zurück  

Projekt
Zeitung in der Schule

Schwarzwälder Bote - Online

Zeitung 
in der Schule 

PROWO 2000

Die Projektwoche

Die F.F. Pferdezucht

Open air Konzert

Lehrerinterview

Zum ersten Mal am FG

Unerlaubt: Das Minimal

Beim SchwaBo


Lernen was sonst zu kurz kommt
Vom Kraftwerk bis zum Skaten


Alle zwei Jahre gibt es am Fürstenberg-Gymnasium die Projektwoche

Von Inge-Grete Hagen

Donaueschingen. Alle zwei Jahre wieder: Seit In den frühen achtziger Jahren die erste Projektwoche (Prowo) veranstaltet wurde, hat diese Art des Schuljahresausklangs für die Schüler des Fürstenberg-Gymnasiums nichts an ihrer Attraktivität verloren.

" Wie entsteht eine Tageszeitung?", dieser Frage ging die Projektgruppe nach, bestehend aus Schülerinnen und Schülern der Klassenstufen Fünf und Sechs mit ihrer Projektleiterin Inge-Grete Hagen 

Foto: SB


Die Grundidee ist, dass während einiger Tage die Schüler nicht von den Lehrern den üblichen Stoff ihrer Fächer vermittelt bekommen, sondern von unterschiedlichsten Fachleuten - Lehrern, Schülern, Eltern, Außenstehenden - etwas über einen Bereich erfahren, der sonst in der Schule zu kurz kommt; dass man etwas durch Tun lernt; oder dass man einfach bei einer sportlichen oder handwerklichen Aktivität, denen man sich einige Tage widmet, Spaß zusammen hat - Ausgleich für den Ernst, den Stress der Schulmonate.
Nach den Osterferien begann die Suche bei Schülern und Lehrern nach Ideen für die Projekte. Aus dem Angebot musste jeder Schüler drei Projekte wählen; dann kam die aufwändige Arbeit des Zuordnens, wobei nur in der ersten Runde der Computer hilfreich war. Die Feinarbeit musste von Hand gemacht werden, ebenso notwendige Nach- und Umwahlen.

In diesem Jahr werden 62 Projekte angeboten, darunter 17 sportliche Aktivitäten. So manches Unternehmen hat schon fast Kultstatus, wie Baseball mit H. Rabe. Vom Computerkurs für Mädchen bis zu Tagen im Kloster, von alternativen Energien bis zum Modellbau oder Peer-Mediation, wo vor allem Mittelstufenschüler lernen, wie man bei Gruppen Gleichaltriger Streit schlichtet - die Bandbreite ist groß. Und nur bei wenigen trifft die Kritik zu, reine Spaß-Projekte zu sein. Nur wenig Kritik ist nötig: Der Zeitdruck, unter dem die Organisation stand, weil zu spät genügend Projektvorschläge vorlagen, und dass manche Lehrer mit weniger Engagement dabei zu sein scheinen als wünschenswert wäre.

Von Anfang an wurde die Frage gestellt, ob es nicht sinnvoller sei, die Projekttage unter ein Oberthema zu stellen, wie es an manchen Schulen geschieht. Es könnte die Kreativität mehr herausfordern, sich mit immer neuen Fragestellungen auseinanderzusetzen. Dazu müssten aber mehr und genauere Vorschläge von den Lehrern angeboten werden, zu Bereichen, in die sie sich vielleicht ganz neu einarbeiten müssten. Schüler empfinden sich in ihrer Wahlmöglichkeit eingeschränkt; ihnen ist wichtig, einmal im Jahr machen zu können, worauf sie Lust haben. Außerdem ist diese Variante wohl nur bei einr kleineren Schule durchführbar.

Also in zwei Jahren wieder Prowo, höchstwahrscheinlich. Vielleicht mit enigen kleinen organisatorischen Veränderungen. Aber: Die Prowo ist besser als ihr Ruf!

»Wie entsteht eine Tageszeitung«, dieser Frage ging die Projektgruppe nach, bestehend aus
Schülerinnen und Schülern der Klassenstufen fünf und sechs mit ihrer Projektleiterin Inge-Grete Hagen. 

auf dieser Seite nach oben



Das Glück der Erde liegt bei dem Pferde


Gespräch mit einem Pferdepfleger der F.F.-Pferdezucht


Von Anna Sieringer
Valerie Holtz und
Janette Witte

Die Pferde auf den fürstlichen Koppeln bedürfen viel Pflege. (sb)


Donaueschingen. Wir kamen auf die Idee, dass es doch mal toll wäre, über den Marstall und seine Pferde zu schreiben. Wieso wir uns gerade den Marstall aussuchten? Natürlich, weil er so bekannt ist.

Als wir dann zum Pferdestall kamen, ließ uns der Pferdepfleger Jörg hinein. Er ist etwa 30 Jahre alt und er war früher Maschinenschlosser von Beruf. Als wir fertig waren, ihn zu interviewen, führte er uns auf die Koppel zu den Pferden. 
Und nun zum eigentlichen Bericht :

Der Marstall der fürstenbergischen Pferdezucht wurde 1780 erbaut und hat jetzt insgesamt 40 Pferde. Davon 39 Stuten und Fohlen und einen Zuchthengst. Die Pferde werden mit zweieinhalb bis drei Jahren zugeritten. Sie gehen nicht auf Spring - oder Dressurturniere, sondern nur auf Galopprennen.

Das jüngste Fohlen »Nawaja« ist erst vier Wochen alt. Die Stute »Tralala« ist zur Zeit das erfolgreichste Pferd des Stalles. Es werden nur Vollblut - Araber gezüchtet. Das besondere an der Rasse ist Schönheit, Ausdauer und Härte.

Gezüchtet werden die Vollblut-Araber aus dem Fürstlich Fürstenbergischen Marstall seit zwölf Jahren. Die meisten Fohlen werden zwischen Januar und Mai geboren. Die Pferde haben riesige Koppeln zur Verfügung, auf denen sie sich austoben können. Wer wäre da nicht auch gerne ein Pferd?

auf dieser Seite nach oben



Musik liegt ihm im Blut
Vom Koch zum Gastronom



Tobias Parthie organisiert das living systems open air

Von Carmen Lutter und
Julia Hauser

Donaueschingen. Nun ist es wieder so weit. Das jährliche Open-Air-Konzert findet am 11./12. August im Donaueschinger Reitstadion statt. Dieses Jahr wird das Zehnjährige gefeiert. Der Manager Tobias Parthie (33), der diese Open-AirKonzerte seit mehreren Jahren organisiert, stand Frage und Antwort.

Tobias Parthie, der sein Hobby Kochen zum Beruf machte und bis 1994 als Koch angestellt war, machte sich selbstständig und übernahm das Parkrestaurant in eigener Regie. Da er früher selber aktiv als Schlagzeuger in einer Band spielte (»Das schönste uni komplizierteste Instrument«), liegt ihm die Musik im Blut.

Tobias Parthie organisiert 
das living systems open air
Foto: sb 

Dieses Jahr heißt das Open Air »living systems Open Air«, weil die Firma living systems der Hauptsponsor ist. Früher hieß es »Fürstenberg Open Air«. Von den bisherigen Open Airs wird dies das größte werden. Dabei wird mit bis 15 000 Besuchern gerechnet. Die Bands, die kommen, sind sehr bekannt, zum Beispiel BAP und Guano Apes. Außerdem kommen noch andere interessante Bands wie zum Beispiel Marque, Deichkind oder auch The Bates.


Guano Apes und BAP kommen zum Open Air am 11./12. August auf das Reitgelände

Der Kartenverkauf läuft schon und das Festivalticket für beide Tage kostet 79 Mark. - Die Karten bekommt man unter der Ticket-Hotline 0180/5 9080 71, im Internet unter www.das-openair.de, bei Zigarrenhaus Weisbrod, im Parkrestaurant Donaueschingen und in der Geschäftsstelle des Schwarzwälder Boten.

auf dieser Seite nach oben



Das Gefühl der Fremde legt sich doch recht schnell

Neu-Gymnasiasten über ihre erste Zeit an der Schule

Von Jacqueline Musialski
Patricia Strobel
Linda Fesenmeyer

Donaueschingen. Der Übergang von der Grundschule ins Gymnasium ist schon ein riesiger Schritt, der gar nicht so leicht fällt. Einmal nachgefragt zeigt sich aber Positives und Negatives.

»Als ich auf das Fürstenberg Gymnasium kam und die vielen Schüler in der Aula sah, wurde mir ganz mulmig zumute und als ich dann aufgerufen wurde, in welche Klasse ich komme, erst recht«, so eine Schülerin einer fünften Klasse . Wir haben uns gefragt, was aus diesem 'seltsamen' Gefühl des Anfangs geworden ist, und dazu ein paar Schüler interviewt.

»Das Gefühl der ersten Tage, fremd zu sein, war bei mir nach etwa zwei Wochen nicht mehr stark", meinte ein Schüler auf diese Frage.

Gibt es etwas, auf das man sich morgens auf dem Weg zur Schule freut? Für die meisten ist es das Wiedersehen mit den Freunden, für einige der Schulschluss, für andere ein bestimmtes Fach z.B. Zeichnen oder Biologie.

Wir wollten natürlich auch wissen, was die Lehrer und Schüler ändern würden, wenn sie könnten.
Ein Lehrer: »Ich würde die Klassen kleiner machen und einen Kiosk aufbauen.«

Eine Schülerin: »Ich würde ein paar Blumen in die Aula stellen, denn sie wirkt so dunkel und kalt und ich würde mehr Ausflugsmöglichkeiten bieten.«

auf dieser Seite nach oben



Kleinere Klassen und mehr junge Lehrer

Gespräch mit Hans Binder / Neben Sport unterrichtet er Gemeinschaftskunde und Erdkunde

Von Rijad Dizdarevic Simon Stiller und Manuel Philipp

Donaueschingen. Hans Binder (60) gibt pro Woche acht bis zehn Stunden Sportunterricht, bringt seinen Schülern aber auch noch Gemeinschaftskunde und Erdkunde bei.

Wieviel Sport geben sie In der Woche?

Binder: Acht bis zehn Stunden.

Welche Fächer unterrichten sie zudem?

Binder: Gemeinschaftskunde und Erdkunde.

Was sind ihre Hobbys?

Binder: Ich spiele Tennis, schwimme und jogge gerne.

Warum sind sie Lehrer geworden?

Binder: Den Entschluss zum Beruf des Lehrers habe ich getroffen, weil ich gerne mit Kindern umgehe und auch, weil man in diesem Beruf ganz ordentlich verdient.

Was halten sie von der Schule? Ich finde, dass es am Fürstenberg-Gymnasium viele nette Kollegen gibt und man kann frei arbeiten. Was ich aber nicht so gut finde ist, dass immer mehr Schüler kommen, damit die Anzahl der Schüler in den Klassen steigt und auch der Stress für alle größer wird.

Was wären sie geworden, wenn sie nicht Lehrer geworden wären?

Binder: Ich hätte wahrscheinlich Volkswirtschaft studiert oder Jura.

Was würden sie machen, wenn sie einen Wunsch frei hätten?

Binder: Ich hätte gerne kleinere Klassen und möchte, dass mehr junge Lehrer im Gymnasium angestellt werden.

auf dieser Seite nach oben


Hungrige Pennäler auf unerlaubten Wegen

Das Minimal im Honer-Center übt eine magische Anziehungskraft auf Schüler aus


Von Veleria Borgul und
Elisabeth Hartmann

Donaueschingen. Es gehört schon fast zum Schulalltag, dass Schüler des Fürstenberg-Gymnasiums jede freie Minute nutzen, um ins »Minimal«, den Lebensmittelladen im Hohner-Center, zu gehen. Ob während einer Freistunde, großen Pause, auf dem Heimweg oder sogar in den Fünf-Minuten-Pausen, strömen Schüler In den nahegelegenen »Minimal«, um einzukaufen oder nur um zu bummeln.

Es geschieht in der großen Pause, Schüler auf dem Weg ins Minimal,
 auch wenn's eigentlich nicht erlaubt ist. 

Foto: Hartmann



Auch wenn der Schulbäcker eine große Auswahl anbietet ( Verkauf in der großen Pause), wird der »Minimal« trotzdem als beliebtes Einkaufsziel angesehen und wird es sicherlich noch lange bleiben!?

Wir haben an zwei Vormittagen während der großen Pause den Betrieb im »Minimal« angeschaut. Es sind zirka 25 bis 30 Schüler, hauptsächlich aus der Mittelstufe, die da rüber gehen, obwohl in der Schulordnung steht, dass nur Schüler der 12. und 13. Klasse das Schulgelände verlassen dürfen.

Auch der Schulleiter Herr Glunk und der Filialleiter des »Minimal« und einige
Schüler wurden von uns hierzu interviewt. Hier sind die verschiedenen Meinungen:

Rektor Manfred Glunk:

Warum sind sie dagegen, ins »Minimal« gehen? Glunk: Weil man dazu die Straße überqueren muss, und das ist lebensgefährlich !


Man hat vor kurzem den Süßigkeitenverkauf eingeführt, wollte man damit erreichen,dass weiger Schüler ins »Minimal« gehen?

Glunk: Das ist während meiner Abwesenheit eingeführt worden. Ich hätte das nicht genehmigt. Aber jetzt ist es halt eben so! Sehen wir weiter!

Meinungen von Schülern, die im »Minimal« einkaufen:

Wie oft gehst du ins »Minimal« im Laufe der Woche?

Schüler: So zirka viermal, wenn wir Freistunden haben. 

Was kaufst du dir so alles im »Minimal«?

Cola, Süßigkeiten, Chips,usw.

Filialleiter des »Minimal«:

Gab es schon Probleme mit Schülern ? Oh ja, es gab schon einmal Probleme mit größeren Gymnasiasten, aber auch Berufsschülern, wie z.B. Ladendiebstahl, Packungen aufreißen, Getränkeflaschen aufmachen, Sauerei und patzige Antworten ...


Zur Vergrößerung auf das Bild klicken ! Besuch der Projektgruppe beim Schwarzwälder Boten
Zur Vergrößerung auf das Bild klicken !


Dokumentation aus dem Schwarzwälder Boten / Lokalredaktion Donaueschingen  / Datum: 25.7.00

zurück zur Presse-Hauptseite auf dieser Seite nach oben