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Anekdote wurde erzählt
Förderverein feiert 50-jähriges
Gründergeist lebt bis heute weiter / Unterstützung der Schule
Von Manfred Beathalter

Nostalgie im einstigen Schulhaus: Das 50-jährigen Bestehen des Vereins »Freunde des Fürstenberg-Gymnasiums« wurde am Wochenende ausgiebig gefeiert. Am Samstag bot sich den ehemaligen Schülern Gelegenheit, der Gewerbeakademie Donaueschingen »aufs Dach zu steigen«. Bis 1954 beherbergte das Gebäude an der Schulstraße das Gymnasium. Akademieleiter Nussberger führte die Ehemaligen durch
das Haus.
Foto: Beathalter
Donaueschingen (bea). Die »Freunde des Fürstenberg-Gymnasiums« haben am Wochenende ausgiebig das 50-Jährige gefeiert: Bei einem Besuch im früheren Schulhaus, der heutigen Gewerbeakademie in der Schulstraße, schwelgten »betagte Herrschaften« in Schul-Nostalgie.
Am Samstagabend überließen sie sich in der Aula des Gymnasiums einem bunten fünfstündigen Festprogramm. Am 12. Dezember 1950 wurde der Verein der Freunde des Fürstenberg-Gymnasiums von Dr.
Johne, dem damaligen Direktor der fürstlichen Bibliothek, ins Leben gerufen.
Die »Pflege des humanistischen Geistes« stand anfangs im Vordergrund, erläuterte Oskar Wild, der Vorsitzende des Fördervereins, in seiner Begrüßungsrede. Zwar wurde der eigentliche Verein erst 1975 beim Amtsgericht eingetragen, aber bereits 1950 »herrschte der Geist, der bis heute weiter lebt«. Vor gut 150 Festgästen in der Aula des Gymnasiums wies Wild
auf die Veränderungen hin: So stehe heute eher die Unterstützung der Schule mit Spenden und Geld im Vordergrund, zumal das Budget der Schule für viele Wünsche nicht ausreiche.
Direktor Manfred Glunk, seit 21 Jahren Leiter des Fürstenberg-Gymnasiums und 1950 noch als Schüler in der »Quinta« der Schule, freute sich über das jubiläumsfest und über den Besuch eines »harten Kerns« aus dem Abitursjahrgang 1950, dem Jahr der Vereinsgründung. Dies sei der Beweis dafür, »dass die Schule lebt und dass sie weiter lebt«.
Das 1778 gegründete Fürstenberg-Gymnasium in Donaueschingen hatte 1950 gerade mal 3 75 Schüler und 16 Lehrer. Heute sind es 1072 Schüler, die von 75 Lehrern unterrichtet werden. Während die Schülerzahl von 1950 bis 1960 nur um 150 anstieg, war der Zuwachs von 1960 bis 1970 mit 500 am größten, zwischen 1970 und 1980 stiegen die Zahlen um 400 Schüler an, 1980 zählte das FG 1444 Schüler.
Professor Bercher, der 1939 am Fürstenberg-Gymnasium das Abitur machte,
war aus München angereist, um mit den »Ehemaligen« zu feiern und sich den vielfältigen Erinnerungen an die Jahrzehnte zurückliegende Schulzeit zu überlassen. Der Pädagoge, der 20 Jahre lang in der Ausbildung der Referendare tätig war, erzählte in der Aula zahlreiche Anekdoten aus seiner Schulzeit. Von den einstmals 16 Schülern seiner Abitursklasse, unter ihnen war der Hüfinger Heimatdichter Gottfried Schafbuch, seien heute noch sechs am Leben.
Der Professor begrüßte seine einstige Mitschülerin Elisabeth
Stierle, inzwischen 80 Jahre alt, die zur Jubiläumsfeier gekommen war. Bercher erinnerte sich daran, dass 1939 insgesamt 177 Schüler am Gymnasium waren. Er berichtete vom Aufenthalt im Landschulheim Wildenstein, vom Ernteeinsatz am Geisinger Wartenberg, von sportlichen Leistungen und natürlich von Schülerstreichen. So erlebte ein Lehrer, der damals
schon ein Auto fuhr, einen dreirädrigen DKW, dass Wasser im Tank nicht dazu geeignet ist, einen Automotor anzutreiben.
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