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Bus-Probleme stehen im Brennpunkt
Großes Eltern-Forum mit Experten in der kommenden Woche zur Sicherheit der Kinder auf dem Schulweg
DONAUESCHINGEN (tri). Die Elterninitiative "Schülerlbeförderung"
veranstaltet ein großes Diskussionsforum über Sicherheits-Probleme für Kinder auf dem Schulweg. Im Brennpunkt stehen dabei Unzulänglichkeiten beim Thema Schulbus. Bei der Veranstaltung in der kommenden Woche
soll eine umfangreiche Mängelliste päsentiert und im Beisein zahlreicher Experten diskutiert werden.
Die Elteminitiative gründete sich unlängst wegen Sicherheitsmängeln auf dem Schulweg. Mit ein Auslöser war der Eindruck, dass die Behörden die Sorgen nicht ernst nehmen. Am Mittwoch, 14. März, ab 19 Uhr wollen die Eltern in der Aula des Fürstenberg-Gymnasiums den Schulweg-Problemen gemeinsam auf den Grund gehen. Als Mitveranstalter tritt die Donaueschinger Verkehrswacht auf. Die
Elterninitiative hat in den vergangenen fünf Monaten bereits Vorarbeit geleistet. Ein erster Erfolg: In Donaueschingen durfte man jetzt am jährlichen Schulleitergespräch der Stadt teilnehmen.
Ein drängendes Problem sind die Schulbusse. Drei Komplexe sind es, die angesprochen werden sollen. Zum einen gebe es zahlreiche Hinweise, dass in den Bussen untolerierbare, weil gesetzeswidrige Zustände herrschen; so stünden Schüler während der Fahrt sowohl neben dem Fahrer als auch auf den Treppen. Zustände, die nach Angaben des Bräunlinger Verkehrsexperten Klaus-Peter Bernstorff den Umstand eines Verkehrsverstoßes erfüllen, der mit 150 Mark Bußgeld (für den Fahrer) eingestuft sei. Zum anderen gebe es seit Jahren schon Klagen darüber, dass die Busfahrer Kinder in den Ortsteilen einfach stehen ließen. Dabei seien die Busunternehmen als vom
Kreis beauftragte Lizenznehmer dazu verpflichtet, alle Kinder mitzunehmen.
Die Elterninitiative will nicht meckern, sondern dazu beitragen, dass Missstände behoben und Missverständnisse ausgeräumt werden. Ein weiterer Themenkomplex sind die Bushaltestellen: Autofahrer rasen mit überhöhtem Tempo vorbei, viele Busstopps seien schlecht beleuchtet und zu klein, die Verletzungsgefahr für Kinder beim Einstieg sei groß, oft würde auf den Parkbuchten regelwidrig geparkt. Die Initiative will vor allem den Spruch ,Das war schon immer so, wir können nichts ändern" nicht mehr akzeptieren. Der Sicherheit der Kinder müsse ein höherer Stellenwert eingeräumt werden. Die Gruppierung will deshalb demnächst eine Hotline einrichten, Kontrollen an den Haltestellen durchführen und sich regelmäßig zu Arbeitskreisen treffen.
Der CDU-Stadtrat und Verkehrswachtvorsitzende Franz Gruler Ist überzeugt, dass die Gespräche an diesem Mittwochabend zu mehr Verkehrssicherheit für unsere Schüler beitragen können." Gruler appelliert speziell an Eltern und Verantwortliche aus Stadtteilen, dieses Angebot wahrzunehmen. Gerade Kinder aus den Stadtteilen seien von den geschilderten Nöten oft besonders betroffen".
Der Informationsabend richtet sich an alle Eltern aus dem Landkreis. Auf dem Programm steht ein Eröffnungsreferat durch einen Vertreter der Landesverkehrswacht. Dann folgt ein Vortrag der Polizeidirektion Aalen über ein besonderes Schülerbeförderungsprojekt auch im Hinblick auf das Thema Kriminalitätsprävention. Schließlich stellt Klaus-Peter Bernstorff die Elterninitiative vor. Anschließend ist eine Podiumsdiskussion geplant.
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Dokumentation aus der Badischen Zeitung
> 9-3-01< Lokalausgabe Donaueschingen

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