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  Abizeitung '99 erscheint "leicht" verspätet

Gestern Verkauf im Fürstenberg-Gymnasium / Rares Werk war heiß begehrt

Donaueschingen (dj). Mit über zwei Jahren Verspätung erschien gestern am Fürstenberg-Gymnasium die Abizeitung des Abiturjahrgangs 1999. An deren Erscheinen hatte inzwischen niemand mehr geglaubt hatte - die Überraschung war gelungen.
Im Juni 1999 hatten Schüler und Lehrer am Fürstenberg-Gymnasium vergeblich gewartet - die Abiturienten jenes Jahrgangs waren die Abizeitung erstmals seit mehreren Jahrzehnten schuldig geblieben. Das Lehrerkollegium wurde gestern Morgen zur großen Pause regelrecht überrumpelt, als die "99er" dem FG einen Besuch abstatteten, um ihr ausstehendes Abschiedswerk in einer unangekündigten Aktion nachzureichen. "Also, das ist ja nicht zu fassen", so ein verdutzter Pädagoge angesichts der über zwei Jahre währenden Produktionszeit, "daran hat nun wirklich keiner mehr geglaubt".

Immerhin 200 Exemplare der Abizeitung hatte der Jahrgang drucken lassen, nur die Hälfte der Auflage war jedoch für den freien Verkauf bestimmt. Wer bei der gestrigen Spontanaktion eine Zeitung erstanden hat, kann aber nicht nur ein äußerst rares, sondern auch ein in vieler Hinsicht außergewöhnliches Erinnerungsstück sein Eigen nennen: Es ist die letzte Abizeitung der Ära Manfred Glunk, des ehemaligen Direktors.

Im Gegensatz zu ihren Vorgängern - und Nachfolgern - kommt die Abizeitung 1999 ohne jegliche Werbung aus. Und das Werk "vereinigt in sich die Gedanken und die Arbeit aus zwei Jahrtausenden", wie es auf dem Titel heißt. Letzteres inspirierte den Abijahrgang '99 zu dem schwerlich bestreitbaren Motto ihrer Spätgeburt: "Was lange währt, braucht eben Zeit". Unübersehbar prangt es auf der Titelseite, die der Berliner "tageszeitung"nachempfunden ist.

Dokumentation aus dem Schwarzwälder Boten / Lokalredaktion Donaueschingen  
 Datum:  25-09-01

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