Das Klima auf der Baar

Zoom out (Süddeutschland)

Auf der Karte sind die Standpunkte der hier behandelten Wetterstationen gekennzeichnet. Mit einem Klick auf einen Ort erreicht man das dazu gehörige Klimadiagramm.

 

 

 

 

1.  Donaueschingen  2.  Feldberg   3.  Freiburg   4.  Klippeneck   5.  Zugspitze

Die Baar (Donaueschingen,710m ü. NN; Durchschnittstemperatur: 6,6°C; Niederschlagsmenge: 762mm) ist eine Hochmulde zwischen dem Schwarzwald(Feldberg,1486m;3,3°C;1721mm) im Westen und der Schwäbischen Alb(Klippeneck,973;6°C;844mm) im Osten mit einem extrem montankontinentalen Klima (Bergklima: kalt und trocken). Sie gilt, bezogen auf diese Höhenlage, als die kälteste Region Deutschlands mit Temperaturen, die häufig nur noch von der Zugspitze unterboten werden. Es gibt große jahres- und tageszeitlich bedingte Temperaturschwankungen.

Verschiedene Klimadiagramme zum Vergleichen:

Donaueschingen,   Feldberg,   Freiburg,   Klippeneck,   Zugspitze  und  Klima Vergleich.

Nachts fließt die Kaltluft von Schwarzwald und Schwäbischer Alb in die Baarmulde mit Zentrum in Donaueschingen. Dies wird noch dadurch verstärkt, dass die Hänge schon um 700 n. Chr. durch die Franken entwaldet wurden. Dort staut sich die Kaltluft aus einem Gebiet von ca. 250km²; wie in einem Stausee an, der durch das enge Donautal bei Geisingen(640m) nicht schnell genug abfließen kann. Die Kaltluft kann erst bei über 700m über die Schwenninger Möglingshöhe(705m) ins Neckartal und bei Mundelfingen(720m) ins Wutachtal abfließen. Deshalb ist die Baar unter 700m praktisch in allen Monaten frostgefährdet. Vor ca. 20 Jahren wurden auf der Baar Straßendämme gebaut, die als Zubringer ans Autobahnnetz dienen. Die "Stau"-Dämme verursachen eine zusätzliche Kaltluftanstauung, einem sogenannten Kaltluftpolder. In diesem Kaltluftpolder lagen der Fischerhof (bis zu –37°C) und der Weiherhof (bis zu –37°C). Weiter liegt die Baar im Niederschlagsschatten des Schwarzwaldes und hat deshalb sehr geringe Niederschläge.

Die Baar wird auch "Kornkammer Badens" genannt, weil von März bis November Getreide wächst. Leichte Bodenfröste zwischen 0°C und –5°C von März bis Mitte Juni und von September bis November verhindern die Verbreitung von Pilzen. Im Winter wird Roggen und Winterweizen und im Sommer vorwiegend Hafer und Gerste angebaut. Der Anbau anderer Pflanzen ist weitgehend nicht möglich, da einem auch schon mal die Bohnen im Juli erfrieren.

 

 

© 7/97 Alexander Higelin , Klasse 8b (96-97),PROJEKT INTERNET am FG Donaueschingen

letzte update: 10/97 (Singapore)