Abiturienten in Wettlaune
Abistreich am Fürstenberg-Gymnasium bot allerhand
DONAUESCHINGEN (que).
Als gestern um kurz nach acht Uhr der Feueralarm am
Donaueschinger Fürstenberg-Gymnasium erklang, galt es für
das erschienene Rettungsfahrzeug keinen Brand zu löschen, sondern die Schüler aus der Bildungsanstalt zu locken, um somit den alljährlichen Abistreich zu beginnen. Der von den Abiturienten organisierte freie Schultag fand auch heuer in der benachbarten Baarsporthalle statt. Die 13-er des Gymnasiums hatten hier die ganze Nacht über eine Showbühne aufgebaut, denn das Thema des diesjährigen Streiches lautete
" Wetten, dass ... ?". Ziel der Abiturienten war es, die berühmte Familien-,
Spiel- und Talkshow mit dem Moderator Thomas Gottschalk nachzuahmen und bei den Wetten Geldbeträge zu sammeln, die letztendlich der Amsel-Gruppe als Krankenpflegehilfe zu Gute kamen.
Dazu wurden Sponsoren aus der breiten Baaremer Geschäftswelt eingeladen. Hauptgast war allerdings die Erbprinzessin und Schirmherrin der gemeinnützigen
Organisation, Maximiliane zu Fürstenberg, die sich sichtlich
über die Idee der Schüler freute und von der Atmosphäre während der Show
hingerissen war.
In verrückten Wettkämpfen mussten ausgewählte Lehrer gegen Vertreter der Abiturienten antreten. Die Firmen bestimmten einen Wetteinsatz und die erspielten Beträge wanderten in den Spendentopf, der sich
am Ende mit 2300 Mark füllte.

Bierkistenturm-Rallye:
Die schwindeligste Herausforderung bei "Wetten, dass . . ."
Die Wetten forderten alles von den Teilnehmern ab. Ob beim Getränkekistenklettem oder auch beim Tretautorennfahren. Ein Lehrer war sogar bereit, seinen jahrelang
gehegten Oberlippenbart gegen Bares abzurasieren. Neben Kopfwettrechnen und
Gummi-Puppen-Bodypainting gab es natürlich auch mehrere musikalische Showpunkte.
Zwei Dämpfer bekam der aktionsreiche Wettspaß allerdings. Zum einen kam nur knapp die Hälfte der Lehrer
in die Halle. Und zum machte einer dem Wettspektakel unverhoffte Konkurrenz.- Während drin die Firmenvertreter wohltätige Summen spendeten, hängte ihnen draußen der Stadtsheriff Knöllchen an die Scheibenwischer.
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