Das Übel mit Lehrern und Hausaufgaben
Zum Thema Freizeit für Schüler oder: Wie Schule Spaß machen
könnte
Das Fürstenberg-Gymnasium:
Treffpunkt für Freunde, Klassenkameraden und Sportler, die
auf dem Hartplatz oder auf den Sportanlagen ihren Übungen und
Spielen nachgehen. Bevor man sich allerdings seinen
Freizeitbeschäftigungen widmen kann, ist ein verbreitetes Übel
des ach so anstrengenden Schülerlebens zu bewältigen: die
Hausaufgaben!
Für Schüler, die in der Umgebung der Schule oder in
Donaueschingen wohnen noch zu akzeptieren, für Schüler aus
den umliegenden Stadtteilen ein noch größeres Problem als es
für die meisten anderen ohnehin schon ist. Nach einem
anstrengenden Schultag erwartet einen die sich oft lang
hinziehende Busfahrt zurück in das Heimatdorf oder die
Stadtteile. Nachdem man dann endlich Mittag essen konnte, muss
man sich schon wieder in die Schulzeit am Vormittag
hineinversetzen, um die oft langwierigen Hausaufgaben zu lösen.
Und an denen mangelt es meistens nicht: Soweit es geht, will
jeder einzelne Lehrer seine Unterrichtsinhalte durchziehen.
Das bedeutet natürlich auch, dass jeder Einzelne seine
Hausaufgaben für die nächste Unterrichtseinheit loswerden
will.
Dabei wird leider nicht beachtet, wieviel Hausaufgaben die
jeweilige Klasse schon bekommen hat, und hat man am nächsten
Tag dieses Fach nicht, gibt der Lehrer eben ein bisschen mehr
auf. Dass man am nächsten Tag auch noch Hausaufgaben bekommen
kann, wird nicht berücksichtigt. Wird von den Lehrern zusätzlich
noch verlangt, ihren Unterricht wenigstens etwas attraktiver
zu gestalten, kommen irgendwelche Ausreden, wie zum Beispiel:
Man hat ja auch noch andere Klassen und kann sich schließlich
nicht um alles kümmern.
So vergeht Tag um Tag, Woche um Woche, Jahr um Jahr. Ändern
tut sich nichts. Und kommt dann vielleicht ein Lichtblick in
Form von Pennebällen in Sicht, so droht die Schulleitung auch
schon gleich wieder damit, die Party abzusagen, weil sich
nicht genug Lehrer als Aufsichtspersonen gemeldet haben.
Nun schuftet man also das ganze Jahr, um es den Lehrern
recht zu machen und dann so was! Und nicht genug damit:
Letztes Jahr wurde uns Schülern sogar damit gedroht, die
Projekttage, die ohnehin nur alle zwei Jahre stattfinden,
abzusagen, weil sich einige Klassen zu schlecht benommen hätten.
Natürlich gibt es einige Chaoten an jeder Schule, die ab
und zu einmal etwas Verbotenes tun, aber deswegen gleich die
komplette Schülerschaft zu bestrafen, ist doch ein bisschen
übertrieben. Am liebsten wäre es unseren Herren Direktoren
und Lehrern, wenn wir eine Musterschule ohnegleichen wären:
Mustergültige Lateinschüler, die brav ihre Hausaufgaben
machen und für die die Lehrer die Herren auf Erden sind.
Auch wenn sie es nicht zugeben wollen, so hätten sie es
gern. Es wäre unseren Lehrern ja zu gönnen, wenn sie auch
selbst etwas dafür tun würden. Wie man in den Wald
hineinruft, so schallt es heraus. Trotzdem möchte ich jedoch
sagen, dass ein guter Teil der Lehrer zumindest versucht, sich
diesen sicher nicht leicht zu erfüllenden Anforderungen zu
stellen. Und manche schaffen es dann sogar, den Ansprüchen zu
entsprechen. Und alles in allem kann Schule unter gewissen
Umständen dann ja auch Spaß machen.
Janosch Jauch |