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Sculptures musicales

 VON

CLAUDIA CHRIST

Nun dauert es nicht mehr lange bis zu den Donaueschinger Musiktagen und deshalb laufen in verschiedenen Lokalitäten der Donaustadt die Proben und Raumgestaltungen auf Hochtouren. Dies war auch am Wochenende in der Erich-Kästner-Turnhalle der Fall, wo moderne Musik in Verbindung mit Alltagsgeräuschen und klassischen Klängen zu hören war. In diesem „Konzerthaus Turnhalle“ war die Projektgruppe im Gange, die nach dem besonderen Anliegen des Organisators Armin Köhler noch im letzten Schuljahr zustande kam. In einer Zeitspanne von knapp fünf Monaten komponierte die Gruppe bestehend aus Schülern, Lehrern und Profimusikern ein Stück nach einer Vorlage von dem Neuzeitkomponisten John Cage: 
„Sculptures musicales“.  

Nach harter Arbeit, bei welcher die Kreativität und das Interesse an etwas neuem, ungewöhnlichem gefragt war, ist seit einiger Zeit die „Partitur“ von 13 Seiten mit 77 verschiedenen Skulpturen fertig gestellt. Als „Klangerzeuger“ dienen in dieser Komposition alle möglichen Haushaltsgeräte, Aufnahmen, aber auch klassische Musikinstrumente, die von zu Hause mitgebracht wurden oder die körpereigene Stimme. Man darf somit auf einen ungewöhnlichen Klang ganz im Sinne von John Cage gespannt sein. Die Leitung übernimmt Christof Löser, Dirigent und Dozent an der Stuttgarter Musikhochschule, der versucht den rund 40 Musikern genaue Einsätze in dem komplizierten Stück zu geben. Die Gruppe selbst besteht aus Schülern des Fürstenberg-Gymnasiums unter der Leitung von Musiklehrerin Désirée Wittkowski, Schülern der „AG Klangbaustelle“ vom Hochrhein-Gymnasium Waldshut unter der Leitung von Mathias Handschick und aus Profimusikern des Ensembles „Aventure“.
 Der Hauptorganisator Armin Köhler verschaffte sich am Probenwochenende einen Eindruck des Cage-Projektes und damit bekam er einen Vorgeschmack auf einen der letzten Programmpunkte des Musikfestivals. Mit Interviews und Liveaufnahmen konnte er auch etwas hinter die Kulissen blicken. Auf die Frage, warum die zahlreichen Schüler an den Musiktagen teilnehmen, bekam er sehr positive und neugierige Antworten. Die Jugendlichen wollten die einmalige Chance nutzen an den Musiktagen teilzunehmen, und einfach etwas Neues ausprobieren. Insgesamt war er sehr erstaunt mit welcher Freude die Gruppe das Projekt ausübt.
Die Probe selbst lief reibungslos ab. Nachdem die schwersten Stellen ausgefeilt waren und jeder Spieler seinen endgültigen Stellplatz gefunden hatte, ging die Hauptprobe zur Originalzeit, los. Hierbei spielten die unterschiedlichsten Klangerzeuger zusammen, extreme Lautstärken waren zu hören und etwas theatralische Interpretationen zu sehen. begeistert von ihrem Werk waren die einzelnen Leiter der verschiedenen Gruppen sowie der Dirigent. 
Niemand wusste vor dieser Probe, wie sich das Stück mit allen Klängen anhören wird, so gab es eine sehr positive Überraschung. „Ich war sehr erstaunt, wie konzentriert und mutig die Spieler ihre Klänge produzieren. Die klassischen Instrumente und die alltäglichen Klänge passen wunderbar zusammen“, meinte Désirée Wittkowski begeistert. 

 Das Cage-Projekt ist am Sonntag von 15 – 16 Uhr in der Erich-Kästner- Halle zu hören. Der Eintritt ist frei. Es wird gebeten pünktlich zu erscheinen, denn die Musiker fangen genau um 15 Uhr mit ihrem Beitrag an.

 

 

© Projekt Internet am Fürstenberg-Gymnasium Donaueschingen