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Schulprojekt befasst sich mit Drogen

Zusammen mit Beratungsstelle weitere Aktionen 
im neuen Schuljahr geplant


Donaueschingen. Zum Abschluss der diesjährigen Projekttage präsentierten die Schüler des Fürstenberg Gymnasiums die Ergebnisse, die sie im Rahmendes Projekts "Sucht- und Drogenberatung" erzielt haben. Während der Projektwoche am Fürstenberg-Gymnasium haben sich Schüler der siebten und achten Klassen intensiv mit der Drogenproblematik beschäftigt.

Das Projekt "Sucht- und Drogenberatung" erfreute sich enormen Zulaufs, so dass nicht alle interessierten Schüler daran teilnehmen konnten. "Dieses Thema weckt Emotionen", so der Projektleiter Thomas Umbscheiden.

Während der vier Tage beschäftigten sich die Schüler unter anderem mit dem Einfluss der Werbung auf den Drogenkonsum. Weiterhin wurde ein Fragebogen über das Raucherverhalten und Alkoholkonsum erstellt. Die Umfrage führten die Siebt- und Achtklässler in der Schule und parallel dazu bei Einwohnern Donaueschingens durch.

Die meisten interviewten Schüler und Schülerinnen des Fürstenberg-Gymnasiums im Alter zwischen 16 und 18 Jahren, rauchen zehn bis 15 Zigaretten am Tag. Sechs von zehn rauchenden Passanten bringen es auf mehr als eine Packung. Für die Glimmstengel geben die Schüler 80 bis 100 Mark pro Monat aus, die Donaueschinger Einwohner zwischen 15 und 200 Mark. Die Umfrage unter Schülern des Gymnasiums ergab weiter, dass viele von ihnen aufgrund des Gruppenzwangs anfingen zu rauchen. Viele Donaueschinger rauchen, um ihrem Ärger Luft zu machen.

"Dieses Thema weckt Emotionen."

Von den 24 Schülern gab ungefähr die Hälfte zu, regelmäßig Alkohol zu trinken. Bei den Schülerinnen greifen zwei häufiger zur Flasche. Nur drei von den 24 befragten Bürgern zwischen 18 und 69 Jahren (davon 18 Frauen), sprechen regelmäßig dem Alkohol zu. Beim Autofahren verzichten 17 Schüler auf Alkohol. Von den Schülerinnen konsumieren fast alle weniger oder keinen Alkohol, wenn sie sich ans Steuer setzen. Der Großteil der Passanten, sowie auch der Gymnasiasten, kann sich eine Feier ohne Alkohol vorstellen. Die Umfrage-Ergebnisse kann man auch über die Homepage des Fürstenberg-Gymnasiums (www.fuerstenberg-gymnasium.de) aufrufen.

Schon während des vergangenen Schuljahres befasste sich diese Klassenstufe im Religions- und Biologieunterricht mit Drogen. Der Religionslehrer Thomas Umbscheiden weist auf den längerfristigen Charakter des Drogenprojekts hin.

In Zusammenarbeit mit den Sozialpädagogen Anja Teubert und Roland Kurz von der Drogenberatungsstelle Villingen (DROBS) soll ein Multiplikationsprojekt gestartet werden. Erreichen will die Initiative, dass Schüler als Ansprechpartner für Schüler zur Verfügung stehen. Dazu wird im Herbst ein Hüttenwochende stattfinden, wo sich interessierte Schüler unter Anleitung von Sozialpädagogen ausführlich in das Thema Drogenberatung einarbeiten werden. Auch Eltern von betroffenen Schülern sollen integriert werden.

Unter dem Aspekt Gesundheit sind unter anderem Obsttage, Informations-Veranstaltungen über gesunde Ernährung geplant, "denn es ist wichtig, dieses Thema auch positiv zu beleuchten", so Thomas Umbscheiden. Vorstellbar sind aber auch provokante Aktionen, um auf den Drogenmissbrauch aufmerksam zu machen.


Von Sibylle Lepschi

 


Dokumentation aus dem Schwarzwälder Boten / Lokalredaktion Donaueschingen  / Datum: 27.7.00
 

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