Glunk
betonte zunächst, dass er persönlich die
Schulzeitverkürzung sehr befürworte. Die Änderung
sei "schon lange überfällig" gewesen.
Bisher seien die Schulzeiten im internationalen
Vergleich zu lang gewesen, und in den Lehrplänen, die
nun gekürzt werden müssten, habe sich auch
"viel Leerlauf" befunden. Eine Überarbeitung
sei hier also dringend notwendig.
Bedenken, dass das Abitur schwerer zu erreichen sein
wird, oder dass die Belastungen für die Pädagogen
steigen, hat Glunk nicht. Man müsse eben die Lehrpläne
entrümpeln und nur das Wesentliche beibehalten.
Goethes "Faust" müsse zwar ebenso weiterhin
gelehrt werden wie auch gewisse Themen aus Geschichte
und Mathe, die Manfred Glunk als Beispiele anführte.
Man sollte sich also durchaus darum bemühen,
weiterhin das essentielle Grundwissen zu vermitteln.
Spezialkenntnisse sollten sich die Schüler jedoch
mehr als bisher an den Universitäten aneignen.
In der nötigen Novellierung des Lehrplans sieht Glunk
eine große Chance für die allgemein bildenden
Gymnasien. Man müsse nun anders arbeiten und eine Veränderung
der bisherigen Gewohnheiten würde meist zum Überdenken
des Bestehenden führen. Dies sei nie ein Schaden, wie
er in seinen 40 Berufsjahren gemerkt habe. |
Den
geplanten Ausbau der Parkplätze befürwortet Glunk
trotz des zu erwartenden Rückgangs an Autos, der
durch das jüngere Abgangsalter der Schüler und die
damit verminderte Anreise mit eigenen Pkw
hervorgerufen werden wird. Es habe ohnehin immer ein
Mangel an Abstellmöglichkeiten bestanden. Da die
Parkplätze auch von Besuchern der Baar-Sport-Halle
genutzt würden, sei der Ausbau auch allein schon
deswegen nötig. Auch die Erweiterung des Schulgebäudes
werde bei Einführung des achtjährigen Abiturs nicht
plötzlich zu leeren Räumen führen. Die
freiwerdenden Zimmer würden im Gegenteil überhaupt
erst eine wirklich sinnvolle Aufteilung der Klassen
ermöglichen.
Dieses Jahr werden sich rund 5000 Schülerinnen und
Schüler im Oberschulamtsbereich Freiburg an den
allgemein bildenden Schulen den Abiturprüfungen
stellen. Nach der Statistik der Prüfungsfächer liegt
an den Gymnasien wieder der Leistungskurs Englisch an
erster Stelle auf der Beliebtheitsskala der Schüler
(40,2 Prozent), gefolgt von Mathematik und Deutsch.
93,3 Prozent aller Abiturientinnen und Abiturienten
werden im Fach Mathematik eine schriftliche Prüfungsklausur
schreiben, davon ein gutes Drittel auf
Leistungskursniveau.
Zum ersten Mal werden in diesem Jahr Schülerinnen und
Schüler im Leistungskurs und Grundkurs Italienisch in
die Prüfung gehen. Damit konnten für diese Abiturprüfung
alle wichtigsten europäischen Fremdsprachen für das
Abitur vorbereitet werden. Mit dem Fach Ethik steht
ein weiteres Fach aus dem
gesellschaftswissenschaftlichen Kanon neu zur Wahl. |