|
Schulmusik macht ihr
Meisterstück
Fürstenberg-Gymnasiasten und Tuttlinger Schüler führten Beethovens C-Messe auf
Das unbestritten größte kirchenmusikalische Ereignis der letzten Jahre in der mit Akustik so reich gesegneten Stadtkirche war am vergangenen Sonntagabend das Konzert mit der Aufführung von Beethovens Messe in C-Dur in der Reihe "Begegnungen der Schulmusik". Eine gelungene Synthese im Zusammenwirken von Jugendmusikorchester der Tuttlinger Gymnasien, der städtischen Musikschule Tuttlingen, dem Chor der Tuttlinger Gymnasien und dem Kammerchor der Baar unter der Gesamtleitung von Hubert Stinner.
Stinner und Solisten
A capella eingestimmt hatte der Kammerchor unter der umsichtigen Leitung von Hubert Stinner mit mehreren Liedern klassischer und zeitgenössischer Tondichter. Beeindruckend im Hauptteil des Konzertes war für die gut besetzten Zuhörerreihen das optische Volumen der Akteure. Das fand seine hörbare Fortsetzung im Solo-Quartett und im vierstimmigen Chor bei der mit der Bezeichnung "Schulmusik" reichlich tiefgestapelt worden war. Die Vorstufe zur großen "Missa solernnis", Beethovens Opus 86, ließ in dieser
Aufführung wieder deutlich werden, dass der bedeutende Meister nie musikalischer Angestellter an Höfen gewesen ist und frei wirken konnte.

Die Stimmen waren jung, den Bräunlinger Kirchenraum konnten die Schulchöre vom Fürstenberg-Gymnasium und aus Tuttlingen aber problemlos ausfüllen.
Bild: Bertsche
Der am Applaus gut ablesbare Erfolg der C-Dur Messe-Präsentation war sicherlich auch den Solisten mit zu verdanken: Chisako Miyashita (Sopran), Bettina Köhler (Alt), Hubert Mayer (Tenor) und Alois Huber (Bass) hatten auch aus dem Halbdunkel der Kirche heraus ihre Klasse im fast schon sinfonischen Bereich voll zum Tragen zu bringen vermocht.
Pfarrer Walter Eckert sprach von einem "musikalischen Geschenk
" sprach den Zuhörern aus dem Herzen als er sich dankbar zeigte und ließ kaum war das voll tönende "dona nobis pacem" verhallt - zum inneren Ausklingen das gesamte Kirchengeläut schwingen. In den Abendstunden mochten sich viele darüber gewundert haben denn das ortsansässige Publikum blieb in seiner Mehrzahl wieder
einmal lieber daheim. jb
|