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Bei Regen nutzen Schüler den Bus

Unterrichtszeiten führen zu Spitzenbelastungen des öffentlichen Verkehrsmittels

Donaueschingen (sb) Probleme und Kritik lassen sich in Sachen Schülerbeförderung nicht grundsätzlich vermeiden, so Ernst Zimmermann, Hauptamtsleiter der Stadt. Trotzdem sind Stadt und Beförderungsunternehmen immer sehr stark bemüht, den Busbetrieb für die Schülerbeförderung so optimal wie möglich zu organisieren und auftretende Probleme möglichst zu vermeiden.

Bei der Organisation der Schülerbeförderung kommen die Organisatoren um folgende Gegebenheiten nicht herum: Bis auf wenige Ausnahmen ist die Schülerbeförderung in den Öffentlichen Personennahverkehr integriert. Diesbezüglich eine Änderung herbeizuführen, ist weder sinnvoll noch wünschenswert, teilt die Stadt mit.

Das Ergebnis wäre eine wesentliche Verschlechterung des Nahverkehrsangebotes. Aufgrund dieser Sachlage nutzen Schüler in der Regel für ihren Schulweg Linienbusse. Die Anzahl der Fahrten dieser Busse, die Verkehrstage und die Fahrzeiten richten sich nach dem jeweils gültigen Kreisfahrplan.

Die Linien des Kreisfahrplanes werden von den Busunternehmen in der Regel auf eigene Rechnung gefahren. Die Einnahmen aus Fahrscheinverkäufen an Schüler und Erwachsene und die Einnahmen aus Zuschüssen müssen die Kosten des Busbetriebs decken. Bei der Gestaltung des Fahrtenangebots sind diese betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkte zu berücksichtigen. Dies führt letztlich zu einem Fahrplan, der sich an der Nachfrage orientieren muss. An den Wochenenden und an schulfreien Tagen ist deshalb das Busangebot reduziert.

Organisatoren möchten Betrieb optimal gestalten

Große Schwierigkeiten bei der Organisation der Schülerbeförderung bereitet die Tatsache, dass die Schulen den Unterrichtsbeginn und den Unterrichtsschluss fast durchgängig auf die erste, beziehungsweise sechste Stunde festgelegt haben.

Diese einheitliche Stundenplangestaltung bewirkt in der Schülerbeförderung starke Verkehrsspitzen, die nur durch den Einsatz aller verfügbaren Buskapazitäten und der verstärkten Inanspruchnahme von Großraumbussen bewältigt werden kann. In der übrigen Zeit werden die für die Bewältigung der Verkehrsspitzen benötigten Buskapazitäten jedoch nicht gebraucht.

Erschwerend bei der Organisation der Schülerbeförderung wirkt sich auch aus, dass viele Schüler in den Sommermonaten und im Frühherbst im Kurzstreckenbereich mit dem Fahrrad oder dem Mofa zur Schule fahren. Die Mitfahrt in den Linienbussen wird solange wie möglich hinausgezögert. Je nach Witterung fährt diese Schülergruppe bereits ab Schuljahresbeginn im Oktober oder erst im November/Dezember in den Linienbussen mit. Bei kurzfristigen Wetterumschwüngen warten dann jeweils oft doppelt so viele Schüler an den Haltestellen als in den Tagen zuvor. Dieses Schülerverhalten führt dazu, dass die Busunternehmen jeweils nur bedingt und im Nachhinein auf die zusätzlichen Fahrgäste reagieren können.

Dokumentation aus dem Schwarzwälder Boten / Lokalredaktion Donaueschingen  
 Datum:  7-11-2001

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