|
Dominik: Ein Schüler im Rollstuhl
Wie ein Fürstenberg-Gymnasiast nach einem schweren Unfall
unbeirrt sein Leben meistert

Dominik - Rollstuhl fahrender Schüler am Donaueschinger Fürstenberg-Gymnasium.
Am vergangenen Freitag interviewten wir
Dominik, einen Mitschüler am Donaueschinger Fürstenberg-Gymnasium der Jahrgangsstufe 13. Er sitzt seit ungefähr einem Jahr nach einen Unfall im Rollstuhl. Da er jetzt wieder an unserer Schule ist, wollten wir mit ihm ein Gespräch führen. Aufgeschlossen, fing er gleich an zu erzählen.
Für den Zwanzigjährigen war der Umgang mit seiner neuen Situation kein großes Problem. Am Anfang hätten sich zwar alle gewundert, als er plötzlich im Rollstuhl angefahren kam, aber "ich hatte mit den Leuten eigentlich kein großes Problem".
Diese Erfahrung machte er schon einmal im Ausland, denn da "ist man am Anfang auch ein Fremder" so Dominik.
Seine neue Situation wurde von der Schule mit einem neu eingebauten Treppenlift erleichtert. Der Abiturient ist sehr froh darüber, denn die Schule wäre laut Gesetz nicht dazu verpflichtet gewesen. Dennoch meint Dominik: "Ein richtiger Aufzug, der von jedem (!!!) genutzt werden kann, wäre praktischer gewesen. Aber ich bin froh, dass sie so kurzfristig eine Lösung gefunden haben."
Dominik begründet dies mit der Feststellung, dass es auch für einige Schüler mit Krücken schwierig ist, die Treppen hoch zu kommen. Der Wechsel von Stockwerk zu Stockwerk und von Klassenzimmer zu Klassenzimmer ist in solchen Situationen eben einfach zu beschwerlich. Dazu ist allerdings zu sagen, dass die Schulleitung in der Regel bemüht ist, solchen Sondersituationen von Schülern mit gebrochenem Bein oder ähnlichem entgegen zu kommen. Hat ein Schüler einer Klasse ein Gipsbein, dann findet der Unterricht für alle seine Klassenkameraden im Erdgeschoss statt.
Dominik ist jetzt seit einem Jahr Rollstuhlfahrer. In dieser Zeit hat er gelernt, dieses Hilfsmittel geradezu meisterlich zu beherrschen. Er fährt damit die dreistufigen Treppen vor der Schule hinab, er kann nur auf den Hinterrädern fahren und für die Bewältigung der Bordsteinkante hat er eine spezielle Technik entwickelt: Mit Anlauf überwindet er mittlerweile routiniert solche Hürden.
Martina Bausch, Janine Damm, Katharina Wasmer
Danke: Es sind nun schon ein paar Tage her, seit wir unseren Mitschüler Dominik interviewt haben. Wir wussten nicht so recht, was uns erwarten würde. Doch unsere anfängliche Unsicherheit läste sich dank Keksen bald in Luft auf. Auch Dominiks Aufgeschlossenheit trug einen großen Teil dazu bei. Bereitwillig und lebhaft erzählte er uns zum Beispiel von seinem ersten "Abenteuer" mit dem Treppenlift, der schon gleich am ersten Schultag auf halber Strecke stehen blieb. Unsere Konversation führte uns durch die gesamte Schule. So bleibt uns eigentlich nur zu sagen, dass wir Dir, lieber Dominik, ganz arg für dieses nette Gespräch danken wollen. Wir wünschen Dir alles Gute für Deine Zukunft, auch im Hinblick auf das bevorstehende Abitur.
Martina Bausch, Katharina Wasmer, Janine Damm
|
|