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Schon am Anfang
des Schuljahres wurden die Schüler aufgefordert,
ein Portrait ihres gewünschten Berufes
darzustellen. Danach hatten sie von November bis
Januar Zeit, sich mit Beilage eines Schreibens des
Fürstenberg-Gymnasiums um eine Praktikumsstelle
zu bewerben. Nicht immer gelang dies auf Anhieb,
jedoch stellte der betreuender Lehrer Wolfgang
Menz zuletzt beruhigt fest, dass alle 88 Schüler
einen Praktikumsplatz bekommen hatten.
Die Wahl der Bereiche fiel sehr verschieden aus.
Neben dem großen Interesse an pädagogischen
Berufen, wählten andere Schüler Bereiche wie
Architektur, Psychologie, Restauration und sogar
Bundeswehr.
Inzwischen neigt sich die Berufserkundung ihrem,
Ende entgegen und einige Praktikanten merken, wie
anstrengend und verantwortungsvoll das Berufsleben
sein kann. Auch Katrin Zandona, die an der Bräunlinger
Grund- und Hauptschule in ihrer BE-Woche die erste
Klasse begleitet, meint: "Es ist ein schöner,
aber auch sehr anstrengender Job, und wenn man das
alles nicht einhundertprozentig macht, kann man es
vergessen."
Wie Katrin berichtet auch Claudia Delor, die eine
Woche für diese Berufserkundung viel zu kurz
findet, von großer Anstrengung und viel Spaß im
Knabenheim Hüfingen.
Claudia könnte sich diesen Beruf auch in ihrer
Zukunft vorstellen, da die Atmosphäre sehr gut
ist und sie es als starke Herausforderung und
wichtige Hilfe ansieht, schwer erziehbare Knaben
nicht nur zu unterrichten, sondern auch den ganzen
Tag zu betreuen und mit ihnen in Wohngruppen
zusammen zu leben, wie dies in Hüfingen der Fall
ist.
Ein vollkommen anderes Metier haben Katharina
Drumm und Angelina Taichrib betreten. Sie
schnuppern in den Berufsalltag eines Architekten
hinein. Mit dem Chef des Büros, Thomas Haas,
besuchten sie schon Baustellen und durften auch
selbst kleine Dinge skizzieren. Die Atmosphäre in
diesem Büro empfanden Katharina und Angelina als
sehr angenehm und gelassen und berichteten von
einem freundlichen Team.
Auch im katholischen Kindergarten St. Elisabeth,
in dem Claudia Reichmann sich gerade mit vier
Kindern um einen Tisch versammelt hatte, empfingen
die Erzieherinnen die Praktikantin freundlich. Die
Kinder erzählten von Bastelarbeiten und Spielen,
die Claudia mit ihnen gemacht habe und auch die
Leiterin, Ingeborg Vogt, schien sehr angetan von
Claudia, die früher selbst schon diesen
Kindergarten besuchte und sich deshalb wie zu
Hause fühlte.
Von Nicole Jäger
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