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Abiball 2001 

Geschichten von Sprachpanschereien und einigen Marotten der Lehrer erzählt


Donaueschingen (fs). Junge Leute in Anzügen und Abendkleidern tummelten sich am Samstag Abend in der Donauhalle und bei aller Ausgelassenheit wehte doch auch ein Hauch von Melancholie durch den Saal, als die Fürstenberg-Gymnasiasten ihren Abschied vom Schülerdasein feierten.

Groß war die Freude bei Felix Maier und Nina Peter, die in diesem Jahr die Goldene Uhr des Fürstenhauses als bester Absolvent und beste Absolventin entgegennehmen durften. Insgesamt wurden 35 Schüler mit einem Preis oder einem Lob für herausragende Gesamtleistungen bedacht. Daneben gab es zahlreiche Auszeichnungen für besonders gute Noten in den Leistungskursen (wir berichten noch).

Für großen Applaus sorgte die anschließende obligatorische Rede durch den Jahrgangsbesten, Felix Maier. Er stellte die Tendenzen der Gesellschaft in Bezug zum Mikrokosmos Fürstenberg-Gymnasium und griff auf ironische Weise Themen wie Sprachpanscherei, Anglizismen oder die Tücken des Multimedia-Zeitalters auf. Die launige und gut verständliche Ansprache sorgte beim Publikum sichtlich für Begeisterung. Nach einer ausführlichen Stärkung am Büffet für alle Beteiligten begann gegen 22.15 Uhr das Programm. Den Auftakt machte Ferdinand Martin mit einer Kostprobe seiner musikalisches Können. auf dem Marimbaphon.

Danach bedankten sich die einzelnen Leistungskurse (LK) mit kleinen Ratespielen oder Aufführungen bei den Lehrern, von denen sie die letzten zwei Jahre betreut worden waren. Besonders gelungen war die Quizshow des Kunst-LKs. Die Schüler hatten Werke berühmter Künstler nachgestellt und als Schwarz-Weiß-Fotografie festgehalten. Diese wurden dann an eine Leinwand projiziert und Lehrer Karl Ackermann musste die Ursprungs-Gemälde und Skulpturen erraten. Amüsant waren unter anderem auch eine Vorführung des Englisch-LKs, der das berühmte Silvester-Stück "Dinner for one" parodierte und ein als Multimedia-Präsentation aufbereiteter Rückblick in Form eines Wetterberichtes durch den Erdkunde-LK. Auch ein von Christine Wölfle choreographierter Gruppentanz konnte das Publikum begeistern. Geradezu furios und für viele der Höhepunkt des Abends war jedoch eine Inszenierung des Latein-Grund- und Leistungskurses. In "Eckarts Geburtstag" wurde eine Party im Lehrerzimmer dargestellt, bei der nach und nach einzelne, von den Schülern gespielte, Pädagogen des Gymnasiums eintrudelten, um zu gratulieren. Auf's herrlichste wurden dabei die Marotten und Eigenarten der Lehrkräfte auf die Schippe genommen. Die Darbietung wurde mit ständigen Lachern aus dem Publikum und minutenlangem Applaus belohnt.

Zum Abschluss des Abends betraten die Absolventen nacheinander in alphabetischer Reihenfolge die Bühne, um zusammen das Lied "Freiheit" von Marius Müller-Westernhagen anzustimmen. Am Ende des Songs regnete es Luftballons auf die Abiturienten. Bis in die frühen Morgenstunden dauerte die anschließende Party.

Dokumentation aus dem Schwarzwälder Boten / Lokalredaktion Donaueschingen  
 Datum: 2-06-01 

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