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"Das Unterrichten wird mir fehlen"

Studiendirektor Jürgen Ebert nimmt nach 34 Jahren Abschied vom Fürstenberg-Gymnasium

DONAUESCHINGEN (me). Nach 34 ihren pädagogischer und erzieherischer Arbeit am Fürstenberg-Gymnasim in Donaueschingen verlässt Studiendirektor Jürgen Ebert zumSchuljahresende den Schuldienst. Die Pensionierungsurkunde der Kultusministerin Annette Schavan wurde ihm jetzt von Oberstudiendirektor Manfred Gunk überreicht. Auch künftig wird der Pensionär mit Ehefrau Ingrid und er Familie in einem Stadtteil der alten Hegaustadt Engen, in Bittelbrunn wohnen.

"Ich würde wieder Lehrer werden", sagte gestern der gebürtige Sachse, für en 1966 als junger Studienreferendar in Donaueschingen die schulische Kariere begann. Der Lehrer für Biologie, Chemie und Geographie unterrichtete während der vielen Jahre in allen Klassen und Stufen einige tausend Schüler in Donaueschingen und der Region. Die Schulaufsichtsbehörde ernannte den qualifizierten Pädagogen 1971 zum Studienrat und beförderte ihn schon 1972 zum Oberstudienrat. 1977 brachte ihm die Berufung zum Fachabteilungsleiter für Biologie und Chemie den Titel des Studiendirektors.

Letzter Arbeitstag ist heute für Studiendirektor Jürgen Ebert, der am Fürstenberg-Gymnasium in Donaueschingen
34 Jahre lang die Fächer Biologie, Chemie und Erdkunde unterrichtete und jetzt in den Ruhestand geht. 
Foto: Kern

Ebert, der im April 1939 in Schwarzenberg im Erzgebirge geboren wurde, machte in der Oberschule von Annaberg das Abitur. Mit ein paar Freunden türmte er 1957 über Berlin in den Westen. In Heidelberg musste er das Abitur noch einmal ablegen, bevor er dann in Freiburg die Fächer Biologie, Chemie und Erdkunde studieren durfte. Nach einem einsemestrigen Abstecher an die Innsbrucker Universität zu einem bekannten Professor der Botanik, ging er 1966 in den baden-württembergischen Schuldienst. Der Naturschützer Jürgen Ebert war in den sechziger Jahren Mitgründer des Bundes für Umwelt und Natur in Donaueschingen.

"Das Unterrichten wird mir fehlen", meinte der designierte Pensionär etwas bedauernd. Aber nun finde er vielleicht etwas mehr Zeit für die Hobbys Wandern, Jagen und das Fotografieren von Pflanzen.

Am Herzen liegen dem Vater von zwei Töchtern und einem Sohn natürlich auch die zehn Haflinger Pferde, mit denen er früher selbst an Gespann-Wettbewerben teil genommen hatte.

Jetzt hat er die "Zügel" an seine Tochter Anja weiter gegeben. Sie wird beim Donaueschinger Reitturnier am Wochenende bei den deutschen Meisterschaften der Gespannfahrer starten und an Dressur, Gelände- und Hindernisfahrt teilnehmen.


Dokumentation aus der Badischen Zeitung > 26-7-00<  Lokalausgabe Donaueschingen