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FDP will Schulen
an den Sparstrumpf
Toni Schuhmacher: Budget ist zu hoch
Donaueschingen (kew) Bei der Suche nach
Kürzungsmöglichkeiten im städtischen Haushalt sind jetzt die Schulbudgets ins Visier
geraten. FDP-Stadtrat Toni Schuhmacher regte bei den Beratungen des Haushaltentwurfs für
2001 an, die Etats der zehn Schulen genau unter die Lupe zu nehmen. Diese haben zuletzt
nämlich weniger Geld ausgegeben, als sie von der Stadt erhalten haben.
Wer bei Zeiten spart, kann sich später etwas
leisten. Dies gilt auch für die Schulen, seit der Gemeinderat vor drei Jahren die
Einführung einer Budgetierung beschlossen hat. Danach dürfen die Schulen weitgehend
selbst entscheiden, wie sie den städtischen Sachkostenbeitrag verwenden wollen. Wird in
einem Jahr nicht alles verbraucht, werden die Gelder ins folgende Haushaltsjahr
mitgenommen. Doch weil die Schulleiter hübsche Summen zusammen sparen, während die
Kassenlage der Stadt immer schwieriger wird, kommen Teilen des Gemeinderats jetzt Zweifel.
Im Schnitt zehn Prozent ihrer Sachkostenbeiträge haben die Donaueschinger Schulen im
vergangenen Jahr auf die hohe Kante gelegt. 500.000 Mark summieren sich so bei zehn
Schulen. "Ich vermute, dass wir mit unseren Sachkostenbeiträgen zu hoch
liegen", sagte deshalb FDP/FW-Stadtrat Toni Schuhmacher in der jüngsten Sitzung des
Hauptausschusses. Dennoch gab sich Schuhmacher vorsichtig: "Vielleicht kann man im
Einklang mit den Schulleitern eine Lösung finden", regte er an.
Schuhmacher rüttelt damit freilich an einem Tabu. Schließlich war die Einführung der
Budgetierung einhellig als wirksame Therapie gegen das jährlich grassierende
"Dezember-Fieber" begrüßt worden. Schuhmachers Vorstoß könnte, warnte
Bürgermeister Bernhard Kaiser, bei den Schulen nun als Signal missverstanden werden:
"Wir müssen unser Geld möglichst ausgeben, um neues Geld zu bekommen", werde
mancher Schulleiter denken.
"Hände weg vom Budget", appellierte auch Sozialamtsleiter Hubert Romer. Und
Hauptamtsleiter Ernst Zimmermann betonte: "Die Schulen haben gespart, um sich bei der
EDV etwas leisten zu können." Ohnehin würden die Sachkostenbeiträge in Zukunft
sinken. "Die Schülerzahl ist im Budget enthalten", erinnerte Zimmermann. In den
nächsten Jahren werden immer weniger Kinder und Jugendliche die Schulen der Stadt
besuchen. "Dann geht auch der Schuletat zurück." Dennoch ist das Thema noch
nicht vom Tisch. Der Gemeinderat steht vor schwierigen Auseinandersetzungen.
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