zurück zum Förderverein des FG Schwarzwälder Bote - Online


Gemeinderat spricht sich fürs achtjährige Gymnasium aus

FDP/FW-Sprecher Bühler: Kritik an merkwürdiger Abstimmung in Gesamtlehrerkonferenz / Glunk: Auch dafür


Donaueschingen (klk). "Es fällt ausserordentlich schwer, eine solche Entscheidung einfach nur zur Kenntnis nehmen zu müssen". FDP/FW-Sprecher Hansjürgen Bühler fand es mehr als merkwürdig, wie in einer Gesamtlehrerkonferenz eine Abstimmung gegen das achtjährige Gymnasium gelaufen sein sollte.

Bühler trat energisch dafür ein den jungen Leuten die Chance zu geben, früher in den Beruf einzusteigen. "In anderen Ländern ist das mit 23 und 24 Jahren üblich, bei uns erst mit 28". Schuldirektor Manfred Glunk habe außerdem vor Jahren noch entschieden für den achtjährigen Gymnasialzug gefochten.

Daran erinnerte auch Bürgermeister Bernhard Kaiser, der auf die Schulkonferenz verwies, die noch nicht gefragt worden sei, und in der außer den Lehrern auch Eltern und die Schüler mit Sitz und Stimme vertreten seien. Glunk erläuterte, dass es nicht allein um seine persönliche Meinung gehe. Er selbst sei (der Schwarzwälder Bote berichtete) ausdrücklich für das Achtjährige. "Aber bei uns ist das sehr demokratisch". Die CDU und FDP, schoss er seinerseits zurück, sollten das "Achtjährige" doch mit Mehrheit im Landtag einführen, dann sei alles im Lot. Er aber wolle nicht Vorreiter mit einem Pilotprojekt sein, hatte er kürzlich bereits geäussert. Das wiederum regte FDP-Stadtverbands-Chef Michael Klotzbücher auf. Was solle denn sonst Ziel sein, als Signale zu setzen. Konrad Hall (CDU) warf Glunk vor, nicht genug Werbung unter den Kollegen gemacht zu haben. "Der Gemeinderat kann ganz klar eine Empfehlung aussprechen!", konterte Glunk. Dies geschah denn auch - zu Gunsten der achtjährigen Gymnasialzeit. Demnächst hat die Schulkonferenz das Wort.

 


Dokumentation aus dem Schwarzwälder Boten / Lokalredaktion Donaueschingen  / Datum: 26-7-00

zurück zur Presse-Hauptseite auf dieser Seite nach oben