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Manfred Glunk, Rektor des Fürstenberg-Gymnasiums,
sieht sich an einer "friedlichen
Schule", wie er im Gespräch mit dem Schwarzwälder
Boten erklärte. Von einem Problem wollte man auch
nicht an der Realschule sprechen, dennoch ist die
Hilfe zur Selbsthilfe angelaufen. 15 Lehrer haben
ein Mediations-Seminar als
Streitschlichtungs-Methode abgeschlossen. Zu dem
Kurs trafen sich die Lehrer ein Jahr lang außerhalb
des Unterrichts mit zwei Psychologen aus
Villingen. Die Lehrer sollen nun in einem zweiten
Schritt ihr Wissen auch an die Schüler
weitergeben. "Ganz große Sachen haben wir
zwar nicht", meint Rektor Rolf Laschinger,
aber das Seminar solle helfen, die kleinen
Streitereien zu schlichten.
Unisono meinen die Leiter der Gewerblichen und
Kaufmännischen Schulen, Günter Besenfelder und
Heinz Baumgartner, dass Gewalt in ihren Schulen
kein Thema darstelle. Die Schüler seien nicht
mehr in dem Alter, indem sie sich schlagen müssten,
meint Besenfelder. In diesem Jahr hätte er
keinerlei Beobachtungen gemacht. "Die Polizei
haben wir noch nie gebraucht" stellte auch
Heinz Baumgartner fest. Einzig würde die Schule
von Sprayern heimgesucht werden, aber, so der
Oberstudiendirektor, "die sind nicht von
uns."
"Wenn wir die Größe unserer Schule sehen,
haben wir hier das Paradies", so der Rektor
der Eichendorff-Schule Karl-Heinz Lehmann. Natürlich
könne es mal vorkommen, dass sich zwei in die
Haare geraten. Die würde er dann in sein
Sprechzimmer setzen und mit ihnen die Situation
durchgehen. Lehmann will den Schülern vermitteln:
"Mit Fäusten löst man keine Probleme."
Er könne allerdings nicht sagen, wie sich seine
Schüler außerhalb der Schule verhalten und zeigt
damit den weiterführenden Problemkreis auf.
Das einzige, was Lehmann Sorgen bereitet ist, dass
die Ausdrucksmöglichkeiten der Schüler nachließen,
was zu einer "verbalen Gewalt" führe,
so der Rektor. Schimpfwörter würden viel häufiger
verwendet. Diese Art von Gewalt sei allerdings ein
gesellschaftliches Problem, dass die Schule nicht
allein bewältigen könne.
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