorleiter des
Schwarzwaldgau-Sängerbundes (SSB), Hubert Stinner , im Gespräch
mit dem Schwarzwälder Boten erläuterte.
Die
kleine Vulkaninsel Réunion zählt, 700 Kilometer östlich
von Madagaskar und 200 Kilometer südwestlich von
Mauritius gelegen, aufgrund ihrer französischen Zugehörigkeit
als "südlichster Rand Europas". Den Anstoß
zu diesem ungewöhnlichen Reiseziel verdankt Stinner,
der im SSB zugleich die Ämter des Jugendchorleiters
und des Jugendreferenten inne hat, seiner Tätigkeit
als Musiklehrer und Schulchorleiter am Fürstenberg-Gymnasium.
Auf schulischer Ebene nämlich haben Eberhard Kern und
Gabriele Rottenecker, die ebenfalls am Gymnasium
unterrichten, seit längerem einen regelmäßigen
Austausch mit dem französischen Überseedepartement
etabliert.
Durch diese bestehenden Kontakte ergab sich die
einzigartige Möglichkeit, das 3. Jugendchortreffen
des SSB in solch entfernten Gefilden auszurichten.
Nach den erfolgreichen ersten beiden Treffen - 1996
noch in der Löffinger Linsimühle und 2000 bereits in
der Toskana - erfolgt nun also gewissermaßen ein
Quantensprung, verbunden mit einem Mehr an Proben,
finanziellem Aufwand und nicht zuletzt
organisatorischer Herausforderung.
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Unterstützt
wird der Chorleiter deshalb von seinen beiden
Jugendreferenten-Stellvertretern Doris Huber und
Philipp Krämer, die ihm bei Organisation und
musikalischer Vorbereitung zur Seite stehen. Sie
werden außerdem zusammen mit Eberhard Kern als
Begleitpersonen den langen Flug auf das im Indischen
Ozean gelegene Eiland antreten. Wie viele junge Sängerinnen
und Sänger es zu betreuen gilt, darauf will sich
Stinner noch nicht festlegen. Lediglich einen
Richtwert von 30 bis 50 könne er nennen, die endgültige
Chorgröße für den etwa zehntägigen Trip wird je
nach Besetzungsstärke der einzelnen Stimmen
variieren.
Mit Schuljahresbeginn will das Organisationsteam an
alle Chöre des SSB Mitteilungen verschicken, in denen
deren mindestens 14-jährige Nachwuchstalente
offiziell zur Teilnahme an dieser Erlebnisreise
eingeladen und ermutigt werden sollen. Einzige
Bedingung ist die regelmäßige, erfolgreiche
Teilnahme an den Vorbereitungsproben, die
voraussichtlich schon ab Oktober am jeweils ersten und
dritten Freitag jeden Monats im Musiksaal des Fürstenberg-Gymnasiums
stattfinden werden.
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Förderkreis unterstützt die ungewöhnliche Reise
Tägliches Proben wird unumgänglich sein
Donaueschingen (dj). Der von den Teilnehmern beizusteuernde Eigenanteil dürfte sich auf rund 2000 Mark - oder dann: gut 1000 Euro - belaufen.
Ermöglicht wird dieser in Anbetracht des fernen Ziels geringe Betrag einerseits dadurch, dass möglichst viele der deutschen Gäste bei Familien, in so genannten "Homestays", untergebracht werden sollen.
Zum anderen werden beträchtliche Zuschussgelder fließen, die das Präsidium des SSB für diese Unternehmung bereits verbindlich zugesichert hat.
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Auch von Seiten des "Fördervereins des Vokalensembles Schwarzwald" könne man mit einer Finanzspritze rechnen, zeigt sich der Chorleiter zuversichtlich. Damit wird die Kooperation Schule-Verein honoriert, die sich unter seiner Leitung in Form von Schulchor und SSB schon bei den vorangegangenen beiden Jugendchortreffen bewährt hat.
Trotz des langen Probenvorlaufs sollen auf Réunion das Einüben des Repertoires und besonders die Stimmbildung den Schwerpunkt des Tagesablaufs ausmachen. Stinner rechnet mit zwei oder drei Konzerten, auf die mit täglich drei bis fünf Stunden Probe hingearbeitet werden soll. Arbeitsverweigerung befürchtet er ob dieses Pensums nicht. Vielmehr habe sich in der Vergangenheit gezeigt, dass dieses intensive Arbeiten fernab vom Alltag hinsichtlich Motivation und Konzentration der jugendlichen Teilnehmer geradezu förderlich sei.
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Dokumentation aus dem
Schwarzwälder Boten / Lokalredaktion
Donaueschingen
Datum: 30.08.01
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