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Ein kurzer Abstecher in die Berufswelt

Elftklässler des Fürstenberg-Gymnasiums schauen sich um



Donaueschingen. "32 Zweitklässler sind viel anstrengender, als ich es mir je hätte träumen lassen", sagt Nadja Görtz, eine Elftklässlerin des Fürstenberg-Gymnasiums Donaueschingen, die an der Hüfinger Grundschule vom 23. bis 27.April ihre Berufserkundung (BE) absolviert.

Schon am Anfang des Schuljahres wurden die Schüler aufgefordert, ein Portrait ihres gewünschten Berufes darzustellen. Danach hatten sie von November bis Januar Zeit, sich mit Beilage eines Schreibens des Fürstenberg-Gymnasiums um eine Praktikumsstelle zu bewerben. Nicht immer gelang dies auf Anhieb, jedoch stellte der betreuender Lehrer Wolfgang Menz zuletzt beruhigt fest, dass alle 88 Schüler einen Praktikumsplatz bekommen hatten.

Die Wahl der Bereiche fiel sehr verschieden aus. Neben dem großen Interesse an pädagogischen Berufen, wählten andere Schüler Bereiche wie Architektur, Psychologie, Restauration und sogar Bundeswehr.

Inzwischen neigt sich die Berufserkundung ihrem, Ende entgegen und einige Praktikanten merken, wie anstrengend und verantwortungsvoll das Berufsleben sein kann. Auch Katrin Zandona, die an der Bräunlinger Grund- und Hauptschule in ihrer BE-Woche die erste Klasse begleitet, meint: "Es ist ein schöner, aber auch sehr anstrengender Job, und wenn man das alles nicht einhundertprozentig macht, kann man es vergessen."

Wie Katrin berichtet auch Claudia Delor, die eine Woche für diese Berufserkundung viel zu kurz findet, von großer Anstrengung und viel Spaß im Knabenheim Hüfingen.

Claudia könnte sich diesen Beruf auch in ihrer Zukunft vorstellen, da die Atmosphäre sehr gut ist und sie es als starke Herausforderung und wichtige Hilfe ansieht, schwer erziehbare Knaben nicht nur zu unterrichten, sondern auch den ganzen Tag zu betreuen und mit ihnen in Wohngruppen zusammen zu leben, wie dies in Hüfingen der Fall ist.

Ein vollkommen anderes Metier haben Katharina Drumm und Angelina Taichrib betreten. Sie schnuppern in den Berufsalltag eines Architekten hinein. Mit dem Chef des Büros, Thomas Haas, besuchten sie schon Baustellen und durften auch selbst kleine Dinge skizzieren. Die Atmosphäre in diesem Büro empfanden Katharina und Angelina als sehr angenehm und gelassen und berichteten von einem freundlichen Team.

Auch im katholischen Kindergarten St. Elisabeth, in dem Claudia Reichmann sich gerade mit vier Kindern um einen Tisch versammelt hatte, empfingen die Erzieherinnen die Praktikantin freundlich. Die Kinder erzählten von Bastelarbeiten und Spielen, die Claudia mit ihnen gemacht habe und auch die Leiterin, Ingeborg Vogt, schien sehr angetan von Claudia, die früher selbst schon diesen Kindergarten besuchte und sich deshalb wie zu Hause fühlte.


Von Nicole Jäger

 

Dokumentation aus dem Schwarzwälder Boten / Lokalredaktion Donaueschingen  
 Datum:  3-05-01

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