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Die geplante
Oberstufenreform
Die Schüler warten gespannt. Bereits im letzten Jahr verkündete Anette Schavan, die Kultusministerin von Baden-Württemberg, eine umfangreiche Oberstufenreform in Baden-Württemberg. Darin beabsichtigt sie, nach Quellen der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft, die Abschaffung des bisherigen
Leistungs- und Grundkurssystems. Ziele dieses Vorhabens seien mehr Prüfungsfächer, mehr Unterricht im Klassenverband und weniger Wahlmöglichkeiten bei den Prüfungsfächern. Dabei werden die Kernfächer Deutsch, Fremdsprache und Mathematik anstelle der bisherigen zwei fünfstündigen Leistungskurse vorgeschrieben und zwar einheitlich vierstündig. Außerdem wird beabsichtigt, die Anzahl der Prüfungsbereiche von vier auf fünf herauf zu setzen. Dies beinhaltet eine zusätzliche Prüfung in einem Fach, welches zuvor bereits schriftlich geprüft worden ist.
C.K.
Wir warten aufs Reformpaket
Was wird sich im neuen Jahr für uns Schüler ändern? Diese Frage ging sicher jedem von uns durch den Kopf. Im März 1999 kamen die ersten Vorankündigungen. Die sogenannte "Oberstufenreform" tritt die von allen, insbesondere von den Hochschulen, geforderte Selbstständigkeit und die jeweiligen Begabungen des Schülers mit Füßen. So werden durch die Neuregelung in Bezug auf Leistungskurse individuelle Interessen und Begabungen in den neuen Pflichtfächern stark eingeschränkt, anstatt gefördert und unterstützt. Betroffen sind die jetzige achte Klassenstufe und die Jahrgänge darunter. Aber auch die heutigen Klassenstufen neun bis elf sollen bereits mit einer Heraufsetzung der Prüfungsbereiche von vier auf fünf mit einbezogen werden. Die Aussage von Anette Schavan - "clevere Schüler lernen nur in den Fächern, in denen sie geprüft werden!" - dürfte dann, wenn dies der Richtigkeit entspräche, zu einem Rückschritt zu Zeiten führen, in denen unsere Eltern ihr Abitur machten.
Insbesondere für die Schüler, die frühzeitig wissen, welchen beruflichen Weg sie einschlagen wollen, bedeutet der Wegfall von Leistungskursen einen Wettbewerbsnachteil im Studium, im Vergleich zu Schülern aus den übrigen Bundesländern.
Constantin Keller
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