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DÖGGINGEN

Schüler-Party endet
mit Polizeieinsatz

Eine Schüler-Fete in der Dögginger Festhalle, zu der angehende Abiturienten des Fürstenberg-Gymnasiums eingeladen hatten, ist am frühen Samstag Morgen von der Polizei vorzeitig beendet worden. Etwa 300 Gäste hatten sich in der Festhalle vergnügt. Gegen 1.30 Uhr kam es dann unter einigen Gästen zu ersten alkoholbedingten Streitigkeiten. Obwohl die Polizei sofort vor Ort war, folgten weitere Handgreiflichkeiten und Schlägereien. "Bis 3 Uhr hatte sich die Lage derart aufgereizt, dass ein ordnungsgemäßer Verlauf dieser Abi-Fete nicht mehr gegeben war", heißt es im Polizeibericht. Zehn Beamte sorgten dann für eine zügige Räumung der Halle. Mehrere Platzverweise wurden erteilt. kew

Dokumentation aus dem Südkurier  >30-10-00<      Lokalausgabe Donaueschingen

Abi-Feiern sind
in ernster Gefahr

Nach Randalen: Döggingen sperrt Festhalle

Donaueschingen/Döggingen (ng) Keine Abifete mehr in der Dögginger Festhalle. So lautet die Konsequenz passend zu den Vorfällen am Freitag Abend bei der Abifete vom Fürstenberg-Gymnasium. Die Organisatoren sind in ernsten Problemen und hoffen auf ihre Versicherung, die die entstandenen Schäden abdecken soll.
Zur Palette der Ausschreitungen am Freitag gehörten unter anderem Schlägereien, Sachbeschädigung und Beamtenbeleidigung. Aus diesem Grund hieß es gestern von offizieller Dögginger Seite: Nie wieder Abifete in Döggingen. Für die Schüler des Wirtschaftsgymnasiums ist dies eine traurige Nachricht, da ihre Abifete im November in der besagten Halle stattfinden sollte.
Angefangen habe alles laut Sicherheits-Chef Robert Greiner mit einer zu Bruch gegangenen Brille. Zwei Jugendliche hatten eine Auseinandersetzung, wobei einem Beteiligten die Brille mit voller Absicht zerschlagen wurde. Der Gewaltbereite junge Mann musste dann von den Sicherheitsbeamten in Schutzhaft nach draußen gebracht werden, da er Gefahr lief, von den Freunden seines Opfers selbst zum Opfer gemacht zu werden.
Draußen angekommen wurde er von der Polizei in Gewahrsam genommen und fand sich sehr schnell in Handschellen wieder. Nach Angaben Greiners wurde von da an die Hemmschwelle zur Gewaltbereitschaft immer geringer: Ein Feiernder zerschlug aus Unmut eine Glastüre im Eingansbereich, ein von sich wohl als Künstler sehr überzeugter Mensch bemalte Teile der Innenwände und ein Skinhead erhielt Eingangsverbot.
Letztlich folgten kleinere Streitereien an der Bar und im Eingangsbereich, die von den Sicherheitsbeamten allerdings noch bewältigt werden konnten. Die Lage eskalierte schließlich gegen 2.30 Uhr, als ein Jugendlicher seinem Gegenüber ins Gesicht spuckte. Die beiden lagen sich flugs in den Haaren, Unbeteiligte wurden zu Beteiligten und am Ende waren es circa 15 Jugendliche, die sich prügelten.
Die Situation war nicht mehr beherrschbar, die Sicherheitskräfte setzten Tränengas ein. "In so einer Situation ist es von Vorteil, durch Tränengas eine kontrollierbare Panik auszulösen, um die prügelnde Menge zu verwirren", sagte Greiner gegenüber dem SÜDKURIER. So nahm die Party um 3 Uhr durch das Einschreiten der Polizei ein jähes Ende, da die Streiterei zu einer unkontrollierbaren Gefahr für die friedlich feiernden Mitmenschen wurde.
Doch das sollte noch nicht alles gewesen sein. In der Nachbarschaft entstand ein Sachschaden von 10.000 Mark, da Festbesucher Isolierschaum in die Ritzen einer Haus und einer Autotüre spritzten. Ergebnis dieser Aktion: der Schaum breitete sich aus und verschob den Rahmen der Türen.

Zurück zur Presse-ÜbersichtDokumentation aus dem Südkurier  >31-10-00<      Lokalausgabe Donaueschingen